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Rechtsanwalt Vollmacht entziehen?

01.09.2010 05:57 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


14:59
Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Mann und ich haben vor einiger Zeit die Scheidung bei einem Online Scheidungsanwalt beantragt. Der Scheidungsantrag wurde mir online zugesandt, wie er an das jeweilige Familiengericht geschickt worden sei. Am gleichen Tag des Stellens des Scheidungsantrages hatte ich Rücksprache mit dem Anwalt bezgl. einer Änderung hinsichtlich Versorgungsausgleich. Wir hatten zuerst beantragt, dass dieser durchzuführen sei, dann wurde ich jedoch vom Anwalt beraten, dass es angeblich ein neues Gesetz gäbe, bei dem Gerichte auch bei längerer Ehe zumindest einen Vergleich vor Gericht zulassen und hatte darum gebeten, dass das Gericht entsprechend informiert wird. Normalerweise kenne ich das so, dass der Mandant bei jedem Schriftwechsel durch den Anwalt informiert wird und eine Abschrift erhält, die mir auch mehrfach tel. zugesagt wurde, ich bisher aber nie erhalten habe. Zudem wurde mir, da auf der Hompepage des Anwalts angegeben, die Stellung eines RA vor Gericht für meinen Mann für einen bestimmten Betrag zugesagt, damit dieser bezgl. Unterhaltsverzicht bei Scheidungstermin und genau dieser Versorgungsausgleichfrage vertreten wird. Auch diese Zusage habe ich bis heute vom Anwalt nicht erhalten. Antworten auf meine E-Mails erhalte ich nicht, bei tel. Rücksprache, die erfolgte bisher zumindest, wurde mir immer zugesagt, mir die noch fehlenden Dokumente und Bestätigungen zukommen zu lassen. Da dies nun bisher nie erfolgte, mache ich mir doch Gedanken über die Seriösität des Anwaltes, der auf seiner Homepage mit dem TÜV Zertifikat und anderen ausgezeichnet worden sein soll und Fachanwalt für Familienrecht sein soll und möchte ihm am liebsten die Vollmacht entziehen.

Meine Frage:

Welche Kosten darf der Anwalt bei Entzug der Vollmaht in Rechnung stellen. Ich gehe doch stark davon aus, dass hier nicht der Gegenstandswert zugrunde gelegt wird, denn 1500 Euro RA-Kosten wäre meines Erachtens doch etwas viel dafür, dass er nur den Scheidungsantrag eingereicht hat und mir aber sonst nie irgendwelche Schreiben, die er an das Gericht geschickt haben soll (so wie vereinbart) oder mir die Bestätigungen, die ich als Sicherheit schriftlich haben wollte, zugesandt hatte. Es geht mir in diesem Fall einfach darum, dass ich es unseriös finde, mir keine Abschriften zukommen zu lassen, damit ich hundertprozentig davon ausgehen kann, dass die besprochenen geänderten Sachverhalte auch dem Gericht zugekommen sind. Bisher wurde meinem Kenntnisstand lediglich der Scheidungsantrag an das Gericht gesandt, ein Aktenzeichen ist mir noch nicht zugegangen und mein Mann hat bisher auch kein Schreiben des Gerichts erhalten.

Vielen Dank für Ihre Ausführungen.
01.09.2010 | 06:45

Antwort

von


(257)
Ludwig-Thoma-Strasse 47
85232 Unterbachern
Tel: 08131/3339361
Web: http://www.rechtsanwaeltin-altmann.de
E-Mail:
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Sehr geehrte Fragestellerin,

hiermit nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen unter Berücksichtigung des dargestellten Sachverhaltes wie folgt Stellung:

Grundsätzlich fällt bei Ihrem Rechtsanwalt eine 1,3 fache Verfahrensgebühr an, deren Wert ich nicht beziffern kann, da diese sich nach dem Gegenstandwert richtet, der mir nicht bekannt ist. Bezüglich der Gebührennote in Höhe von EUR 1.500,00 kann ich keine rechtliche Beurteilung abgeben, weil ich nicht weiß welche Gebühren hierbei berechnet wurden. Gerne können Sie diese Information im Rahmen der Nachfragefunktion ergänzen, damit ich hierzu Stellung nehmen kann.

