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Rechtsanspruch Erbteil

| 22.01.2014 01:23 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


17:13

Zusammenfassung: Der Vorerbe kann ohne Zustimmung des Nacherben nichts aus dem Nachlaß verschenken, insbesondere auch keinen Grundbesitz. Darüber hinaus hängt es von den testamentarischen Anordnungen ab, inwieweit der Vorerbe ohne Zustimmung des Nacherben über den Nachlaß verfügen darf.

Im Oktober 2013 verstarb mein Patenonkel, der Bruder meiner Mutter. Er war in 2. Ehe elf Jahre mit seiner Frau, welche nur 1 Jahr älter ist als ich, verheiratet. Diese hat eine Tochter aus einer vorigen Beziehung. Heute erfuhr ich durch meine Mutter, dass mein Onkel seiner Frau alles vererbt hat. Nach ihrem Ableben sollen mein Bruder und ich die Hälfte des Vermögens erhalten. Ich möchte verhindern, dass die Frau meines Onkels in der Zwischenzeit das Vermögen verschenkt oder anderseitig verbraucht. Ist es für mich möglich einen Anteil bereits jetzt anzufordern? Es ist mir bekannt, dass einige Eigentumswohnungen, Landbesitz und ein Haus vorhanden sind.

Abschliessend möchte ich erwähnen, dass ich über mehrere Jahre die Mutter meines verstorbenen Onkels, also meine Grossmutter betreut und in meinem Haus aufgenommen hatte, bis zu ihrem Tod - ohne jegliche finanzielle Unterstützung. Ebenso war ich die ganzen Jahre im engen Kontakt zu meinem Onkel und seiner ersten Frau.

Für eine kompetente Auskunft der Rechtslage, bzw. Vorschläge des weiteren Vorgehen, bedanke ich mich im voraus.
22.01.2014 | 02:13

Antwort

von


(503)
Reinhäuser Landstraße 80
37083 Göttingen
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Ein Pflichtteilsrecht nach Ihrem Onkel haben Sie nicht, so daß Sie einen Pflichtteil nicht fordern können. Im übrigen kommt es auf das Testament Ihres Onkels an.

Wenn Ihr Onkel seine Ehefrau als Vorerbin, und Ihren Bruder und Sie als Nacherben eingesetzt hat, kann die Ehefrau ohne Ihre Zustimmung nichts aus dem Nachlaß verschenken, insbesondere auch keinen Grundbesitz. Darüber hinaus hängt es von den testamentarischen Anordnungen ab, inwieweit die Ehefrau ohne Ihre Zustimmung über den Nachlaß verfügen darf.

Das Testament wird Ihnen im Wege des nachlaßgerichtlichen Testamentseröffnungsverfahrens bekanntgegeben werden, wenn Sie dort als Nacherben oder sonst Begünstigte eingesetzt sind.

Sie sollten sich zunächst Gewißheit über den genauen Inhalt des Testaments verschaffen.

Als Nacherben können Sie auf jeden Fall von der Vorerbin die Erstellung eines (notariellen) Nachlaßverzeichnisses und die Feststellung des Zustandes der Erbschaft verlangen. Einen aktuellen, unmittelbaren Anspruch auf einen Anteil vom Erbe haben Sie allerdings nicht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Vasel, Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 24.01.2014 | 03:14

Sehr geehrter Herr Vasel

Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort, welche mir sehr weitergeholfen hat.

Zur Konkretisierung noch eine abschliessende Frage:
Im Testament steht konkret:

§1: Wir setzen uns gegenseitig, also der Erststerbende den Überlebenden, zu alleinigen und unbeschränkten Erben ein.
§2: Schlusserben beim Tod des Überlebenden von uns und Erben von uns beiden im Falle unseres gleichzeitigen Versterben sind: (Personen namentlich genannt).

Ist es mit dieser Formulierung "alleinigen und unbeschränkten Erben" ebenfalls gewährleistet, dass das Erbe (Grundbesitz, Immobilien) weder verschenkt noch verkauft werden darf?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.01.2014 | 17:13

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

wenn sich aus dem Testament nicht an anderer Stelle noch etwas Gegenteiliges ergeben sollte, sind die von Ihnen zitierten Klauseln so auszulegen, daß die Ehefrau Ihres Onkels als sog. Vollerbin leider so gut wie keinen Beschränkungen unterliegt. Insbesondere darf sie auch ohne Ihre Zustimmung Gegenstände aus dem Nachlaß verschenken. Nach dem Schlußerbfall, also dem Tod Ihrer „Stieftante", können Sie von den Beschenkten zwar Herausgabe fordern, jedoch nur, wenn diese noch um das Geschenkte bereichert sind. Gegen einen sonstigen Verbrauch des Vermögens können Sie nichts unternehmen.

Sicher ist lediglich Ihre Erbeinsetzung als Schlußerbe nach Ihrer Stieftante. Diese könnte nur widerrufen werden, wenn Sie sich schwerer Verfehlungen schuldig machen, die eine Pflichtteilsentziehung rechtfertigen würden (§§ 2271, 2294, 2333 BGB). Der im Schlußerbfall noch vorhandene Umfang des Nachlasses ist aber leider ungewiß.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 24.01.2014 | 03:17

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 24.01.2014
5/5,0

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Vielen Dank Herr Vasel


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