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Rechtsanwalt MA in einem Unternehmen

20.12.2006 18:00 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Darf ein RA der bei einem Unternehmen Arbeitet nebenbei noch als RA arbeiten und Mandanten vertretten? Darf dieser RA auch für das Unternehmen Gerichtsverhandlungen führen ohne als RA aufzutreten? Gibt es möglichkeiten ggf. Gegen dieses Verhalen vorzugehen und wenn ja welche bzw welche wäre die beste?

Vielen Dank!

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die berufsrechtlichen Pflichten eines Anwalts ergeben sich aus der Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO).

Diese steht einer Tätigkeit eines Anwalts für ein Unternehmen nicht entgegen (sog. Syndikusanwalt). Berufsrechtlich ist auch nichts dagegen einzuwenden, wenn dieser Anwalt nebenher auch eigene Mandate bearbeitet.

Allerdings darf ein Syndikusanwalt gem. § 46 BRAO ihren Arbeitgeber - sofern Anwaltszwang besteht - nicht vor Gericht oder vor einem Schiedsgericht anwaltlich vertreten. Eine Vertretung des Unternehmens durch einen dort angestellten Anwalt vor Gerichten ohne Anwaltszwang ist auch durch Syndikusanwälte jederzeit möglich.


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt




--
Rechtsanwalt A. Schwartmann
Gleueler Str. 249 D-50935 Köln
Tel: (0221) 355 9205 / Fax: (0221) 355 9206 / Mobil: (0170) 380 5395
Sipgate: (0221) 355 333915 / Skype: schwartmann50733
www.rechtsanwalt-schwartmann.de
www.online-rechtsauskunft.net
www.online-akteneinsicht.net
www.mietrecht-in-koeln.de
www.net-scheidungen.de

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Nachfrage vom Fragesteller 20.12.2006 | 18:28

Sehr geehrter Herr Schwartmann,

bitte erlauben Sie mir eine Nachfrage.

Unter § 46 (1) steht „Der Rechtsanwalt darf für einen Auftraggeber, dem er aufgrund eines ständigen Dienst- oder ähnlichen Beschäftigungsverhältnisses seine Arbeitszeit und -kraft zur Verfügung stellen muß, vor Gerichten oder Schiedsgerichten nicht in seiner Eigenschaft als Rechtsanwalt tätig werden.“

Ich meinem Fall vertritt ein Rechtsanwalt ein Unternehmen (bei dem er Angestellt ist) bei einer Kündigungsschutzklage vor Gericht ohne als RA aufzuteten auch in dem vorhergehenden Schriftverkehr ist nicht zu entnehmen, dass er RA ist. Ist das so Rechtens?

Vielen Dank für Ihrer Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.12.2006 | 11:39

Ja, denn er tritt ja auch nicht als Rechtsanwalt auf - also genau so, wie es § 46 BRAO verlangt.

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