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Rechtsanwalt Forderung nach 4 Jahren?


25.11.2010 13:42 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Ich habe für meinen Sohn im Jahre 2006 einen RA genommen da er strafrechtlich vertreten werden musste. Wir haben 580 € gezahlt. Jetzt im November 2010 kam eine Auforderung das noch offene Forderungen in Höhe von 2100€ an die Kanzlei zu entrichten sei. Muß ich die Forderung nach 4 Jahren bezahlen. Gibt es hier eine Verjährungsfrist?
Für eine Antwort vielen Dank .


Sehr geehrter Rechtsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Grundsätzlich unterliegt der Honoraranspruch eines Rechtsanwalts der regelmäßigen Verjährung gem. §§ 195, 199 BGB. Nach § 199 Abs. 1 beginnt die Verjährungsfrist zu laufen mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger Kenntnis hiervon hat.

Nach Ihren Angaben wurde der Rechtsanwalt im Jahr 2006 beauftragt, sodass ich davon ausgehe, dass in diesem Jahr der Honoraranspruch entstanden ist. Von der Kenntnis des Rechtsanwalt hiervon kann ebenfalls ohne weiteres ausgegangen werden. Damit begann die Verjährungsfrist am 01.01.2007 zu laufen und endete mit Ablauf des 31.12.2009.

Demnach wäre die Forderung verjährt und Ihr Sohn könnte sich hierauf berufen.

Anders sieht es allerdings aus, wenn erst im Jahr 2007 der Auftrag erledigt bzw. die Angelegenheit beendet war. Denn erst dann war der Vergütungsanspruch fällig, also entstanden. Dies hätte zur Folge, dass die Verjährungsfrist erst ab dem 01.01.2008 zu laufen begonnen hätte und erst mit Ende des 31.12.2010 ablaufen würde. Die Forderung wäre in diesem Fall nicht verjährt und Ihr Sohn müsste sogar damit rechnen, dass der Anwalt zur Vermeidung der Verjährung einen Mahnbescheid beantragen wird.

Insoweit wird Ihr Sohn versuchen müssen, nachzuvollziehen, wann der Rechtsanwalt die Tätigkeit beendet hatte. Davon ist abhängig, ob die Forderung verjährt ist. In jedem Fall ist die Verjährung nur zu berücksichtigen, wenn Ihr Sohn sich hierauf beruft. Dies gilt vor allem auch in einem Rechtsstreit, das Gericht prüft bzw. berücksichtigt dies nicht von Amts wegen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen weiterhelfen.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den vorstehenden Ausführungen um eine erste Einschätzung aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts handelt, die eine persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt nach umfassender Sachverhaltsaufklärung nicht ersetzen kann. Durch Auslassen oder Hinzufügen von Tatsachen Ihrerseits kann sich die rechtliche Bewertung ändern.

Bei Unklarheiten können Sie gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch machen.

Mit freundlichen Grüßen

Chris Koppenhöfer
(Rechtsanwalt)


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