Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
503.259
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Rechtsanwaltsgebühren für Streitigkeit mit Krankenkasse

11.01.2013 10:54 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


In 2009 haben meine Frau und ich und mit unserer Krankenkasse über Kostenübernahmen zu einer kostspieligen Behandlung gestritten. Da wir nicht weiter kamen und unsicher waren, haben wir einen Anwalt hinzugezogen. Dieser machte uns große Hoffnungen und hat dann in 2009 einige Schreiben mit der Krankenkasse hin- und hergeschickt. Letztlich zog sich die Krankenkasse aber wieder auf einen uns bereits unterbreiteten (also vor dem Einschalten des Anwalts) Vergleichsvorschlag zurück. Angesichts der fortgeschrittenen Zeit und den mittlerweile pessimistischen Aussagen des Anwalts haben wir dann Ende 2010 den Vergleichsvorschlag angenommen. Mit der Rechtsberatung waren wir nicht sonderlich glücklich und zufrieden. Daher haben wir vermutlich auch nicht nach der Rechnung gefragt, auch wenn uns klar war, dass eine Leistung erbraacht wurde.

Ende 2012 erhielten wir dann ohne jegliche Rechnung einen Mahnbescheid vom Anwalt über seine ca. 2400€-Abrechnung zzgl. Kosten. Wir legten Widerspruch ein, da wir nie eine Rechnung gesehen hatten, also gar nicht die Chance hatten, diese zu prüfen oder ohne die Mahnverfahrenskosten zu begleichen. Darauf schriftlich hingewiesen schickte der Anwalt uns dann jetzt in 2013 seine Rechnung mit der Aufforderung, diese und auch die Kosten des Mahnverfahrens zu begleichen.

Nun unsere Frage(n):
-müssen wir die Kosten des Mahnverfahrens tragen, ohne je eine Rechnung erhalten zu haben?
-wie sieht es bzgl. der Verjährung aus, verjährt auch eine Teilleistung? Die letzten 'Handlungen' hat der Anwalt sicher in 2010 durchgeführt, das wäre ja dann vermutlich nicht verjährt, wie sieht es jedoch mit den wesentlichen Leistungen aus 2009 aus?

Vielen Dank und viele Grüße

Guten Tag,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Grundlage der von Ihnen dazu mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Für die Frage der Verjährung ist maßgebend, wann der Anspruch auf Zahlung des Honorars fällig geworden ist.
Gemäß § 8 RVG wird die Vergütung fällig, wenn der Auftrag erledigt oder die Angelegenheit beendet ist.

Diese Beendigung der Angelegenheit ist nach Ihren Ausführungen erst in 2010 geschehen, so dass Ansprüche des Anwaltes noch nicht verjährt sind.

Teilleistungen innerhalb des selben Mandates unterliegen keiner gesonderten Verjährung.


In der Sache selber sollten Sie nach Erhalt der Rechnung diese prüfen lassen und dann den Rechnungsbetrag in berechtigter Höhe überweisen. Hinsichtlich der Kosten halten Sie den Widerspruch aufrecht und verteidigen sich im evt. folgenden Streitverfahren mit § 93 ZPO.

Der jetzt vom Anwalt vorgeschlagenen Vorgehensweise, Zahlung sämtlicher Beträge, sollten Sie nicht zustimmen.


Mit freundlichen Grüßen

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 64990 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Die Antwort kam schnell und absolut verständlich. Ich bin sehr zufrieden! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Kurze und prägnante Antwort, die nachvollziehbar ist, auch hinsichtlich der weiteren Schritte. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr schnelle Antwort, auch auf unsere Rückfrage. Herr Bohle ist ganz konkret auf unsere Fragestellungen eingegangen. Nach der Rückfrage waren die Antworten für uns verständlich und haben uns sehr geholfen. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER