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Reha - Krankengeld - Zeitvertrag


18.07.2006 17:48 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich hoffe SEHR, dass Sie mir helfen können.

Der Fall
Ab 01.02.2006 bis 30.07.06 stehe ich in einem befristeten Arbeitsverhältnis. (sechs Monate Probezeit, die als Zeitvertrag geregelt wurde)

Nach kurzer Zeit wurde ich schwer krank, es folgten zwei Operationen. Seit dieser Zeit bin ich krankgeschrieben und beziehe Krankengeld. Der medizinische Dienst der KK hat ein Gutachten erstellt und eine Reha im "Schnellverfahren" als zwingend vorgeschlagen.
Der Antrag wurde bewilligt für 6 bis 12 Wochen, da, so der Gutachter sonst eine Erwerbsminderung oder Erwerbsunfähigkeit vorliegen würde.

Vor dieser Anstellung war ich verheiratet/ jetzt geschieden und stand als Mutter und Ehefrau 15 Jahre nicht in einem Angestelltenverhältnis, was somit Arbeitsamt ausschließt. Weiterhin beziehe ich bis Ende des Jahres noch einen monatlichen Betrag von meinem Exmann (Vermögensausgleich aus der Ehezeit). Durch diesen steht mir keine Sozialhilfe zu.

Vor dem "Zeitvertrag" war ich freiwillig krankenversichert.

Meine Fragen
1. Wer zahlt mein Krankengeld zukünftig ab Ende Zeitvertrag am 30.07.06 und bleibt dies in der Höhe wie bisher?

2. Wer zahlt den Beitrag meiner Krankenversicherung künftig?

3. Muss ich die KK über das auslaufen des Arbeitsverhältnisses informieren?

4. Kann die genehmigte Reha (Bescheid liegt seit heute vor) seitens der KK nun doch noch abgelehnt werden?



Vielen Dank für Ihre Hilfe

Mit freundlichen Grüßen


Pelime
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Fragen, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung und unter Berücksichtigung des Einsatzes summarisch wie folgt beantworte:

1.
Sie waren vor Ihrem jetzigen Beschäftigungsverhältnis bereits freiwillig und währenddessen regulär gesetzlich krankenversichert. Ihre Krankenkasse wird Ihr Krankengeld also weiter zu bezahlen haben. Im Hinblick auf die Höhe wird aber eine Kürzung zu erwarten sein; wie hoch diese ausfällt, kann mangels Kenntnis Ihrer Einkünfte nicht abschließend beurteilt werden.

2.
Da Sie bedauerlicherweise nicht die Anwartschaftszeiten für den Bezug von Arbeitslosengeld erfüllen, werden Sie sich wohl wieder freiwillig versichern müssen, um nicht aus der Krankenversicherung herauszufallen. Hierzu rate ich Ihnen dringend, da bereits zwei nicht bezahlte Beiträge einen Kündigungsgrund für die Versicherung bilden können. Später wieder in die Versicherung zurückzukommen, ist sehr schwierig. Angesichts Ihrer Krankheit sollten Probleme hier unbedingt vermieden werden.

3.
Da für diese der Arbeitgeberanteil wegfällt, sollten Sie das Gespräch über Ihre zukünftige Versicherungsmitgliedschaft so früh wie möglich führen. Da hier vom regulären zum freiwilligen Versicherungsverhältnis zurückgekehrt wird, ist dies notwendig.

4.
Es ist kein Grund ersichtlich, weshalb die Versicherung Ihnen die medizinisch indizierte Rehabilitationsmaßnahme nicht bezahlen sollte. Dies dient ja Ihrer Genesung. Allein die Arbeitslosigkeit kann eine Streichung nicht begründen.

Ich hoffe, ich konnte Ihren Fragen beantworten. Für eine kostenlose Nachfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Zum Schluss wünsche ich Ihnen alles Gute bei der Wiedererlangung Ihrer Gesundheit.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 18.07.2006 | 18:45

Sehr geehrter Herr Michael Böhler,

herzlichen Dank für Ihre sehr schnelle und sehr gute Antwort.

Zu 1. die Kürzung? Mein Bruttolohn lag bei 2500,- Euro monatlich davon wurde das Krankengeld berechnet. Mit wieviel Kürzung muss ich somit rechnen?

Muss die KK mich denn freiwillig Versichern? Schließlich wissen sie ja wie krank ich war und bin?

Vielen lieben Dank und Ihnen einen schönen Abend

Mit freundlichen Grüßen
Pelime

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.07.2006 | 19:16

Sehr geehrte Ratsuchende,

auch der Betrag aus dem Vermögensausgleich wird bei der Berechnung der Kürzung wichtig, so dass diese in diesem Rahmen leider nicht erfolgen kann. Ich halte dieses Portal insofern auch für ungeeignet, weshalb ich Ihnen die Beauftragung eines im Sozialrecht spezialisierten Rechtsanwalt in Ihrer Region empfehle.

Die gesetzliche Krankenversicherung führt keine Gesundheitsprüfung durch und hat sie weiter zu versichern, wenn Sie die Beiträge entrichten.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

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