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Reduzierung der 3 Jahre in Deutschland nach Heirat

18.11.2009 12:15 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Maximilian A. Müller


Ich habe Jan.95 in Deutschland geheiratet, meine Frau war derzeit Sprachstudentin und schon 2 Jahre in Deutschland. Dez.95 sind wir nach Korea umgezogen, wo ich seither fuer ein renomiertes Deutsches Unternehmen als Ingenieur taetig bin.
Meine Frau ist Koreanerin, unsere Kinder und Ich sind Deutsche, keine Mehrstaatigkeit.
Frage: Wuerde ein Antrag auf Einbuergerung meiner Frau unter diesen Umstaenden Aussicht auf Erfolg haben?

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich auf der Grundlage Ihrer Schilderung wie folgt beantworten kann.

1.
Die Voraussetzung einer EInbürgerung sind im STAG geregelt. Maßgeblich für die gewünschte Einbürgerung sind hierbei insbesondere § 8 und § 9 des STAG.

Die Voraussetzungen des § 8 STAG sind hierbei zwingend einzuhalten. Hierzu gehört, dass der einzubürgernde Ausländer seinen regelmäßigen gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hat. Es ist daher grundsätzlich nicht möglich, die Einbürgerung zu beantragen, wenn Sie gemeinsam mit Ihrer Familie in Korea wohnen. Eine Einbürgerung kommt erst dann in Betracht, wenn Sie wieder nach Deutschland verziehen.


2.
Weiterhin müssen die Anforderungen des § 9 STAG eingehalten werden. Demnach muss gewährleistet sein, dass Ihre Ehefrau sich in die deutschen Lebensverhältnisse einordnen kann und über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügt.

Die Frage, ob eine Einordnung in die deutschen Lebensverhältnisse erfolgen kann, ist letztlich in jedem Einzelfall zu entscheiden, so dass eine genaue Abwägunge der für und wider sprechenden Gründe vorzunehmen ist.

Als Richtlinie für die Entscheidung sind Verwaltungsvorschriften erlassen worden, an denen sich die Behörden orientieren sollen. Hiernach ist grundsätzlich ein Aufenthalt in Deutschland von 3 Jahren notwendig. Hiervon kann abgewichen werden, wenn der Ehegatte im Ausland bei einem internationalen Großkonzern tätig war und dies auch deutschen INteresse diente. In diesem Fall kann áuf das Erfordernis des dreijährigen Aufenthaltes verzichtet werden.


3.
Anhand Ihrer Schilderung gehe ich daher davon aus, dass ein dreijähriger AUfenthalt in Deutschland im Falle Ihrer Ehefrau nicht Voraussetzung für die EInbürgerung ist. Dies bedeutet jedoch nicht, dass auf einen Aufenthalt vollständig verzichtet werden kann, da das Gesetz eine gewisse Einordnung in die deutschen Lebensverhältnisse verlangt.

Ich gehe daher davon aus, dass derzeit die Aussichten, bereits jetzt eine Einbürgerung mit Erfolg zu beantragen, eher gering sind, solange nicht zuvor eine gewisse Aufenthaltsdauer in Deutschland erreicht wurde.

Bitte haben SIe Verständnis dafür, dass eine abschließende Stellungnahme erst nach Kentnnis der maßgeblichen Verwaltungsakte gegeben werden kann. Ich hoffe jedoch dennoch, Ihnen mit diesern Ausführungen einen ersten Überblick über die Rechtslage gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne für etwaige Nachfragen oder auch persönlich zur Verfügung.


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