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Reiseagentur hat Flug falsch angesetzt.

18. Oktober 2014 16:55 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


Guten Tag

Ich weiss, es ist viel Text. Trotzdem hoffe ich natürlich, dass sich jemand erbarmt uns in dieser Sachlage helfen kann. Denn wir fühlen uns von unserer Reiseagentur versetzt.

Im Januar dieses Jahres sind wir einen Vertrag mit einer Reiseagentur eingegangen für unsere Amerikareise im September/Oktober.
Die Reiseagentur suchte für uns einen Reiseveranstalter aus und wir machten telefonisch eine Pauschalreise ab, so dass wir zuerst 2 Übernachtungen in LA (27.09 - 29.09) haben, dann 10 Tage Honolulu (29.09. - 09.10.) und anschliessend 2 Übernachtungen in NY (09.10. - 11.10) geniessen können.

Nun wurde aber der Flug von Honolulu (via LA) nach NY von der Reiseagentur so gebucht, dass nur eine Übernachtung möglich war (Abflug HNL 09.10. um 20.45 h).
Uns ist dieser Fehler nicht aufgefallen, als wir den Vertrag im Januar erhielten. Abgemacht und gebucht wurden aber klar 2 Übernachtungen in NY, was wir letztendlich auch bezahlt haben.

Erst als wir die definitiven Reisedaten 3 Wochen vor Reisebeginn erhielten, fiel uns der Irrtum auf. Auch fiel uns auf, dass wir bei den amerikanischen Inlandflügen gar kein Reisegepäck auf unseren Reisetickets verbucht hatten. Darüber hatte uns niemand informiert und wir gingen davon aus, dass es sich hier um einen Irrtum handelt.

Wir versuchten dann mehrmals vergeblich telefonisch jemand zu erreichen, weil die Serviceleitung stets überlastet war; entweder nahm niemand ab oder man hing in der Warteschlaufe und fiel dann plötzlich raus. Wir schilderten auch über das Kontaktformular auf deren Website, nebst anderen Entdeckungen, unser Anliegen. Mehrere Male schrieben wir und baten jedes Mal um einen telefonischen Rückruf. Aber es wurde nie zurück gerufen, respektive erhielten wir einmal, ein paar Tage vor Reisebeginn, eine schriftliche eMail-Antwort, aber nur zum Problem des nicht berücksichtigten Reisegepäcks bei amerikanischen Inlandflügen, mit etwa dem Inhalt, dies sei halt so. Daraufhin schrieben wir abermals mit der Bitte, uns DRINGEND anzurufen.
Doch dann kam der Abreisetermin.

Die Hoffnung, in Honolulu vor Ort dies direkt dem Reiseveranstalter melden zu können, hielt sich leider in Grenzen. Niemand kam, um uns zu begrüssen.
Auch war dort auf der gebührenfreien Nummer niemand erreichbar. Wir versuchten nochmals über das Kontaktformular der Reiseagentur einen Kontakt zu knüpfen mit der Schilderung unseres Falles und mit der Bitte, uns anzurufen. Etwa 4 Tage vor dem Abflug nach NY meldete sich aber doch noch ein Angestellter des Reiseveranstalters. Er versprach, sich der Sache anzunehmen. Wir hörten nichts mehr von ihm. Von der Reiseagentur selber wieder kein Rückruf.
1 Tag vor der Abreise nach NY versuchten wir es über die Notfallnummer (in Deutschland). Die Dame versprach, dass Sie die Angelegenheit einmal an die Agentur in NY weiter leitet und uns dann von dort angerufen wird.
Am nächsten Tag, früh am Morgen, riefen wir selber bei der NY-Agentur an. Auch diese Dame sah anhand unserer Reisedaten, dass es sich hier um "... einen offensichtlichen Irrtum seitens Reiseagentur.." handelt, jedoch die Reiseagentur das Problem lösen müsse. Sie versuchte in unserem Namen, die Reiseagentur zu erreichen, jedoch mit dem gleichen Erfolg wie wir; nach 2 Mal einem halbstündigen Versuch nahm niemand das Telefon dort ab, respektive die Leitung brach zusammen.
Sie rief uns sogar noch einmal zurück und meldete, dass jemand die erste Hotelübernachtung in NY bereits storniert hätte. Wir gaben aber niemandem den Auftrag dazu, zumal dies gar nicht in unserem Sinne gewesen ist. Eher hätten wir auf einen Tag in Honolulu verzichtet, als nur ein paar Stunden in NY zu verweilen.
Nun denn, meine Familie und ich mussten in den sauren Apfel beissen und konnten nur 1 Nacht im Big Apple bleiben.

Fazit: Mehrere Tage immer wieder Aufenthalt in der Hotellobby und im Hotelzimmer, um vergeblich jemand Kompetenten telefonisch zu erreichen, respektive auf deren Rückruf zu warten. Zudem steigende Nerven und Telefonkosten. Nur eine Übernachtung in NY, anstelle, wie bezahlt, 2 Übernachtungen (wir bezahlten total Euro 1'080.00 für das Hotel in NY).

Nach unserer Rückreise meldeten wir dies schriftlich der Reiseagentur. Die Antwort folgte prompt innert 12 Stunden(!): Die Reiseagentur hält fest, dass wir den Reisevertrag von Ihnen im Januar erhielten und weil uns dies damals nicht aufgefallen ist, sie davon ausgingen, dass wir dies so wollten. Sie würden uns aber, obwohl wir selber die Verantwortung dafür tragen, 200 Euro zahlen.

Können wir wirklich nicht mit einer anderen Entschädigung rechnen?

Vielen Dank und freundliche Grüsse

18. Oktober 2014 | 18:34

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ehrlich gesagt, würde ich vor dem Hintergrund Ihrer Schilderung durchaus dieses Angebot annehmen.

Denn leider könnte Ihnen (gerichtlicherseits) durchaus ein Mitverschulden angerechnet werden.

Im Einzelnen:
Zunächst kommt es darauf an, welchen Inhalt der von Ihnen geschlossene Reisevertrag hatte.

Letztlich dürfte aber der Umstand, dass Sie für eine Nacht mehr bezahlt haben, für Sie sprechen, denn ich nehme an, Sie haben das gezahlt, was in dem Vertrag stand.

Ansonsten ist es aber leider derart, dass Sie schon gehalten sind, die Ihnen mitgeteilten Vertragsdaten dahingehend zu überprüfen, ob sie dem geschlossenen Vertrag entsprechen.

Ist dieses nicht der Fall gewesen, so müssen Sie sich leider ein Mitverschulden anlasten lassen, zumindest theoretisch.

Danach haben Sie aber meines Erachtens nach alles versucht, auf eine Berichtigung hinzuwirken.

Vor diesem Hintergrund ist nach meiner Meinung das Verschulden der Gegenseite deutlich höher anzusetzen.

Insofern ist jedoch das Angebot der Gegenseite, 200 € an Sie zu zahlen, aller Voraussicht nach nicht unangemessen.

Denn Sie müssen berücksichtigen, dass bei der Einleitung eines Klageverfahrens weitere Kosten für Sie entstehen würden, und nach meiner Erfahrung 200 € als Ausgleichszahlung angemessen erscheinen und sehr wahrscheinlich vor Gericht nicht eine höhere Summe erreicht werden wird.

Nicht alle Reiseveranstalter beziehungsweise Reiseagenturen sind derart großzügig, so dass deren Angebot durchaus annehmbar ist.

Es kommt natürlich darauf an, wie hoch die Übernachtungskosten für das von Ihnen gebuchten Zimmer in New York sind, aber aller Voraussicht nach dürfte dieses der Summe nach hinkommen.

Meinen ersten Einschätzung nach sollten Sie also dieses Angebot annehmen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

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