Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Rechtshilfeersuchen


17.07.2006 11:59 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ein deutscher Polizist, der in der hiesigen Polizeistation ansässig ist, hat mich mit einen Rechtshilfeersuchen aus der Schweiz aufgesucht. Er hat allerdings nur meinen Sohn angetroffen. Er zeigte meinem Sohn ein Polizeifoto aus der Schweiz, aus dem hervorgeht, dass ich vermutlich ca 1,1 Sekunden nach Umschaltung der Ampel auf rot (in der Schweiz) eine Ampel überfuhr. Allerdings ist das Bild recht schlecht. Mein Sohn ist aber der Meinung, dass ich das wahrscheinlich bin.
Mein Sohn wies den Polizisten daraufhin, dass er von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch macht, da er seinen Vater nicht zu beschuldigen braucht und außerdem sowieso nur gegenüber der Staatsanwaltschaft zur Aussage verpflichtet sein.

Der Polizist teilt meinem Sohn daraufhin mit, dass ich um 13.30 Uhr bei der Polizeistation zur Identitätsfeststellung erscheinen solle, wozu ich auch verpflichtet sei. Ansonsten werden der den Fall an die Schweizer Behörden zurückgeben mit dem Hinweis macht keine Angaben. Für den Rotlichtverstoß ist eine Buße von CHF 250,00 vorgesehen (das wird sich wahrscheinlich aber noch um Verwaltungsgebühren erhöhen).

Fragen:

1. Bin ich verpflichtet beim Polizeiposten zu erscheinen?
2. Sofern ich alles zugebe, kann ich zusätzlich auch in Deutschland noch bestraft werden (hier kann man ja dafür noch ein Fahrverbot kassieren)?
3. Was kann passieren wenn ich nicht erscheine bzw. erscheine und aufgrund des schlechten Bilds alles bestreite?
17.07.2006 | 12:51

Antwort

von


192 Bewertungen
Unnaer Str. 3
58636 Iserlohn
Tel: 02371/13000
Tel: 0172/5256958
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrter Fragesteller,

grundsätzlich sind Sie nicht verpflichtet, auf dem Polizeiposten vorstellig zu werden. Dies wäre anders, wenn die Staatsanwaltschaft dies angeordnet hätte. So liegt der Sachverhalt aber nicht.

Eine Bestrafung nach deutschem Recht scheidet aus, da der Verstoß in der Schweiz begangen wurde und somit ausschließlich Schweizer Recht Anwendung findet.

Ihnen ist also zu raten, nicht bei der Polizei zu erscheinen und die Rückgabe der Akte in die Schweiz zu bewirken. Dies bereits aus dem Grunde, da die Gefahr besteht, dass der Beamte sie erkennt und eine entsprechende Mitteilung an die Schweizer Behörden tätigt.

In wie weit die dortigen Behörden die Ordnungswidrigkeitenanzeige weiter verfolgen, wenn keine weiteren Informationen aus Deutschland kommen kann von hieraus nicht abgeschätzt werden. Erkennt Sie der Beamte jedoch, und das kann ach bei einem schlechten Bild passieren, dann wird jedenfalls ein Schweizer Bußgeldbescheid zu erwarten sein.

Ich hoffe Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion gerne zur Vefügung.

Mit freundlichen Grüßen


Marc N. Wandt
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

192 Bewertungen

Unnaer Str. 3
58636 Iserlohn
Tel: 02371/13000
Tel: 0172/5256958
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Straßenverkehrsrecht, Mietrecht, Vertragsrecht, Internationales Recht, Fachanwalt Strafrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER