Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Rechtliche Wege bei Mobbing


15.11.2006 22:14 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



In unserem Fall handelt es sich um Mobbing am Arbeitsplatz durch eine Kollegin.
Mein Mann ist seit ca. 20 Jahren in einer Bundesbehörde im öffentlichen Dienst tätig, wobei es nie irgendwelche Probleme gab, da mein Mann (56 Jahre) vom Wesen her ruhig und zurückhaltend ist.
Vor ca. 9 Monaten kam in sein Arbeitszimmer eine neue etwa gleichaltrige sehr dominante Kollegin.
In den ersten 6 Monaten herrschte zwischen der Kollegin und meinem Mann ein sachliches kollegiales Verhältnis ohne jegliche Vorkommnisse.
Als vor ca. 2 Monaten diese Kollegin aus einer mehrwöchigen Krankheit zurückkehrte, machte sie plötzlich meinem Mann aus unerklärlichen Gründen täglich Vorschriften und Vorwürfe. (Die Fliege an der Wand schien zu stören.)
Beispiele: - machte er das Licht an, machte sie es aus
- machte er das Fenster auf, machte sie es zu
- hörte er leise Radiomusik, störte sie das
- machte er das Radio aus, weil es sie störte, machte
sie ihr Radio in voller Lautstärke an

Das ganze nahm an Boshaftigkeit wöchentlich zu.
Zuerst "stank" sein Frühstück und er durfte nicht mehr im Arbeitszimmer essen, später stank die Seite des Arbeitszimmers, wo er sitzt, und neuerdings "stinkt" er selbst, weil er sich angeblich nicht wäscht.
Diese Äußerungen verbreitet die Kollegin auch im Kollegenkreis und hat bereits mit einer befreundeten Kollegin den Schreibtisch meines Mannes durchsucht, was auch immer sie dort gesucht hat. Eine dritte Kollegin hat den Vorfall meinem Mann wiederum erzählt.
Des weiteren will sie ihren Vater auf meinen Mann hetzen, da er angeblich "ins Irrenhaus gehört".

Zwei bereits geführte Gespräche mit Vorgesetzten haben lediglich ergeben, daß alle Arbeitsplätze besetzt wären, eine räumliche Trennung deshalb nicht ginge und "man sich eben zusammenraufen müsse".

Da mein Mann äußerst sensibel ist, ist er dieser Belastung nicht mehr gewachsen und hat vor jedem Arbeitstag Angst. Vorerst hat er sich ein paar Tage krankschreiben lassen, was das Problem aber nicht löst.

Nun die Frage an Sie:
Welche rechtlichen (und anderen) Möglichkeiten gibt es, dieser
Person beizukommen, da in der Behörde das Problem in seinen Ausmaßen offenbar nicht erkannt wird. Was raten Sie meinem Mann?

Für eine hilfreiche Antwort wären wir sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Herr, sehr geehrte Dame,

auf Grundlage der geschilderten Details erlaube ich mir, Ihre Frage wie nachfolgend summarisch zu beantworten. Bitte beachten Sie, dass bedingungsgemäß eine Erstberatung geboten wird, die eine genaue und abschließende weiterführende Beratung nicht ersetzt!

Es gibt hier natürlich einige rechtliche Möglichkeiten, die aber natürlich in ihrer Konsequenz auch gegangen werden müssen. Das ist naturgemäß schwierig, sollte aber unbedingt versucht werden.
Sie könnten Strafanzeige erstatten, da hier ersichtlich Straftaten wie Beleidigungen, üble Nachreden bis hin ggf. zur Nötigung vorliegen. Da außerdem auch Zeugen vorhanden sind, sollten zivilrechtliche Schritte erwogen werden (Unterlassungsklage). Persönlichkeitsverletzungen wie vorliegend müssen nicht hingenommen werden.

Dann könnte sich Ihr Gatte an den Dienstherren wenden, der aus seiner Fürsorgepflicht heraus gehalten ist, dem Mobbing abzuhelfen. Außerdem könnte man sich an den Personalrat wenden. Notfalls(!) wäre auch an einen Versetzungsantrag zu denken.
Sie sehen also, wenn auch im Rahmen dieses Forums mit der gebotenen Kürze, dass durchaus Instrumentarien bestehen, mit der unliebsamen Kollegin fertig zu werden.

Angesichts der bedauerlichen gesundheitlichen Probleme Ihres Gatten, wäre ratsam hierüber mal in Ruhe das Gespräch mit dem Dienstherrn zu suchen und ihm den Ernst der Lage klar vor Augen zu führen. Sollte dies scheitern, wären ernstere Maßnahmen gegen die Kollegin sowie gerichtliche Schritte denkbar. Denn Mobbing ist vom Arbeitgeber zu unterbinden!

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung. Für eine weitere Vertretung schreiben Sie mich bitte ausschließlich über die untenstehende email an, ich rufe dann gerne zurück!

Hochachtungsvoll

Rechtsanwalt Hinrichs

rahinrichs@gmx.de
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER