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Reduzierung der vertraglich vereinbarten Wohnfläche bei einem Werkvertrag

23.03.2015 13:46 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Carsten Neumann


Zusammenfassung: Baut der Bauträger nur das Haus, während das Baugrundstück von einem Dritten gekauft wird, dann haftet für eine vertragswidrige Minderung der Wohnfläche nur der Bauträger. Die Höhe der Minderung des Hauspreises bestimmt sich nach § 638 Abs. 3 BGB und ist, soweit erforderlich, zu schätzen.

Per Werkvertrag habe ich ein Haus mit 140 qm Wohnfläche gekauft (explizit im Vertrag so beschrieben. Das Grundstück wurde vom Bauträger vermittelt, aber von fremden Dritten erworben.
Der gestellte Bauantrag wurde zurück gewiesen, da die bebaute Fläche zu groß wäre. Das gesamte Gebäude ist daher zu verkleinern, dadurch wird die Wohnfläche um 9,5 % reduziert.

Steht mir eine Minderung des Kaufpreises zu?
Bei ja, in welchem prozentualem müsste sich dies bewegen?

Danke

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie können gegenüber dem Bauträger die Vergütung für das Haus mindern, nicht aber den Kaufpreis für das Grundstück, da Sie das Grundstück separat von einem Dritten erwerben, der Ihnen das Grundstück mit der vollen Fläche übereignet und für die Hausgröße nicht gewährleistungspflichtig ist. Für letzteres ist nur der Bauträger gewährleistungspflichtig.

Die Höhe der Minderung bestimmt sich nach § 638 Abs. 3 BGB:

Bei der Minderung ist die Vergütung in dem Verhältnis herabzusetzen, in welchem zur Zeit des Vertragsabschlusses der Wert des Werkes (= Hauses) in mangelfreiem Zustand (= volle, vertraglich vereinbarte Fläche) zu dem wirklichen Wert (= tatsächlich gelieferte Fläche) gestanden haben würde. Die Minderung ist, soweit erforderlich, durch Schätzung zu ermitteln.

Ich empfehle Ihnen, ein Sachverständigengutachten über die Wertminderung durch die verminderte Fläche einzuholen, dessen Kosten Ihnen der Bauträger als Schadenersatz zu erstatten hat (§ 634 Nr. 4 BGB). Man kann nämlich nicht ohne weiteres davon ausgehen, dass eine Verringerung der Wohnfläche um 9,5% automatisch auch den Hauswert insgesamt um genau 9,5% mindert.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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