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Rechtsanwalt Honorarrechnung


| 12.11.2007 08:16 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin
Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

ich konsultierte nach einigen Empfehlungen einen Rechtsanwalt. Tatsache ist: Ich in im Versicherungsbereich tätig, und habe mit einem Versicherungsmakler eine Vertriebsvereinbarung getroffen, der Rückführung diverser Stornos geltend macht, wobei Stornoreserve, verdiente Provisionen, sowie eine Gesamtabrechnung usw. nicht nachvollziehbar sind, soll heißen, diese liegen nicht vor,und von diesem Versicherungsmakler Klage eingereicht wurde.( incl Vertragsstrafe).
Mein Anwalt wurde bei meinem ersten Gespräch eindringlich darauf hingewiesen, daß ich derzeit nach langer Krankheit(davon 3 Monate Krankenhaus) und 15 Operationen keine Zahlung an Ihn leisten kann und alleinig auf PKH angewiesen bin. Dass es einen Beratungsschein bei Bedürftigkeit gibt, wußte ich nicht und wurde auch nicht darauf hingewiesen. Ebenfalls verlangte der Anwalt keinerlei Unterschrift(en) von mir. Auch keine Vollmacht für die Vertretung.

Nun, nachdem ein Verhandlungstermin vor dem LG angesetzt wurde hat er " kalte Füße gekriegt", und mit Datum vom 9.11.07 erhielt ich eine Honorarrechnung für eine Verfahrungsgebühr in Höhe von 735,80 und eine Terminsgebühr von 679,20 nach RVG. Gesamtbetrag incl. Märchensteuer und diversen Auslagen 1.707,65 €.

Zu bemerken ist noch, daß über die PKH noch nicht enschieden wurde, und der Kläger in keinem Fall den Anspruch beweisen kann.

Frage: Ist diese Vorgehensweise normal, und hat Ihr Kollege den Anspruch auf diese Vergütung, obwohl er von mir keinerlei Unterschrift hat,auch keine Vollmacht und muß er die Entscheidung über die PKH nicht doch noch abzuwarten. Ansonsten sind für mich ca. 12.000,00 € verloren, da ja bekanntlich beim LG Anwaltszwang besteht, und ich mich selbst nicht verteidigen darf.
Hat ein nachgereichter Beratungsschein noch Sinn, und ist das auch "machbar".?
Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Antwort, da ich bis jetzt mit Ihren Antworten "höchst zufieden war". Bite entschuldigen Sie den niedrigen Einsatz, mir geht es finanziell und gesundheitlich aufgrund der lanngwierigen Krankheit nicht gut.
Mit freundlichen Grüßen
J.L.
PS: Mein Konto weist grundsätzlich Deckung auf, wie immmer!

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Sehr geehrter Ratsuchender,


einen Vorschuss zu verlangen, ist normal und auch nicht zu beanstanden. Da der Auftrag auch mündlich erfolgen kann und der Anwalt tätig geworden ist, kommt es auf die fehlende Unterschrift nicht an.


Hier liegt es aber deshalb etwas anders, da der Anwalt offenbar von Anfang an Kenntnis über die Bedürftigkeit hatte, so dass er Sie über Beratungs- und Prozesskostenhilfe hätte aufklären müssen - macht er dieses nicht, macht er sich schadensersatzpflichtig.

Den Beratungshilfeschein nachzureichen, bringt nur insoweit etwas, als außergerichtliche Gebühren dann nicht anfallen. Für das Verfahren vor dem LG kommt es allein auf die Entscheidung der PKH an - daher sollten Sie hier mit dem Anwalt reden, dass zunächst die PKH-Entscheidung abgewartet werden sollte.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle


Nachfrage vom Fragesteller 12.11.2007 | 08:47

Guten Morgen Frau Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle,

das war ja Ultra-Mega-Schnell, vielen Dank.
Gestatten Sie mir noch eine Frage: Muß der RA die Entscheidung der PKH abwarten, oder kann er die Weiterführung des Mandats so einfach beenden, und was passiert dann, kann ich dann mit einem anderen RA von vorne anfangen, ggf. mit Beratungsschein.

Beeinhaltet die Verfahrensgebühr und Terminsgebühr keine außergerichtliche Leistung?.

Ich wünsche Ihnen einen schönen und erfolgreichen Tag.
Mit freundlichen Grüßen
J.L.
PS: Ich hoffe Sie wohnen hier nicht bei uns in Bayern, das Wetter ist hier scheußlich. Brrrrrrrr........

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.11.2007 | 08:55

Sehr geehrter Ratsuchender,

time is money :-)

Der Anwalt kann nicht zur "Unzeit" kündigen, auch dann macht er sich schadensersatzpflichtig und müsste die Kosten des neuen Anwaltes tragen.

Der Beratungshifeschein gilt nur für das außergerichtliche Vorverfahren, wird also bei einem Anwaltswechsel nichts bringen, wenn es um das LG-Verfahren geht.


Auf die Verfahrensgebühr sind nach Vorb. 3 RVG die außergerichtlichen Zahlungen teilweise anzurechen, so dass der Beratungshilfeschein dem jetzigen, alten Anwalt vorgelegt werden sollte - diese Gebühr würde sich dann reduzieren.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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