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Rechtsanwalt verklagen

28.06.2010 21:12 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von


11:36

Meine Firma hat lange Zeit mit dem Rechtsanwalt X zusammengearbeitet, der Freund von meinem Exmann war. Er hat von uns die meisten Arbeitsgericht- und Debitorenklagen gekriegt. Vor zwei Jahren verklagte mich (als Geschäftsführerin) der Insolvenzverwalter meines Mannes, dass ich meinem Mann zu wenig Gehalt zahle. (Verschleierung? ich weiß nicht mehr wie es formuliert wurde). Die Anklage war in Namen meines Mannes (vertreten durch sein Insolvenzverwalter) gegen meine Firma gestellt. Dann merke ich, dass mein Anwalt die ganzen Informationen nur von meinem Mann sammelt, meine Bemerkungen nicht wahrnimmt. Ich habe es einmal gesagt, zweimal gesagt, dann erinnere ich diesen Anwalt wegen vertraulicher Info schon schriftlich – keine Reaktion. Ich mache einen Termin und vordere ihn schon offiziell, dass die ganze Info nicht mehr in der Sauna mit meinem Mann besprechen werden dürfen, sondern nur vertraulich mit mir. Und Anwalt schickt Gerichtspost weiter nicht an mich, sondern an meinen Mann adressiert. Den Streitwert ist über 30tausend gesetzt, der Mann fordert von mir Gehaltserhöhung, erpresst mich, dass ich ihn nicht kündigen kann, weil er in dem Fall gegen mich beim Gericht aussagt - also die ganze Sache ist ernst für mich. In dieser Situation beschließe ich den RA zu wechseln, und bei dem nächsten Vergleich (psychisch erschöpft) zahle ein drittel der Beklagten Summe, um nur das ganze Terror zu beenden und meinen Mann „endlich" kündigen zu können. Dann verklagt mich mein Mann, dass ich ihm in meinen geschäftlichen Räumen seine Veranstaltungen weiterführen verbitte. RA X vertritt im Gericht Interesse meines Mannes. An die Anmerkung, dass er so einfach sein Platz in Gerichtssaal nicht wechseln kann, mal mich vertreten, mal gegen mich zu sitzen – lügt RA X dem Richter, dass er keine meinen Prozesse weiterführt. Nach paar Tagen schickt RA X einen Brief mit Mandatniederlegung in anderem parallellaufenden Verfahren rückwärts datiert mit Behauptung „wenig Info zur Verfügung zu haben" - also, die Sache an halbem Weg abgebrochen. Was kann man tun? Es ist wirklich schwer zu beweisen, dass dein Anwalt dir Schaden macht. Jetzt noch schlimmer, er vertritt meinen Mann in seinem Kündigungswiderspruchprozess und stellt gleichzeitig mir die Rechnungen für Debitorenverfahren in dem gleichen Monat. man kann viel ertragen.. aber
1. Rechtschutzversicherung weigert die Kosten für zweiten beauftragten RA zu übernehmen. Und es ist ein großen Betrag.
2. Obengenanten RA X hindert den Einigungsvergleich zw. mir und Exmann. (Exmann akzeptiert mein Vorschlag mündlich, am nächsten Tag spricht mit RA und sagt „nein"). RA schreibt seine Klagen, ohne ihm dass lesen zu geben. Es ist kein einziger Namen von Mitarbeiter in dem Klageschreiben korrekt geschrieben - mein Mann weiß natürlich wie seine ehemaligen Kollegen hießen. Mein Exmann ist Alkoholiker, natürlich beeinflussbar und RA kassiert sein Geld in unendlichen Prozessen gegen mich.

Kann ich gegen solches Anwaltverhalten etwas unternehmen? Ich kann diesen rechtlich-psychischen Terror nicht mehr ertragen. Wenn ich RA X an Parteiverrat im ersten Verfahren verklage, darf er für meinen Mann weitere Klagen gegen mich führen? Wo finde ich einen passenden Anwalt dafür? Wir solche Klage von der Versicherung übernommen?
Danke im Voraus,
Schmidt

28.06.2010 | 21:28

Antwort

von


(30)
Am Winterhafen 3a
28217 Bremen
Tel: +49 421 4089 80 0
Web: http://www.mwd-beratung.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn ein Rechtsanwalt widerstreitende Interessen vertritt - in Ihrem Falle also sowohl für, als auch gegen Sie tätig ist- begeht er Parteiverrat.

Dieser ist gem. § 356 StGB strafbar.

Der Gesetzestext lautet:
§ 356 StGB
(1) Ein Anwalt oder ein anderer Rechtsbeistand, welcher bei den ihm in dieser Eigenschaft anvertrauten Angelegenheiten in derselben Rechtssache beiden Parteien durch Rat oder Beistand pflichtwidrig dient, wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

Bitte bechten Sie, dass die Tatbestandsvoraussetzungen nur dann vorliegen, wenn ein Anwalt in derselben Rechtssache tätig ist.

Ob dies in Ihrem Fall tatsächlich zu bejahen ist, lässt sich anhand Ihrer Angaben nicht beurteilen.

Selbstverständlich haben Sie die Möglichkeit, sich bei der für den Kollegen zuständigen Rechtsanwaltskammer zu beschwerden und/oder Strafanzeige zu erstatten. Gegebenenfalls könnten darüber hinaus zivilrechtliche Ansprüche gegen den Anwalt bestehen.


Rechtsanwalt Florian Würzburg

Rückfrage vom Fragesteller 28.06.2010 | 23:52

Im Moment ist der Anwalt natürlich nicht in den selben Rechtsache tätig. Kündigung hat wenig mit meinen Debitoren zu tun. Aber sein Mandat habe ich ihm im Herbst entzogen (aufgrund der Parteiverrat mit meinem Mann, deren Interesse er jetzt bei Kündigungwiderruff vertritt). Damals habe ich ihn offiziel nicht verkalgt. Ihm wurde logischerweise alle Firmeninfo gegeben, die er jetzt gegen mich anwendet. Er lügt im Gerichtssaal ohne weitere Konsequenzen. Jetzt besteht die Frage, wenn ich Parteiverratklage nachhaltig mache, darf RA X auch weitere Prozesse gegen mich künftig führen oder wird es ihm verboten. Weil meine Ziel besteht nicht darin, weitere Prozesse zu eröffnen, (dafür bin ich zu erschöpft), sondern ihn zu hindern mir weitere Schaden zuzufügen. Kann Anwaltskammer ihn darin hindern oder muss es unbedingt ein Strafverfahren geben?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 29.06.2010 | 11:36

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Nachfrage kann ich anhand der Sachverhaltsangaben nicht abschließend beantworten.

Sollte sich der Kollege standeswidrig verhalten haben, ist die Rechtsanwaltskammer für Sie die derzeit richtige Anlaufstelle.

Weitere Informationen können Sie dort erhalten.

ANTWORT VON

(30)

Am Winterhafen 3a
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