Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
497.380
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Reguläre Kündigung unbegrenzter Mietvertrag bei Leerstand/Ferienwohnungen

| 28.11.2010 00:09 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jeremias Mameghani


Guten Tag,

in meinem dreigeschossigem Haus, welches ich voriges Jahr erworben habe, und wo ich das ausgebaute Dachgeschoß bewohne, habe ich einen langjährigen Mieter, der H4 bezieht.
Nun ist die Mietabrechnung für mich seit Einbau einer zentralen Heizungsanlage wegen der erforderlichen genauen Abrechnung unverhältnismäßig teuer und sehr ungünstig - die eigentlich vorgesehenen Wärmemengentauscher konnten aus Platzgründen leider nicht eingebaut werden.

Deshalb bin ich mittlerweile und leider an einer baldigen Kündigung des Mietverhältnisses interessiert, (eine Wohnungsverwaltung ist bzw. wäre hier auch nicht gerade wirtschaftlich.)
Hinzu kommt, dass hier Baumaßnahmen (eine längere sehr marode Stützmauer im Eingangsbereich des Hauses) erforderlich sind, wo die Finanzierung aber noch unklar ist, weil der Nachbar diese eigentlich mitfinanzieren müsste, er dies aber nicht tun möchte oder kann, weil er kein Geld hat. Von dieser Mauer geht durchaus eine gewisse Gefahr aus. Auch brauche ich derzeit die Ruhe mehr als Mieter und Mieteinnahmen. Im Falle beruflicher oder gesundheitlicher Probleme könnte sich dies aber ändern.

In diesem Haus gibt es nun noch drei derzeit unbewohnbare kleine Wohnungeinheiten, wo für mich noch nicht klar ist, wie diese genau genutzt werden sollen, auch weil der Ausbau teuer und anstrengender ist als gedacht. Es kann durchaus sein, dass ich keine weitere Wohnung mehr vermiete.
In den nächsten drei Jahren passiert hier garantiert nichts.
Später könnten bzw. sollen in ein oder zwei dieser Wohnungen Ferienwohnungen eingerichtet werden.
Perspektivisch ist es dennoch denkbar, bzw. will ich mir dies nicht unbedingt verbauen, dass dieses Haus auch von ein oder max. zwei Dauermietern bewohnt wird, evtl. auch von einer Familie, wozu ich zwei Wohnungen zusammenlegen könnte.
Derzeit und in den nächsten Jahren wird bzw. würde dieses Haus also nur von mir und dem alleinstehenden Mieter bewohnt und kann eben auch nur in diesen beiden Wohneinheiten bewohnt werden.

Kann ich diesen Mieter angesichts dieser etwas unklaren Perspektive des Hauses innerhalb einer kürzeren Frist regulär kündigen, oder muss ich mich an die zwei Jahresfrist halten?

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für die eingestellte Frage, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts gerne wie folgt beantworten möchte:

Eine ordentliche Kündigung des Mietverhältnisses setzt einen Kündigungsgrund nach § 573 BGB voraus. Dem Mieter ist der Kündigungsgrund in dem Schreiben zwingend mitzuteilen. Allerdings kann an dieser Stelle nicht abschließend beurteilt werden, ob die von Ihnen vorgetragenen Gründe in einem möglichen Gerichtsverfahren seitens des Gerichts geteilt werden. Sollte die Kündigung rechtmäßig sein, d.h. liegt ein Grund nach § 573 BGB vor, so gelten die Kündigungsfristen des § 573c BGB. Hier kommt es auf die Dauer des Mietverhältnisses an. Eine außerordentliche Kündigung nach § 543 BGB kommt nur in Betracht, wenn Ihnen die Fortsetzung des Mietverhältnisses auch bis zum Ablauf einer gesetzlichen Frist nicht zumutbar wäre. Für eine solche Unzumutbarkeit sehe ich jedoch keine Anhaltspunkte. Schließlich bliebe noch die Möglichkeit einer einvernehmlichen Vertragsauflösung, ggf. gegen Zahlung einer Abfindung. Hier müsste der Mieter allerdings auch die Rücksprache mit der ARGE halten, da diese einem Umzug zustimmen muss.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung geben konnte. Bitte nutzen Sie ggf. die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

