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Rechtliche Einschätzung --- Undeutliches Angebot oder richtiges Angebot?

| 03.09.2013 00:58 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


02:06

Zusammenfassung: Willenserklärungen sind nach Treu und Glauben unter Berücksichtigung der Verkehrssitte auszulegen (§ 133 BGB). Wer über den Inhalt seiner Willenserklärung irrt, kann diese wegen Irrtums anfechten. Er muss aber unter Umständen Schadensersatz leisten (§§ 119, 122 BGB).

Sehr geehrte Damen und Herren Rechtsanwälte,

ich habe eine Frage bezüglich ihrer Einschätzung zu einem rechtlichen Fall und bitte um Auskunft der nachfolgenden Frage:

Ich habe auf einer Plattform eine Auktion gewonnen. Endpreis war hier 4.49 Euro + 4,20 Euro Portokosten.

Details zur Beschreibung des Angebotes:

Überschrift : Dt. Missionskiloware, 1,000 kg viele Neuheiten 2013 enthalten.

Artikelbeschreibung: ( Hier wichtig der erste Satz)

Dt. Missionskiloware 1,000 kg etwas ältere Ware, aber überwiegend €uro-Marken enthalten. Viele aus 2012 + 2013 enthalten.

Leider, wie heute in fast jeder Kiloware, nur wenig Zuschlagmarken gesehen. Dafür

aber viele SM. und höhere Wertstufen.

Beste Ware mit manchmal großen Abschnitten, ca. 5-15 % Anteil ausländischer Marken möglich ! Machmal viele doppelte Abschnitte.Viele Marken sorgen für einen tollen Sortierspaß. Lohnende Ware, die immer knapper wird, da die Auflagezahlen sinken !

Sehr sortenreiche Ware, nicht nur die selbstklebenden enthalten !

Beispielfoto !

Wir wiegen immer aus verschieden Eingängen ab, damit Sie recht sortenreiche Ware erhalten ! Die Qualität der Eingänge ist immer etwas unterschiedlich. Diese

Kiloware lohnt sich immer, was viele zufriedene Dauerbesteller beweisen

Nun meine Frage(n) zum Thema:

Ich bin bei dem Ersteigern der Auktion davon ausgegangen, dass es sich um 1000 Kg Briefmarken handelt. Der Artikel wurde fristgerecht bezahlt, der VK hat 1 Kilogramm geliefert. Nun habe ich einen Fall gemeldet bei Ebay, der VK hat mitgeteilt, es handle sich hier um 1,000 Kilogramm also 1 Kilogramm. Ich habe ihn aufgefordert, mir die restlichen 999 Kilogramm zu liefern. Dies verneint er.

Bin ich im Recht? Oder der VK? Kann die Zahl 1,000 Kilogramm als 1 Kilogramm gewertet werden? Oder als 1000 Kilogramm? Wenn ich eine Auktion einstelle schreibe ich 1 Kg, bei zum Beispiel Eins, Fünf Kilogramm dann 1,5 Kg. Aber nicht 1,000Kg oder 1,500 Kg.

Was denken sie? Macht ein Prozess Sinn? Wenn ja wäre der Wert bei 4,49 Euro je Kilogramm also insgesamt 1000x 4,49 Euro anzusetzen? Also Schadenersatz bei Nixchterfüllung von 4490 Euro

Ich bitte um Auskunft? Hätten sie Interesse ggf. den Auftrag zu übernehmen? Leider kann ich nur den geringsten Einsatz ausloben, da mir mehr Geld nicht zur Verfügung steht.

Danke








03.09.2013 | 01:42

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Das Tausender-Trennzeichen „," (Komma) ist im angelsächsischen Bereich gebräuchlich, in Deutschland, Österreich und Frankreich wird der „." (Punkt) als Tausender-Trennzeichen verwendet, in der Schweiz der „’" (Apostroph).

Wenn Sie die Briefmarken – wie ich mangels anderen Anhalts annehme – auf einer deutschsprachigen Plattform ersteigert haben, hätten Sie die Erklärung, es würden „1,000 kg" versteigert, nach Treu und Glauben unter Berücksichtigung der Verkehrssitte (vgl. § 133 BGB) so verstehen müssen, daß 1 kg versteigert würde.

Falls Sie irrtümlich angenommen haben, es würden 1000 kg versteigert, könnten Sie zwar gem. § 119 BGB Ihre Willenserklärung anfechten, d. h. praktisch Ihr Gebot zurückziehen. Eine solche Anfechtung müßte unverzüglich erfolgen.

Allerdings wären Sie in diesem Fall verpflichtet, dem Versteigerer den Schaden zu ersetzen, der ihm dadurch entstanden ist, daß er auf die Wirksamkeit Ihrer Willenserklärung vertraute (§ 122 BGB). Praktisch bedeutet dies, daß Sie die Marken auf Ihre Kosten zurücksenden müßten und der Versteigerer die für den Versand an Sie aufgewandten Kosten behalten dürfte.

Keinesfalls können Sie vom Versteigerer weitere 999 kg verlangen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Vasel, Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 03.09.2013 | 01:50

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Vasel,

vielen Dank für ihre Antwort. Wie hoch wäre ein Prozessrisiko finanziell mit Einschaltung eines Anwaltes? Und wie viel Prozent an einer Möglichkeit würden sie geben, dass ein Gericht für mich entscheidet?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.09.2013 | 02:06

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

wie Sie meiner Antwort entnehmen können, sehe ich keine Chance , daß Sie einen Anspruch auf Lieferung weiterer Briefmarken oder auf Schadensersatz wegen Nichterfüllung vor Gericht durchsetzen können. Ein Prozeß hat deshalb keinen Sinn, die Frage nach dem finanziellen Prozeßrisiko erübrigt sich daher.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 18.09.2013 | 23:21

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"Die Frage wurde kurz und knapp beantwortet, halt dem geringeren Einsatz entsprechend. Ebenfalls die Nachfrage. Danke"
Stellungnahme vom Anwalt:
Mehr war zu der Frage beim besten Willen nicht sagen.
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 18.09.2013
4/5,0

Die Frage wurde kurz und knapp beantwortet, halt dem geringeren Einsatz entsprechend. Ebenfalls die Nachfrage. Danke


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