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Referendariat Baden-Württemberg: Abbruch mit Wiedereinstiegsgarantie?

| 17.10.2011 21:57 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Hallo,
ich plane mein Lehramtsreferendariat für Realschulen abzubrechen und möchte mir die Möglichkeit eines Wiedereinstiegs aufrecht erhalten.

1. Unter Angabe welcher Gründe ist ein Abbruch des Referendariats durchzuführen, so dass ein Wiedereinstieg mit Anerkennung der bisher erbrachten Leistungen möglich ist?

2. Innerhalb welches Zeitraums muss der Wiedereinstieg ins Referendariat nach Abbruch vollzogen werden?

Danke!



-- Einsatz geändert am 19.10.2011 11:35:05

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:
Ich gehe vorliegend davon aus, dass Sie Beamtin auf Widerruf sind.
Mit Ausnahme der Elternzeit und der Krankheitszeiten gibt es keine Möglichkeit, das Referendariat zu „unterbrechen" oder abzubrechen – in dem Sinne, dass eine Beurlaubung ohne Bezüge gewährt würde. Nach § 10 iVm. § 7 der Realschullehrerprüfungsordnung II-RPO vom 21.12.2007 kann bei Erkrankung des Anwärters auf Antrag die Vorbereitungszeit verlängert werden. Ansonsten besteht nur die Möglichkeit der Entlassung. Gegebenenfalls sollten Sie sich an das Regierungspräsidium wenden. Ebenfalls können Sie entlassen werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Dabei ist unbedingt zu beachten, dass bei einer Entlassung in der Prüfungsphase, und zwar nach Stellung des Themas der schriftlichen Prüfungsarbeit, die Prüfung als nicht bestanden gilt. Einen Anspruch auf Wiederholung der Prüfung gibt es dann ebenfalls nicht

Bei einer Entlassung vor Beginn der Prüfungsphase hat man die Möglichkeit, sich zu einem späteren Zeitpunkt erneut um Zulassung zum Referendariat zu bewerben.
Vier Jahre nach Ablegung der ersten Staatsprüfung prüft die Regierung, ob der Vorbereitungsdienst fortgesetzt werden kann. Ansonsten gibt es keine Fristen; wenden Sie sich auf jeden Fall an das zuständige Regierungspräsidium.




Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 19.10.2011 | 20:01

Sehr geehrter Herr Hermes,

vielen Dank für Ihre Antwort.
Sie schreiben "Ebenfalls können Sie entlassen werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt."
in Frage 1 im obrigen Text wollte ich wissen, WELCHE wichtigen Gründe es sein dürfen? Leider werden diese in der RPO II 2007 nicht genannt, daher eben die Frage.

Sie schreiben zu Frage 2: "Vier Jahre nach Ablegung der ersten Staatsprüfung prüft die Regierung, ob der Vorbereitungsdienst fortgesetzt werden kann. Ansonsten gibt es keine Fristen"

Diese Antwort ist meiner Meinung nach so nicht korrekt!
Vergleichen Sie hierzu bitte RP0 II 2007, § 7 Abs. 3 "wenn während einer solchen Zeitspanne wegen häufiger Erkrankungen eine geregelte Ausbildung nicht möglich war oder dies bereits vor ihrem Ablauf festzustellen ist; der Anspruch auf Fortsetzung der Ausbildung binnen vier Jahren und der Prüfungsanspruch gehen, ungeachtet der Nummer 2, durch diese Entlassung nicht verloren"
bedeutet: wenn ich aus gesundheitlichen Gründen abbreche, kann ich ungeachtet der 1. Staatsexamensregel innerhalb von 4 Jahren die Ausbildung fortsetzen - interpretiere ich das richtig?
Vergleichen Sie ebenso RPO II 2007 § 10 Abs. 1 "Bei einer Unterbrechung der Ausbildung von mehr als vier Jahren gilt § 2 Abs. 3 bis 5 entsprechend und mit der Maßgabe, dass geprüft wird, ob die Kenntnisse und Fähigkeiten für die erfolgreiche Fortsetzung des Vorbereitungsdienstes noch vorhanden sind."

Also die Frage ist eben: Geht es um die 4 Jahre nach dem 1. Staatsexamen (in diesem Zeitraum muss man den Vorbereitungsdienst nämlich beginnen, ohne dass ein Kolloquium erfolgt) - oder geht es an dieser Stelle um die 4 Jahre nach Abbruch der Ausbildung - so interpretiere ich das hier, das wäre ein Unterschied.

Vielen Dank nochmal
für Ihre Antwort!



Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 19.10.2011 | 20:27

Der wichtige Grund ist ein auslegungsbedürftiger Begriff und ist im Zusammenhang mit den anderen Gründen für die Entlassung zu betrachten, also dauerhafte Erkrankung. Als wichtiger Grund wäre zB eine andere faktische Nichtbeendigung des Vorbereitungsdienstes zb wenn Sie in Haft gehen müssten.
§ 7 III interpretieren Sie richtig.

Bewertung des Fragestellers 19.10.2011 | 19:49

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