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Rechtsanwaltkosten


30.05.2005 20:12 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Aufgrund einer "Schneelawine" von unserem Hausdach wurde gemäß eines Anwaltschreibens der Wagen seiner Mandantin ( unserer Nachbarin )beschädigt. Ein Gutachten der Werkstatt lag dem Schreiben bei. Der Schaden -einschließlich der Kosten für einen Leihwagen für 1 Woche - wurde mit 4.300 EUR beziffert.
Wir meldeten den Schaden unserer Versicherung. Nachdem 3 Tage später erneut ein Schreiben des Anwaltes einging, schalteten wir
einen Anwalt ein, unsere Interessen zu vertreten.

Nachdem die Versicherung einen Schadenersatz ablehnte, wurden wir erneut vom gegnerischen Anwalt aufgefordert, die Rechnung selbst zu begleichen. Unser Anwalt deutete in seinem Schreiben die Möglichkeit an, dass ggf. gar kein Schaden durch "unsere Schneelawine" entstanden sei, da keine entsprechenden Fotos vorliegen. Zu einer Klageerhebung ist es nicht gekommen.

Unsere Frage: Unser Anwalt stellte uns 530 EUR in Rechnung.

Können wir von der Nachbarin die Erstattung der Kosten
verlangen. Bezugnehmend auf welchen Paragraphen oder welche Regelung ?

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen








30.05.2005 | 20:46

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller, sehr geehrte Fragestellerin,

Zunächst vielen Dank für Ihre Anfrage. Generell gibt es leider keinen allgemeinen Anspruch, der dazu führen würde, dass sie bei ungerechtfertigter Rechtsverfolgung stets einen Schadensersatzanspruch haben. Anders wäre dies nur, wenn eine vertragliche Sonderverbindung bestünde, die ich hier nicht erkennen kann.

Allerdings ist in Ihrem Fall ein Ersatzanspruch nicht ausgeschlossen. Voraussetzung wäre dann aber, dass Sie nachweisen können, dass der sich als Unfallgegner gerierende Dritte in betrügerischer Absicht oder mit besonderer Schädigungsabsicht gehandelt hat. Dann wäre die Anspruchsgrundlage für einen entsprechenden Schadensersatzanspruch in den §§ 823 Abs. II BGB i. V. m. § 263 StGB zu finden beziehungsweise in § 826 BGB, der eine vorsätzliche und sittenwidrige Schädigung voraussetzt.

Möglicherweise kann ein Anspruch auch auf § 823 Abs. II BGB in Verbindung mit dem nachbarrechtlichen Gemeinschaftsverhältnis gestützt werden. Dabei handelt es sich aber um einen wahren Exoten, den wenige Gerichte wirklich als Anspruchsgrundlage anerkennen. Dies ist eher eine regional zu entscheidende Frage und kann von einem Anwalt vor Ort sicherlich am besten beantwortet werden.

Die Beantwortung Ihrer Frage hängt zusammengefasst also entscheidend von der Motivation und den wahren Hintergründen in Bezug auf die „Lawinenproblematik“ ab. Wurde der Schaden des Nachbarn tatsächlich durch Umstände veranlasst, die ihn glauben lassen konnten, einen Anspruch gegen sie zu haben, gäbe es im Zweifel leider keine Handhabe. Sollten Sie aber von einer „betrügerischen“ Absicht ausgehen, sollten Sie vor der zivilrechtlichen Geltendmachung durchaus erwägen, Strafanzeige zu erstatten, da dann quasi kostenlos eine Vorprüfung von insoweit schwierigen Beweisfragen stattfände.

Mehr lässt sich im Rahmen der hier vorzunehmenden summarischen Prüfung leider nicht sagen.

Ich hoffe, ich habe Ihnen etwas weitergeholfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Hellmann
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

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