RA Jeremias Mameghani

Rechtsanwälte Vogt
Bolkerstr.69
40213 Düsseldorf
Tel. 0211/133981
Fax. 0211/324021

Nachfrage vom Fragesteller 29.11.2010 | 19:06

Guten Tag Herr Mameghani,

Leider habe ich mich wohl nicht ausreichend klar ausgedrückt, ging es mir hier stärker auch darum, ob man hier nicht einfach kündigen kann, wenn bzw. "weil" es sich hier quasi in praxi um ein Zweifamilienhaus handelt und man die eine Wohnung ja eben selbst bewohnt: (Wie) kann ich dieses Haus - für immer, oder auch nur temporär? - rechtlich zu einem Zweifamilienhaus machen? Wenn ich also nur noch Ferienwohnungen einrichten will und würde, was ja ein Gewerbe ist, kann man diese Wohnungen dann nicht (schon vorab) rausnehmen lassen, würde daraus dann rechtlich ein Zweifamilienhaus resultieren und ich eine Kündigung dann einfach so, unbegründet, vornehmen können?


(Das andere Problem ist das mit der 3m hohen und 16 m langen Bruchsteinmauer, die am Haus abgestützt ist, wo manchmal auch mal ein Stein runterfällt, es kann durchaus auch mal passieren, dass hier mal ein größerer Abschnitt runterfällt. Wenn da gerade jemand in dem Gang ist, dann könnte es schon Verletzungen geben. Es lässt sich dies so einfach aber nicht lösen, wegen dem Nachbarn. ich sehe nicht ein, dass ich hier alles bezahlen soll (Kosten ca. 20000 Euro). Es kann sein, dass ich hier vor Gericht gehen muss.

Könnte dies ein Grund sein, vorher zu kündigen?

Ein dritte Möglichkeit, die nicht an den Haaren herbeigezogen ist wäre die, dass ich selbst durchaus auch diese Wohnung noch als Abstellraum mit nutzen kann, da sie noch mit die sanierteste von allen ist und ich durchaus noch einiges zum Abstellen hätte. Es ist halt so, dass man so einen gewissen Druck hat, auch mal etwas wegzuschmeißen. Ich wollte bisher dem Mieter ja nicht kündigen.
Inwieweit kann ich einen solchen ja eher temporären Eigenbedarf hier als Kündigungsgrund nehmen, wo ich später irgendwann einmal ja doch weitere Wohnungen sanieren werde und dann dort auch gut eigene Möbel unterstellen kann. (Ich habe leider schon so einige Möbel, die dafür gedacht sind, hatte diese leider zu schnell gekauft, da ich das ganze stark unterschätzt habe, auch meine eigenen Kräfte und die Verlässlichkeit und Verfügbarkeit und Gehilfen udn Handwerkern).)

Die Beantwortung der eingeklammerten Fragen würde ich bei Wunsch extra bezahlen, evtl. auch ausschreiben.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.11.2010 | 22:09

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich nehme Bezug auf Ihre Mail bzw. die hier wiederholte Nachfrage. Ich werde Ihnen morgen detailiert antworten.

Mit freundlichen Grüßen

RA J.Mameghani


Wir
empfehlen

Kündigung Mietvertrag

Schreiben Sie mit unserem interaktiven Muster Ihre wasserdichte Mietkündigung. Mit Fristenrechner! Kündigungstext dann nur noch ausdrucken, unterschreiben und an Vermieter schicken.

Jetzt Miete kündigen
Bewertung des Fragestellers 01.12.2010 | 21:34

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Bin sehr zufrieden. Schnelle und gute Antwort!"
Stellungnahme vom Anwalt: