Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
478.718
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Rechtsschutzversicherung lehnt Deckung ab


| 19.06.2017 18:54 |
Preis: 25,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Brigitte Draudt



Rechtsanwalt beging im Oktober 2013 einen Beratungsfehler. Zu dieser Zeit bestand eine Rechtsschutzversicherung. Im Februar 2014 hat die Rechtsschutzversicherung dem Mandanten außerordentlich gekündigt, da er diese zwei Mal in Anspruch genommen hatte. Rechtsanwalt wurde auf seinen Fehler hingewiesen, bestritt diesen aber vehement. Die Begleichung seiner Reisekosten hat der Mandant daher abgelehnt. Jetzt im Juni 2017 stellt der Rechtsanwalt seine Kostennote nach Abschluß des Verfahrens und möchte die durch ihn verursachten Kosten erstattet haben. Ohne seinen Fehler wären diese Kosten nicht entstanden. Es soll gegen den Anwalt vorgegangen werden. Rechtsschutzversicherung lehnt Deckung ab. Zu Recht?

Der selbe Rechtsanwalt ist in einer Mietangelegenheit ohne Auftrag tätig geworden. Zu diesem Zeitpunkt bestand die Rechtsschutzversicherung nicht mehr. Trotzdem hat er ohne Auftrag mit der Rechtsschutzversicherung abgerechnet. Diese hat tatsächlich 50 % der Kosten übernommen. Die restlichen 50 % möchte der Anwalt nun vom Mandanten haben. Zusätzlich noch Geld für das Tätigwerden mit der Rechtsschutzversicherung. Anwalt hatte weder Vollmacht noch Auftrag. Es soll auch in dieser Angelegenheit gegen den Anwalt vorgegangen werden. Rechtsschutzversicherung lehnt Deckung ab. Zu Recht?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Fragestellerin,

Ich beantworte Ihre Anfrage gerne wie folgt:

Es kommt immer auf den jeweiligen Vertrag an, den man mit der Rechtsschutzversicherung geschlossen hat. Die Versicherung prüft zwei Dinge: einmal, ob Sie das in Frage kommende Rechtsgebiete versichert haben, hier Schadensersatz- Recht; zum anderen prüft sie auch summarisch die Erfolgsaussichten einer Klage.

Sie sollten daher zunächst anhand Ihrers Versicherungsvertrages prüfen, ob Sie Schadensersatzrecht versichert haben. Es kann auch die Rede von ' Allgemeinem Zivilrecht ' sein.

Wenn das der Fall ist , sollten Sie bei der Versicherung nach einer genauen Begründung für die Ablehnung fragen, und zwar schriftlich. Vorher können Sie auch die Versicherung anrufen. Oftmals lassen sich hier im Vorfeld Missverständnisse ausräumen.

Ich erlaube mir noch den Hinweis, dass hier offenbar sowohl die Versicherung als auch der Anwalt vom Vorliegen eines Auftrages ausgegangen sind. Im Falle eines Haftpflichtfalles gegen den Anwalt müssen Sie den Nachweis eines anwaltlichen Fehlers beweisen.

Ich hoffe Ihnen im Rahmen dieses Dienstes, der einer ersten Orientierung dienen soll, weiter geholfen zu haben.

Nutzen Sie ggf. Die Nachfrage- Funktion .

Draudt Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 20.06.2017 | 10:33

Der Mandant war für die in Frage kommenden Rechtsgebiete versichert. Die Rechtsschutzversicherung lehnt die Deckung ab, da sie argumentiert, dass zum Zeitpunkt der Kostennote (05/2017) die Rechtsschutzversicherung nicht mehr bestand. Mandant denkt jedoch, dass der Zeitpunkt des Beratungsfehlers (2013) maßgeblich ist. Zu diesem Zeitpunkt bestand die Rechtsschutz. Bei der Mietangelegenheit bestand nachweislich kein Auftrag und keine Vollmacht. Es bestand ebenfalls kein rechtliches Interesse des Mandanten am Tätigwerden des Anwaltes. Es erfolgte keine Absprache. Zum Zeitpunkt des Tätigwerdens des Anwaltes (11/2015) bestand die Rechtsschutzversicherung nicht mehr. Es geht es nun hauptsächlich darum, welcher Zeitpunkt maßgeblich für die Deckung ist. Zeitpunkt des Beratungsfehlers oder Zeitpunkt der Kostennote? Wie verhält es sich bei dem Dauerschuldverhältnis Mietvertrag?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.06.2017 | 11:13

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich beantworte Ihre Nachfrage gerne wie folgt:

Es kommt auch hier nochmals auf Ihren Vertrag und die zu Grunde liegenden Bedingungen an.

Für den Fall fehlerhafter Widerrufsbelehrungen hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass nicht die fehlerhafte Belehrung beim Abschluss einer Lebensversicherung entscheidend ist. Erst mit Weigerung der Lebensversicherung, das Widerrufsrecht anzuerkennen, liege der Versicherungsfall vor (Urteil vom 24. April 2013, Az. IV ZR 23/12).

Darauf hin haben Versicherungen in ihren
Verträgen eine Klausel ergänzt, der zufolge der erste Versicherungsfall entscheidend ist, wenn mehrere davon ursächlich für den Anspruch auf Rechtsschutz sind. Das bedeutet, falls der erste Anlass für den Rechtsstreit vor Versicherungsbeginn oder in der Wartezeit liegt, kann die Versicherung sich weigern, zu zahlen.

Nähere Angaben sind ohne Kenntnis der Bedingungen leider nicht möglich. Sehen Sie in Ihre Bedingungen, rufen Sie an, verlangen Sie eine schriftliche Begründung.

Mit freundlichen Grüßen

Draudt Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 20.06.2017 | 11:50


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Leider wurden meine Fragen nicht beantwortet. Ich bin so schlau wie zuvor. "
FRAGESTELLER 20.06.2017 3,6/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59764 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
3,2/5,0
Hilfreiche Antwort, die etwas ausführlicher hätte sein können. ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
klar und schnell - jederzeit wieder!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Frage wurde sehr verständlich zu 100% beantwortet. Dankeschön! ...
FRAGESTELLER