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Rechtliche Behandlung Erbrechtlicher Verfügungen

| 02.10.2018 17:07 |
Preis: 35,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Jegliches Rechtsgeschäft welches (z.B. durch den Testamentsvollstrecker) nach dem Tode des Erblassers wortgetreu gemäß erbrechtlicher Verfügung des Erblassers durchgeführt wird, ist gesetzlich (und meist auch steuerrechtlich) so zu werten, als hätte der Erblasser dieses Rechtsgeschäft zu Lebzeiten getätigt. Ist diese Aussage richtig oder falsch? Wenn möglich, bitte Gesetzesquelle hierzu benennen. Vielen Dank.
02.10.2018 | 19:44

Antwort

von


(182)
Saalestraße 20
63667 Nidda
Tel: 06043 801 59 60
Web: http://ra-krueckemeyer.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Nein, das ist falsch.

Während der Erblasser seine Verfügungen zu Lebzeiten gegenüber niemandem legitimieren muss ist jede postmortalen Verfügung (z.bsp. durch einen Testamentsvollstrecker) gegenüber dem Erben / der Erbengemeinschaft zu legitimieren bzw. nachzuweisen. Der Testamentsvollstrecker ist also eher mit einem Bevollmächtigten zu vergleichen.
Bei Vermächtnissen gilt, dass die Ansprüche hieraus gegenüber der Erbengemeinschaft bestehen. Das Vermächtnis wird zwar rechnerisch von der Erfasse abgezogen, kann aber auch der Höhe nach aus dem Privatvermögen eines Erben beglichen werden (Beispiel: Es existiert nur eine Immobilie, es wurde aber ein Vermächtnis in Höhe von 50.000€ ausgesetzt).

Steuerlich ist in manchen Fällen (Vermächtnis auf dem Totenbett) eine eidesstattliche Versicherung abzugeben, dass eine Vermächtnis ausgesetzt und erfüllt wurde.

Sie sehen, zu einfach kann man es sich nicht machen. In aller Regel sind die wirtschaftlichen und steuerlichen Folgen aber vergleichbar (egal ob mit warmer oder kalter Hand gehandelt wurde).

Ich hoffe, Ich konnte Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick verschaffen. Bei konkreten Fragen stehe ich Ihnen gerne via E-Mail für Beratungsleistungen zur Verfügung. Sollten Rückfragen bestehen, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 02.10.2018 | 20:14

Vielen Dank für die bisherige Antwort. Die Verfügung die umgesetzt werden soll wurde aber doch zu Lebzeiten verfügt und zwar in der letztwilligen Verfügung (bzw. im Testament). Lediglich die Umsetzung dieser Verfügung erfolgt post-mortem. Ändert diese Überlegung etwas an Ihrer Beurteilung?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.10.2018 | 20:23

Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Keineswegs ist eine erbrechtliche Verfügung pauschal genauso zu behandeln wie eine Verfügung unter Lebenden.
Bedenken Sie, dass rein denklogisch der Erblasser selbst nicht mehr handeln kann. Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten warum ein vom Erblasser angestoßen Geschäft /eine Verfügung vom Rechtsnachfolger nicht weiter geführt wird.

Ohne genaue Kenntnis der Umstände und dem Inhalt der Verfügung ist ein konkretere Antwort also nicht möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

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Bewertung des Fragestellers 04.10.2018 | 11:40

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"Obwohl offensichtlich bemüht eingehend zu antworten, entfand ich die Antworten ein wenig verwirrend formuliert. Dennoch fand ich den Umfang der beiden Antworten für das wenige Geld das ich geboten hatte großzügig"
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 04.10.2018
3,8/5,0

Obwohl offensichtlich bemüht eingehend zu antworten, entfand ich die Antworten ein wenig verwirrend formuliert. Dennoch fand ich den Umfang der beiden Antworten für das wenige Geld das ich geboten hatte großzügig


ANTWORT VON

(182)

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Tel: 06043 801 59 60
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