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Rechtsanwaltsgebühren

18.09.2012 12:46 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Mein Bruder hatte seiner Tochter geschrieben, dass er ihr während ihres Studiums nun 300,00 € Unterhalt zahlen würde, beginnend am September 2012. Zunächst hatte er zu Beginn des Studiums 500 € gezahlt.

Die Tochter hat sich darauf hin einen RA genommen. Dieser hat meinen Bruder angeschrieben und ihn zur Auskunft aufgefordert.
Mein Bruder gab Auskunft und hat erst 325 €, dann 350 € und nun 375 € Unterhalt angeboten.
Der Anwalt errechnete rund 460 € und bot dann 400,00 € an.
Strittig war, ob der Tochter Fahrten zum Studium angerechnet werden könnten. Mein Bruder meinte nein.

Nun hat der RA das Angebot meines Bruders mit 375,00 € angenommen.
Gleichzeitig erfolgte jetzt eine Rechnung des RA an meinen Bruder über eine 1,3 Geschäftsgebühr und eine 1,5 EInigungsgebühr aus einem Wert von 4500 €.
Der Anwalt schrieb, dass mein Bruder seine RAkosten tragen müsste. Er habe durch seine Aussage und sein Verhalten, der Unterhaltsreduzierung, für seine Tochter die Notwendigkeit der rechtlichen Beratung geschaffen. Er sei Unterhaltspflichtig und seine Tochter bedürftig.

Ist das richtig. Muss mein Bruder die Kosten des gegnerischen RA zahlen, obwohl der Unterhalt außergerichtlich geregelt wurde? Die TOchter hätte meinen Bruder auch ansprechen können.
Ich dachte im Familiensachen muss jeder seinen Anwalt selbst zahlen?

Danke

Sehr geehrte Ratsuchende,


in Familiensachen muss nicht jeder seinen Rechtsanwalt selbst zahlen; das verwechseln Sie wahrscheinlich mit arbeitsrechtlichen Mandaten (in gewissen Teilbereichen).


Aber Ihr Bruder muss den Rechtsanwalt nur dann zahlen, wenn er mit seinen Zahlungen in Verzug gewesen ist. Dieses ist der Fall, wenn VOR den Schreiben des Rechtsanwaltes folgende Voraussetzungen vorgelegen haben:

Nichtleistung;
Fälligkeit;
Mahnung (sofern nicht ausnahmsweise entbehrlich);
Verschulden.


Sofern es keinen Zahlungstitel oder eine sonstige Vereinbarung gegeben hat, wonach Ihr Bruder jeweils bis zu einem bestimmten Zeitpunkt einen bestimmten Betrag hätte zahlen müssen, wird es dann nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung an der Mahnung fehlen:


Ist dann, wie hier, erst das erste Schreiben des Rechtsanwaltes als Mahung anzusehen, würde erst dann der Verzug durch dieses Anwaltschreiben eintreten.

Das aber hat zur Folge, dass Ihr Bruder dann bis zu dem Zeitpunkt nicht in verzug ist und die Kosten dann nicht zu tragen hätte.


Ihr Bruder sollte also nach dieses Kriterien prüfen (lassen), ob er schon vor dem Anwaltsschreiben in Verzug gewesen ist.

War er es, wird er zahlen müssen.
War er es nicht, wird er auch nicht zahlen müssen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php

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