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Rechtsanwaltsgebühren bei mehreren Anwälten

| 31.03.2016 15:31 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Mit einer Rechtsanwaltskanzlei, bestehend aus 2 Anwälten ("Anwalt 1" und "Anwalt 2"), hatte ich in einer familienrechtlichen Angelegenheit eine Honorarvereinbarung geschlossen. Diese beginnt mit den Worten: "In der Sache ... habe ich die Rechtsanwälte der Kanzlei Anwalt 1, Anwalt 2 & Kollegen zu meinen Vertretern bestellt."

Für die außergerichtliche Tätigkeit wurde eine Gebühr nach Stunden, für die gerichtliche Tätigkeit die gesetzlichen Gebühren nach RVG vereinbart.

Mit Schrecken habe ich dann § 6 RVG gefunden: "Ist der Auftrag mehreren Rechtsanwälten zur gemeinschaftlichen Erledigung übertragen, erhält jeder Rechtsanwalt für seine Tätigkeit die volle Vergütung."

Daraufhin habe ich Anwalt 1 nach den Anwaltskosten im Fall eines gerichtlichen Vergleichs gefragt. Als Antwort erhalte ich den ausweichenden Hinweis: "... Unsere außergerichtliche Tätigkeit ist damit abgerechnet. Von da ab machen wir die gesetzlichen Gebühren nach RVG geltend. Der Klarheit halber teilen wir mit, dass mit diesen Kosten auch die Tätigkeit von Anwalt 2 abgegolten ist."

Im Termin kam es dann zu einem Vergleich, anwesend waren Anwalt 1 UND Anwalt 2.

FRAGE: Muss ich gemäß § 6 RVG die Anwaltsgebühren doppelt bezahlen???

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Ihr Auftrag gilt im Zweifel der Kanzlei insgesamt. Daher müssen Sie die RVG-Gebühren nur einfach bezahlen. § 6 RVG gilt nicht für Kanzleien mit mehreren Anwälten, sondern für die ausdrückliche Beauftragung mehrerer Kanzleien.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 31.03.2016 | 17:00

Vielen Dank für Ihre Einschätzung, die sich auch mit der meinen deckt.

Können Sie mir ein Urteil oder einen Kommentar nennen, aus dem sich dies ergibt? Oder handelt es sich nur um eine subjektive Einschätzung Ihrerseits?

Vielen Dank im Voraus für eine Substantiierung.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.03.2016 | 17:18

Sehr geehrter Ratsuchender,

ein Urteil dazu gibt es meines Wissens leider nicht, jedoch ist das herrschende Meinung in den mir bekannten Büchern/Blogs zu dem Thema. Anstelle vieler sei auf "Rechtsanwaltsvergütung" von Jungbauer, C.F.Müller Verlag von 2015 verwiesen.

Knackpunkt ist, dass Ihr Vertrag mit der Sozietät besteht.

Mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 31.03.2016 | 17:31

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