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Reifen geschrottet durch Reifendichtmittel


| 20.03.2005 20:24 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich habe mir einen Nagel in einen fast neuen Reifen gefahren und das von VW bei der Auslieferung des Golf V mitgelieferte Reifendichtmittel als Pannenhilfe benutzt. Die dem Dichtmittel direkt beiliegende Gebrauchsanweisung habe ich vor Ort gelesen. Als ich bereits 10 Minuten später bei einem Reifenhändler war, um den Reifen reparieren zu lassen, wurde mir mitgeteilt, dass verursacht durch das Dichtmittel, der Reifen nicht mehr reparabel sei. Meine Rückfrage bei einer VW-Werkstatt bestätigte diese Aussage.

Nirgendwo in der erwähnten Gebrauchsanweisung wird auf diesen Tatbestand hingewiesen. Es wäre problemlos möglich gewesen, den Reifendienst mit einem Ersatzrad anzufordern. Ohne das eingefüllte Dichtmittel wäre der Reifen, lt. Werkstatt, sicherheitstechnisch einwandfrei, reparabel gewesen.

Die Kundenbetreuung von VW schrieb mir jetzt, dass die Panne ja durch einen Nagel entstanden sei und somit keinen Fehler in Werkstoff oder Werkarbeit darstellt.Ausserdem wird in diesem Schreiben die unwahre Behauptung aufgestellt in der Bedienungsanleitung (für das Fahrzeug) stünde: "Der mit Pannenset gefüllte Reifen ist nicht zu reparieren, sondern durch einen neuen Reifen zu ersetzen". Tatsächlich steht dort: "....setzen Sie die Fahrt bis zum nächsten Fachbetrieb fort (und) lassen Sie dort den defekten Reifen ersetzen".

Meine Argumentation ist, dass der Schaden durch mangelnden Hinweis in der Gebrauchsanweisung für das Dichtmittel erst erheblich vergrössert wurde. Es ist Stand der Technik, dass ein durch einen Nagel beschädigter Reifen fachgerecht repariert werden kann und vorbehaltlos einsetzbar ist.

VW will sich an meinen Kosten ca. € 110, einschl. Dichtmittel, nicht beteiligen, obwohl eine Reparatur, bei sachgerechtem Hinweis, dass das Dichtmittel den Reifen innen schädigt, für ca. € 20 zu haben gewesen wäre.

Raten sie mir bitte, wie ich VW in die Verpflichtung bekomme, sich an meinem Schaden zu beteiligen. Danke.
20.03.2005 | 21:37

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

zunächst vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nach dem geschilderten Sachverhalt haben Sie einen Anspruch gegenüber VW auf Zahlung des Ihnen entstandenen Schaden.

Denn nach § 434 Abs.2 BGB ist auch dann ein Sachmangel gegeben, wenn eine Montageanleitung mangelhaft ist.

Diese Voraussetzung liegt hier vor. Sie haben die Anweisungen der Anleitung befolgt. Von einer ordnungsgemäßen Verwendung des Dichtungsmittel ist auszugehen. Wenn nun der Reifen-entgegen der Zusage in der Anleitung- nicht mehr reparabel ist, dann liegt der Mangel in der fehlerhaften Beschreibung begründet.

Ihre Chancen das Geld von VW zu erhalten schätze ich daher positiv ein. Setzten Sie VW eine Frist zur Übernahme der Kosten. Sollte VW sich weigern zu zahlen, sollten Sie sich überlegen, weitere juristische Schritte einzulegen.

Da der Schaden gering ist, müssten Sie vor einer Klageerhebung einen Mahnbescheid beantragen. Den Rechtsstreit könnten Sie dann vor dem Amtsgericht ohne Rechtsbeistand ausfechten.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben.

Viel Glück beim weiteren Vorgehen.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 21.03.2005 | 08:19

Zunächst besten Dank Herr Glatzel, aber

"Wenn nun der Reifen-entgegen der Zusage in der Anleitung- nicht mehr reparabel ist, dann liegt der Mangel in der fehlerhaften Beschreibung begründet."

schreiben Sie.

In der Bedienungsanleitung ist keine Zusage, dass nach Verwendung des Dichtmittels ein Reifen reparabel ist.

Vielmehr fehlt in dieser Bedienungsanleitung der notwendige Hinweis, dass ein Reifen mit Dichtmittel eben nicht mehr reparabel ist (wegen des Dichtmittels).

Ist das in diesem Sinne gleichbedeutend als mangelhafte Bedienungsanleitung ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.03.2005 | 09:39

Sehr geehrter Ratsuchender,

vieleicht habe ich mich mit der Begriff der Zusage missverständlcih ausgedückt.

Der Mangel ist darin begründet, dass der Reifen nach Verwendung des Dichtungsmittels nicht mehr reparabel ist und die Anleitung hierzu keinen Hinweis enthält. Denn hätten Sie tatsächlich gewusst, dass Ihnen durch das Mittel ein solcher Schaden entstanden ist, dann hätten sie es mit Sicherheit nicht benutzt.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt

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