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Rechtfertigungen für Handlungen mit Vorsorgevollmacht nach dem Tod

| 25.02.2019 16:19 |
Preis: 52,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Großvater erteilte mir notarielle Vorsorgevollmacht, diese wurde in der Vergangenheit auch regelmäßig von mir für meinen Großvater benutzt. (Bargeldabhebungen für Einkäufe, Überweisungen an das Pflegeheim, Bargeldabhebungen für meinen Großvater, etc...)

Unter anderen auch Abhebungen i.H.v 16.000€ - Mein KFZ ging defekt und mein Großvater schenkte mir das Geld für ein neues KFZ. Da mein Großvater und ich eine besondere Beziehung hatten haben wir natürlich nie soetwas wie einen Schenkungsvertrag oder ähnliches aufgesetzt.
Die 16.000€ habe ich auch mit der Vollmacht abgeholt.

Vier Monate später ist mein Großvater nun verstorben, ich bin im notariellen Testament als Alleinerbe definiert worden, es gibt noch 2 weitere Pflichtanteilsberechtigte Enkel
(Beide Kinder meines Großvaters sind vorverstorben).

Muss ich den beiden pflichteilsberechtigten Enkeln erklären was ich wann mit den Barabhebungen gemacht habe ? Oder kann ich darauf verweisen das ich das Geld für meinen Großvater abgehoben habe und ich nicht weiß was damit passiert ist ?

Viele Grüße

25.02.2019 | 17:03

Antwort

von


(7)
Cecilienstr. 4
66111 Saarbrücken
Tel: 0681-32156
Web: http://www.kanzlei-schmidbauer.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

eine Vollmacht und die aufgrund dieser vorgenommenen Verfügungen werden von der Rechtsprechung größtenteils dem Auftragsrecht zugeordnet. Dies hat zur Folge, dass durchaus auch die Pflicht zur Rechnungslegung gegenüber dem Vollmachtgeber und, im Wege der Universalsukzession auf die Erben übergegangen, auch den Erben gegenüber angenommen wird. Hier sind Sie aber selbst Alleinerbe geworden. Aus der Vollmacht selbst müssen Sie also keine Auskunft erteilen.

Allerdings haben die Pflichtteilsberechtigten nach § 2314 BGB einen Auskunftsanspruch gegen Sie nicht nur über den Bestand des Nachlasses, sondern auch über Schenkungen, die Sie zu Lebzeiten vom Erblasser erhalten haben und die möglicherweise einen Pflichtteilsergänzungsanspruch nach §§ 2325 , 2329 BGB auslösen können.

Ob aus Ihrer erhaltenen Schenkung ein solcher Pflichtteilsergänzungsanspruch der Pflichtteilsberechtigten folgt, hängt dann von den Umständen ab. Hier sollten Sie m. E. weiteren anwaltlichen Rat einholen. Zur Auskunft über eine solche erfolgte Schenkung sind Sie aber jedenfalls rechtlich verpflichtet.

Ich hoffe, Ihnen mit der Beantwortung Ihrer Frage weitergeholfen zu haben!

Mit freundlichen Grüßen

Katrin Schmidbauer
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht


Bewertung des Fragestellers 27.02.2019 | 11:10

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"Leider war die Antwort sehr generisch eine etwas detailliertere Einzelfallbetrachtung hätte ich mir gewünscht. Mir wurde aber geholfen einen guten Überblick zu bekommen."
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 27.02.2019
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ANTWORT VON

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