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Recht des geschiedenen Vaters


07.09.2005 10:11 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Meine Tochter ist geschieden und lebt mit dem gemeinsamen Sohn (7) in einer gemieteten Wohnung. Die Wohnung musste wegen der körperlichen Behinderung unserer Tochter (Rollstuhl) relativ groß gewählt werden und sie musste barrierefrei zugänglich sein. Die Miete beträgt kalt 850,00 €. Meine Frau und ich sind beide über 70; zur Zeit noch rüstig, aber das kann sich schnell ändern. Unsere ältere Tochter (Krankenschwester) lebt im Frankfurter Raum. Nun besteht die Möglichkeit, fort ein Haus zu bauen als gemeinsames Projekt von uns und unseren beiden Töchtern. Dann wäre die eventuell notwendige Versorgung für uns und auch für die behinderte Tochter gesichert.
Wenn der Exsxhwiegersohn seine Zustimmung zum Umzug des Sohnes verweigert, welche Möglichkeiten bestehen, trotzdem umziehen zu können?
07.09.2005 | 11:11

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Sollte beiden Elternteile ein gemeinsames Sorgerecht zugesprochen worden sein, bedarf es in der Regel der Zustimmung des Vaters, weil der Umzug eine Angelegenheit ist, der die gemeinsame elterliche Sorge Ihres Ex-Schwiegersohnes betrifft. Sind allerdings die Auswirkungen gering, z.B. bei einem Umzug innerhalb eines Stadtteils, dürfte der Umzug keine Angelegenheit sein, die die gemeinsame Sorge betrifft. In diesem Fall könnte Ihre Tochter diesen geringfügigen Umzug machen, ohne dass ihr Ex-Mann seine Zustimmung geben muss.

Wenn es sich aber um einen Umzug in eine andere Stadt handelt, sollte Ihre Tochter eine Regelung mit ihrem Ex-Mann hinsichtlich des Umgangsrechts treffen. Hinzuweisen ist aber auch auf das Risiko, dass ihr Ex-Mann die Zustimmung verweigern wird. In einem solchen Fall muss das Familiengericht entscheiden. Das Gericht prüft dann, ob dem Umzug Ihrer Tochter triftige, das Kinderwohl nachhaltig berührende Gründe entggenstehen. Meist werden auch Gutachten erstellt, die sich mit dieser Frage auseinandersetzen. Eine Prognose über ein solches Verfahren in Ihrem Fall kann ich jedoch nicht abgeben, da es auch die genaue Kenntnis des Einzellfalls ankommt.

War der Lebensmittelpunkt Ihres Enkels aber immer bei Ihrer Tochter und bestehen keine trifftigen Gründe, ihr das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu entziehen, wird sie nicht viel zu befürchten haben. Abschließend ist aber anzumerken, dass durch den Umzug das Umgangsrecht des Vaters nicht völlig entzogen werden darf. Insgesamt rate ich daher Ihrer Tochter, sich mit dem Ex-Mann zu einigen und im Streitfall sofort einen Fachanwalt für Familienrecht aufzusuchen. Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

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