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Recht auf vorläufiges Schulzeugnis? (Bayern)


15.04.2005 15:07 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin momentan Schülerin an einer Berufsoberschule (BOS) in Bayern. Dort absolviere ich dieses Jahr das Allgemeine Abitur auf dem zweiten Bildungsweg. Anschließend möchte ich Jura studieren. Am Abend des 13. Juli 2005 findet unsere Zeugnisübergabe statt. Bewerbungschluss an den deutschen Universitäten ist der 15. Juli (es zählt der Eingang, nicht der Poststempel). Da ich Bedenken habe, dass meine Bewerbungen nicht rechtzeitig bei den Hochschulen eingehen werden (ich muss mein Zeugnis am 14. Juli noch beglaubigen lassen), hatte ich meine Schulleitung darum gebeten mir ein vorläufiges Zeugnis auszustellen. Diese Bitte wurde mit der "Begründung" abgewiesen, dass es das letztes Jahr auch nicht gab (eine 13. Klasse gibt es an meiner Schule erst das zweite Jahr in Folge) und vorläufige Zeugnisse für die 13. Klassen deshalb auch in diesem Jahr nicht vorgesehen sind. Die Vergabe der Originalzeugnisse kann angeblich auch nicht vorgezogen werden, da die Termine vom Kultusministerium vorgegeben werden und die Schule daran nichts ändern kann. Mir ist jedoch bekannt, dass die Absolventen des Fachabiturs unserer Schule, aufgrund einer Härtefallregelung (§96 der Schulordnung der Fachoberschulen und Berufsoberschulen Bayern - FOBOSO) ein vorzeitiges Zeugnis erhalten, da die Bewerbungsfristen einiger FHs in anderen Bundesländern angeblich vor der Vergabe des Fachabiturs in Bayern enden. Habe ich ein Recht auf ein vorläufiges Zeugnis? Was sagt die Härtefallregelung in diesem Fall aus? Bedeutet sie, dass die Schule den Termin der Zeugnisvergabe ändern könnte wenn sie wollte?

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen,
MK
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ihre Schule kann den Termin leider nicht aufgrund der von Ihnen angesprochenen Härtefallregelung des § 96 Abs. 3 FOBOSO ändern. Nach dem Wortlaut dieser Vorschrift ist nur das Ministerium selbst bzw. ein von diesem für diese Sache ernannter Ministerialbeauftragter berechtigt, von den Vorschriften der FOBOSO abzuweichen. Ihr Ansprechpartner in dieser Angelegenheit ist also das Ministerium oder der für Ihre Schule zuständige Ministerialbeauftragte, nicht die Schule. Sie sollten bei Ihrer Schule nachfragen, an welche Stelle Sie sich mit Ihrem Anliegen genau wenden müssen, und dann dort die besondere Problematik Ihres Falles vortragen. Sie befinden sich ja in einer Situation, die der der Fachabitur-Absolventen sehr ähnlich ist, so dass auch in Ihrem Fall eine unbillige Härte bejaht werden muss, gerade unter dem Aspekt der Gleichbehandlung aller Schüler. Wenn Ihre Mitschüler, die das Fachabitur anstreben, durch eine frühere Zeugnisausgabe die Möglichkeit erhalten sollen, sich noch in diesem Jahr für ein Fachhochschulstudium zu bewerben, darf man Ihnen dieselbe Möglichkeit nicht verwehren.

Sollte sich die zuständige Stelle dennoch Ihrem Ansinnen verweigern, dann sollten Sie einen Rechtsanwalt aufsuchen, der mit Ihnen zusammen notfalls gerichtliche Schritte einleiten kann.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)
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