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Recht auf verpasste Schulthemen bei entschuldigtes fehlen

| 20.12.2018 14:49 |
Preis: 34,00 € |

Schule, Hochschule, Prüfungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Guten Tag,


ich bin im 3 Lehrjahr einer Berufsfachschule bzw in einer Dualen Ausbildung und damit letzten Schuljahr und wurde für eine Woche mit einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung krank geschrieben, die Lehrer habe ich dann zeitnah (fristgerecht nach SchulAGB - innerhalb 3 Tage) kontaktiert und um ein Nachschreibetermin gebeten - hier der kleine Abschnitt bezüglich meiner Bitten:

"Für die versäumte Klausuren (BWL,ITS,SAE) bitte ich um ein Nachschreibetermin und von den anderen Lehrern bitte ich um die verpasste Unterrichtsinhalte und relevante Informationen z.B. über neue Klausurtermine, sofern diese Informationen nicht im Schüler-Tausch-Verzeichnis zu finden sind, mir nachzureichen – gerne auch per Email als Anhang." - drüber stand natürlich mein einfacher Entschuldigungsschreiben.

Die Antwort eines Lehrers (andere Lehrer haben mir ein Nachschreibetermin gegeben)

"zur 2. SAE-Klassenarbeit wird es keinen Nachtermin geben.

Was versäumten Unterrichtsstoff, Termine etc. angeht, so müssen Sie sich diese Infos in Eigenregie organisieren, sprich sich z.B. bei Mitschülern informieren. Es ist nicht Aufgabe der Fachlehrer, Informationen an fehlende Schüler weiterzureichen oder zu versenden."

Meine Frage ist nun, ob ich:
1.) Ein Recht habe auf den Nachschreibetermin
(ich habe eine 3,3 und hätte die Chance die nächsten mit einer 1 zu absolvieren ich bräuchte daher 2 weitere Klausuren 1 steht noch aus und 1 wäre die verpasste, damit wäre ich zumindest noch bei 1,7 was mir vllt noch mit der mündlichen eine 1 verschaffen könnte)
2.) Ob ich nicht ein Recht habe die Schulthemen von den jeweiligen Fachlehrer oder Klassenlehrer anzufordern - es gibt zwar einen digitaler Stundenplan, in den kurz die Themen notiert werden die dran kamen allerdings ohne zugehörige Arbeitsblätter und diese sind auch nicht immer in unseren "digitalen Schülertausch-Verzeichnis" zu finden.

Ich bin nicht gerade sehr gut mit meinen Klassenkameraden in Kontakt und viele weigern sich sogar tatsächlich mir da Auskunft zu geben - gehen wir daher bitte absichtlich NICHT davon aus, dass ich die INformation von den Schülern erhalten kann, ich finde das zudem dreist vom Lehrer dies auf Lasten anderer Schüler zu setzen die mir zudem falsche und unvollständige Informationen geben könnten.

Ich bitte um Auskunft bzw. die relevanten Paragraphen so dass ich dies zitiert in einer Email-ANtwort an diesen Lehrer senden kann zur Aufforderung der Mitwirkung aufgrund einer Bringschuld oder derartiges. Ansonsten geben Sie mir bitte eine Empfehlung, ob ich diesen Fall weiterverfolgen soll oder nicht.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Ein Nachschreibetermin kann Ihnen meines Erachtens nicht verwehrt werden, wenn Sie nachweislich krank waren.
Für diese Zeit haben Sie ja auch ein ärztliches Attest, auch wenn es eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist, wobei man aber nachträglich noch dafür sorgen kann, dass Sie da ein ärztliches Begleitschreiben erhalten.
Letzteres kann also dafür herhalten, dass die Prüfungsunfähigkeit näher erläutert wird.

Das reicht dann aus und ein Nachschreibetermin kann Ihnen nicht aus diesem Grunde versagt werden.

2.
Etwas anderes kann grundsätzlich für verpasste Unterrichtsinhalte gelten, aber auch da müssen Sie das Recht haben, entsprechendes nachzuholen, da ansonsten der Grundsatz auf Chancengleichheit (Art. 3 Abs. 1 Grundgesetz in Verbindung mit dem entsprechenden Schulgesetz bzw. Verordnung) verletzt wäre, da Sie sich schließlich für den Nachschreibetermin adäquat vorbereiten müssen. Sicherlich können und müssen nicht komplette Unterrichtsreihen extra und ausschließlich für Sie abgehalten werden, aber Sie müssen sich im Nachhinein jedenfalls in angemessener Weise informieren können.

Es ist nicht Aufgabe der Klassenkameradinnen und -kameraden dafür zu sorgen, dass Sie da informiert werden, zumal dann eine sachgerechte Information nicht unbedingt gewährleistet ist.
Das ist originäre Aufgabe der Schule.

Beides würde ich also in einem entsprechenden Schreiben verlangen.

Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachtsfeiertage.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 27.12.2018 | 01:39

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