Selbstverständlich erhalten Mandanten in der Regel Abschriften und Informationen über den Verfahrensstand. Ob dieses Versäumnis in Ihrem Fall dazu berechtigt einen neuen Anwalt zu beauftragen und im Gegenzug einen Wegfall der Gebühren begründet, vermag ich ohne detaillierte Kenntnisse, insbesondere der Zeiträume nicht zu beurteilen. Eine TÜV – Zertifizierung eines Rechtsanwalts ist mir nicht bekannt, möglicherweise bezieht sich dies auf die Buchhaltung o. ä. Im Übrigen können Sie eine Beschwerde bei der zuständigen Rechtsanwaltskammer einlegen.

Wenn Sie mit Ihrem Rechtsanwalt unzufrieden sind, dann versuchen Sie mit ihm eine Vereinbarung dahingehend zu treffen, dass er für seine bisherige Tätigkeit – sofern er schon tätig geworden ist – jedenfalls eine geringe Gebühr erhebt. Vorab rate ich bei Gericht anzufragen, ob bereits ein entsprechender Schriftsatz dort eingegangen ist. Bei größeren Gerichten kann dies durchaus einige Zeit dauern, bis eine entsprechende Mitteilung versandt wird. Die Zustellung an die Gegenseite sollte aber spätestens binnen drei bis vier Wochen erfolgen. Sollten Sie diesbezüglich meine Hilfe benötigen, dann können Sie sich gerne mit mir unter der oben angegeben Kontaktanschrift in Verbindung setzen.

Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Einblick in die Rechtslage verschafft haben zu können und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 01.09.2010 | 11:35

Guten Tag, der Gegenstandswert liegt lt. Anwalt bei 9207 Euro. Daraus ergibt sich bei einer einvernehmlichen Scheidung inkl 30 Prozent Nachlass lt. Anwältin eine Vergütung für die Anwältin von ca. 1500 Euro. Ich habe mit der Anwältin bereits am 20.8.2010 verabredet, dass das dem Gericht nun doch mitgeteilt werden soll, dass wir beide auf einen Versorgungsausgleich verzichten, was sie dem Gericht auch mitgeteilt hat. Hierzu fehlt mir aber die Kopie an das Gericht, die ich bis heute trotz mehrfacher Rücksprache mit ihr nicht erhalten habe, sie meinte aber in bereits 3 geführten Telefonaten, sie würde mir die Unterlegen zusenden. Auf E-Mails hinsichtlich der Kosten für einen Zweitanwalt in Höhe von 150 Euro für meinen Mann wg. Unterhaltsverzicht vor Gericht habe ich bisher auch keine Bestätigung erhalten. Bitte verstehen Sie mich, dass wir in allen Punkten einfach nur eine Bestätigung erhalten möchten, u sicher zu gehen, dass wir am Ende nicht doch einen Zweitanwalt bezahlen müssen. Fest steht: Mir werden immer wieder mündliche Zusagen gemacht, die ich schriftlich nicht erhalte. Und das finde ich unseriös. Kann ich die Vollmacht entziehen und wenn ja, das war meine Frage, wieviel kann der Anwalt verlangen? Für ein Schreiben an das Gericht (Scheidungsantrag) und einem Nachtrag, der mir als Kopie nie zugegangen ist und unbestätigte E-Mails sind das doch nicht etwa 1500 Euro, oder?
Vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.09.2010 | 14:59

Sehr geehrte Fragestellerin,

hiermit nehme ich zu Ihrer Nachfrage wie folgt Stellung:

Vorausgesetzt der Streitwert wurde richtig berechnet, vermute ich, dass eine 1,3fache Verfahrens – UND eine 1,2fache Terminsgebühr bereits in Ansatz gebracht wurde. Die Verfahrensgebühr wäre angefallen, wenn der Rechtsanwalt tatsächlich bereits einen Scheidungsantrag gestellt hätte. Dies rate ich bei Gericht zu überprüfen. Wenn Sie das Mandat dann beenden und einen anderen Rechtsanwalt beauftragen, fällt diese Gebühr (EUR 631,80 netto) erneut an. Hinsichtlich des „Zweitanwalts" rate ich, sich selbst darum zu bemühen bzw. Ihr Gatte sollte sich einen Kollegen suchen und vorab die Höhe der Gebühr vereinbaren.

Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben können und verbleibe
mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin


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