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Rechte/Pflichten eines privaten Reiseveranstalters


21.09.2006 14:24 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich moechte als Privatperson Aktiv-Urlaubsreisen (Ski, Fahrrad, Wandern) fuer Gruppen von Freunden und Bekannten (bis ca. 20 Personen) anbieten. Primaeres Ziel ist dabei (noch) nicht kommerzieller Natur/Gewinnerzielung, aber ich moechte mit den Beitraegen der Teilnehmer ausser die Reisekosten mindestens meine Reise- und Organisationskosten abdecken.

Im Vergleich zu einer ehrenamtlichen Organisation, wie unterscheidet sich die Rechtslage wenn ich von den Teilnehmern fuer die Organisation und Durchfuehrung (ein wenig) entloehnt werde?

Grundsaetzlich wuerde mich interessieren, wo allenfalls rechtliche Probleme auftreten koennten (mit den Teilnehmern oder auch sonst) und was fuer Themen ich mir vorher anschauen sollte (z.B. betreffend Unfallversicherung, Reiseruecktritt einer der Parteien etc.).

Reicht es aus, die moeglichen Streitpunkte im Voraus vertraglich mit den Teilnehmern zu regeln (z.B. Teilnahmebedingugen)?

Vielen Dank im Voraus fuer Ihre Hilfe.

-- Einsatz geändert am 21.09.2006 15:15:28

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Es kommen die Vorschriften zum Reisevertragsrecht, §§ 651 a ff. BGB, zur Anwendung, wenn Sie Pauschalreisen anbieten.

Pauschalreisen bestehen aus einem Leistungspaket (Anreise zum Urlaubsort, Übernachtung, Verpflegung sowie weitere Reiseleistungen wie bspw. Ausflüge etc.). Diese Leistungen werden von einem Reiseveranstalter organisiert und zu einem einheitlichen Gesamtpreis an den Reisenden verkauft. Der Reiseveranstalter ist alleiniger Anspruchsgegner des Reisenden für sämtliche Minderungs- oder Schadenseratzansprüche etc.

Die einzelnen Vorschriften finden Sie unter http://dejure.org/gesetze/BGB/651a.html.

Es gehört nicht zu den Pflichten eines Reiseveranstalters zu gewährleisten, dass die einzelnen Reiseteilnehmer unfallversichert sind. Hier ist jeder Teilnehmer gehalten selbst Vorsorge zu treffen.

Darüber hinaus ist es sinnvoll Reisebedingungen zu den von Ihnen angebotenen Pauschalreisen anzufertigen, in denen zu Fragen der Bezahlung, des Rücktritts vom Reisevertrag, der Pflichten der Reiseteilnehmer, der Verjährung sowie Rechtswahl und Gerichtsstand sowie weiterer Punkte Regelungen vorgehalten werden.

Gerne bin ich Ihnen bei der Anfertigung der AGB`s behilflich. Für den Fall mögen Sie bitte Kontakt mit mir aufnehmen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtanwalt -
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