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Regelinsolvenz und Hausbau

| 30.11.2010 00:13 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Der Eigenantrag natürlicher Personen auf Eröffnung des Regelinsolvenzverfahrens ist bereits fertig ausgefüllt und abgabebereit. Ich bin mir nun nur noch in einem Punkt unsicher. Im Jahre 2002 wollten wir ein Haus bauen und hatten auch einen Vertrag mit Kampa abgeschlossen. Wegen der sich drastisch verschlechterten Wirtschaftslage wurde mit Kampa im Jahr 2003 eine Vertragsruhe bis 2004 vereinbart. Interessanterweise hörten wir nie wieder etwas von der Firma Kampa. Der Presse konnte ich entnehmen, dass Kampa selbst in Schwierigkeiten war und 2006 oder so den Eigentümer wechselte und auch den Firmensitz verlegte. Als unsere Gesellschaft 2008 Insolvenz anmeldete versuchte ich mit der (neuen) Kampa Haus GmbH in Kontakt zu treten und bat um Mitteilung ob und wenn in welcher Höhe Forderungen gegen uns geltend gemacht werden - eine Antwort erhielt ich nie. Bei der Aufstellung des Gläubigerverzeichnisses erinnerte ich mich an Kampa und die Meldung das Kampa selbst insolvent ist. Meine Recherche auf insolvenzveroeffentlichungen.de ergab, folgendes:

Amtsgericht Aalen, 3 IN 91/09 , Beschluss vom 21.06.2010
In dem Insolvenzverfahren über das Vermögen der
KAMPA Haus GmbH, Schwabstr. 37 - 43, 89555 Steinheim/Albuch (AG Ulm, HRB 722211), vertr. d.: Josef Haas, Ferlin 1 A, 84332 Hebertsfelden, (Geschäftsführer)Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Dr. jur. Dr.rer.pol. Werner Schreiber, Blumenstraße 17, 69115 Heidelberg, Tel.: 06221/9118-83, Fax: 06221/9118-84
ist am 21.06.2010 bei Gericht die Anzeige des Insolvenzverwalters eingegangen , dass Masseunzulänglichkeit vorliegt (§§ 208 bis 211 InsO).

Kann ich nunmehr davon ausgehen, dass sich die Sache erledigt hat, oder sollte ich sicherheitshalber die theoretischen Forderungen wegen was auch immer (ich glaube es wären 5% der Bausumme als Vertragsstrafe bei Äuflösung oder Kündigung vor Baubeginn gewesen) in das Gläubigerverzeichnis aufnehmen?


Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

1. Die mögliche Schadensersatzforderung der insolventen Kampa Gruppe ist bereits verjährt.

Ein Schadenseintritt wäre 204 denkbar, so dass die Forderung spätestens in 2007 verjährt ist.

Dies bedeutet allerdings nicht, dass die Forderung erloschen ist, da dieser durchgesetzt werden kann, wenn Sie die Einrede der Verjährung nicht erheben.

2. Voraussetzung für eine Schadensersatzforderung ist allerdings, dass ein Schaden eingetreten ist oder ein pauschaler Schadensersatzanspruch sich in den AGB´s von Kampa wiederfindet.

3. Aus meiner Sicht hat sich die Sache erledigt, jedoch empfehle ich Ihnen diese potentielle Forderung in der Aufstellung des Insolvenzantrages mit aufzunehmen. Auch wenn der Insolvenzverwalter keine Forderung zur Insolvenztabelle anmelden wird, gehen Sie gerade im Hinblick auf die beantragte Restschuldbefreiung auf Nummer sich, wenn Sie alle möglichen Gläubiger angeben und keinen Gläubiger auch mit einer verjährten Forderung unterschlagen.

4. Daher ist meine Empfehlung und damit vertun Sie sich nichts, die mögliche Forderung der Kampa AG i.I. bei dem Eigenantrag anzugeben, um keine Angriffsfläche für eine Restschuldversagung zu bieten.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und stehe Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion weiter zur Verfügung.

Mit besten Grüßen


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Bewertung des Fragestellers 30.11.2010 | 10:25

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