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Reduzierung Kindesunterhalt bei Arbeitslosigkeit

27.10.2010 09:22 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Ich habe ein Kind, (8 Jahre alt) welches bei der Mutter lebt und für das ich nicht das Sorgerecht habe. Die Mutter ist mittlerweile mit jemandem verheiratet und ich auch. Bisher bin ich allen Unterhaltsverpflichtungen nachgekommen, so wie sie gemäß der Düsseldorfer Tabelle festgelegt sind. Ich habe nun ein Jahr ALG 1 bezogen, jetzt bekomme ich gar nichts mehr. Auch während des Bezuges des ALG habe ich den Unterhalt in gleicher Höhe wie vorher weiterbezahlt. In den letzten Jahren waren dies monatlich 430 €.

Da derzeit nun über keine Einkünfte verfüge, möchte ich wissen, welche Möglichkeiten ich habe, diese Zahlungen für die Dauer meiner Arbeitslosigkeit auszusetzen oder zumindest zu reduzieren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Herabsetzung der Unterhaltsverpflichtung können sie zum einen dadurch erreichen, dass Sie, wenn dieses möglich sein sollte, mit der Kindesmutter eine Herabsetzung gemessen an Ihrer jetzigen Situation vereinbaren.

Sollte es über die Unterhaltsverpflichtung einen Titel geben, sollte und muss eine solche Vereinbarung schriftlich dokumentiert werden.

Kann eine einvernehmliche Regelung nicht erzielt werden, bleibt Ihnen, wenn ein Unterhaltstitel besteht, nur die gerichtliche Abänderung.

Diese ist mit den wesentlichen Änderungen der Einkommenssituation zu begründen. Die Verschlechterung der Einkommenssituation kann dargelegt werden.

Das große Problem ist aber Ihre gesteigerte Unterhaltspflicht gegenüber dem minderjährigen Kind. Das bedeutet, dass Sie sich umfangreich um eine Erwerbstätigkeit bemühen müssen, was auch nachzuweisen ist.

Sie können auch übergangsweise auf berufsfremde Tätigkeiten verwiesen werden. Nur wenn es Ihnen trotz Nachweis dieser Bemühung nicht möglich war, eine Erwerbstätigkeit zu finden, wird eine Abänderung erfolgversprechend sein können.

Individuell ist in Ihrem Fall auch das Einkommen Ihrer jetzigen Frau zu berücksichtigen sein.

Dieses wird zwar nicht für die Berechnung des Kindesunterhaltes herangezogen. Wenn das Einkommen aber so hoch sein sollte, dass damit auch ohne weiteres der Ihnen zustehende Familienunterhalt gedeckt werden kann, wird dieses Auswirkungen auf den Ihnen zustehenden Selbstbehalt haben.

Sie sollten hier unbedingt eine individuelle Berechnung und Gesamtbeurteilung durchführen lassen, wobei neben Ihren Erwerbsbemühungen zumindest auch mögliches Einkommen Ihrer Frau in die Bewertung einzubeziehen ist.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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