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Rechtssicherer Nachweis einer Bonitätsanfrage

09.07.2018 14:23 |
Preis: 40,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer


Zusammenfassung: Es geht um Beweisregeln im Straf- und/oder Zivilprozess.

Sehr gehrte Damen und Herren,

ich bin Zahnarzt und lasse die Patientenrechnungen wie die meisten meiner Kollegen mittels eines in Süddeutschland sehr verbreitetem Factoring-Unternehmens erstellen. Das Unternehmen bietet vorab eine Ankaufs- und Ausfallschutzgarantie für 6 Monate, nachdem eine Bonitätsanfrage mit der voraussichtlichen Rechnungshöhe gestellt wird. Diese sind dann im Kundenportal vermerkt mit dem Zeitpunkt des Ablaufs der 6 Monate.
Nun habe ich eine sehr umfangreiche chirurgische und prothetische Sanierung abgeschlossen; das Factoring Unternehmen kauft jedoch die Forderung nicht auf, verweist auf ein "hartes negatives Bonitätsmerkmal" und will von einer Bonitätsanfrage füre die Ankaufsgarantie nichts mehr wissen; die Bestätigung der Anfrage ist auch im Kundenportal nicht mehr abrufbar, daher gehe ich davon aus, dass der Rechnungsbetrag verloren ist und ich keinerlei Handhabe / Beweis gegenüber dem Factoring-Unternehmen habe.
Selbstverständlich werde ich micht jetzt nach einem alternativen Factoring-Unternehmen umschauen, möchte aber dieses Risiko natürlich in Zukunft aber ausschließen: Wie kann ich die gestellte und bewilligte Ankaufsgarantie absolut rechtssicher nachweisen? Reicht ein Screenshot? Reicht (neben mir) eine Zeugin (die Abrechnungshelferin in diesem Fall)? Ist ein Foto des Bildschirms im RAW Format besser als ein Screenshot? Evtl. ist ein kurzes Video fälschungssicherer?
Ich gehe davon aus, wenn das nochmal passieren sollte, wird auch die Gegenseite "Beweise" präsentieren, noch dazu wo es sich um klassischen Betrug handelt mit entsprechenden Strafen; da müssen dann meine "wasserdichter" sein. Ich hoffe nicht, dass dieser Vorgang zum normalen Geschäftsgebaren der Factoring-Unternehmen gehört (es fällt ja nicht weiter auf, wenn das bei jedem Arzt nur 1x in 15 oder mehr Jahren vorkommt), möchte dieses Risiko in Zukunft aber nicht mehr eingehen.

Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung meiner Frage!

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Gerne zu Ihrem Fall,

da Sie selbst von einen „klassischen Betrug" mutmaßen, kann es angezeigt sein, mittels einer Anzeige gegen Unbekannt die Staatsanwaltschaft mit ins Boot zu holen. Die kann Beweismittel sichten, also ggf. Dateien sichern oder gelöschte wieder herstellen lassen, ggf. auch mittelbar oder direkt bei Dritten, sofern diese durch den Löschungsvorgang selbst tatverdächtig wären.

Ansonsten gelten die klassischen Beweisregeln des sog. Strengbeweises UND des Freibeweises, so dass neben dem Zeugnis Ihrer Angestellten auch ein Screenshot oder ein Foto im RAW-Format sowohl im Straf(ermittlungs)verfahren, als auch in einem nachfolgenden Zivilprozess zielführend sein kann, wie das ja auch in sog. Abmahnprozessen wahrzunehmen ist.

Allerdings sollten Sie wegen der Komplexität des Falls und der ggf. auch bestehenden Risiken einer Gegenanzeige eine Strafanzeige tunlichst durch einen versierten Strafverteidiger formulieren bzw. stellen lassen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


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