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Recht auf freie Wohnungswahl


| 29.12.2016 07:51 |
Preis: 78,00 € |

Sozialrecht


Zusammenfassung: Wohnortbestimmung gegenüber einem erwachsenen unterhaltsbedürftigen Kind.


Meine Tochter 23 leidet an einer phsychischen Erkrankung ( 80% Behindertenausweis) und wohnt in einer eigenen Wohnung mit Betreuung durch örtliche Caritas ca 60km von uns (Vater und Mutter). Sie arbeitet nicht und bezieht keine Förderung ausser Wohngeld vom Staat. Mein Ex-Mann (Vater) bezahlt monatlichen Unterhalt an sie und ich bezahle bisher ihre Miete und Krankenvesicherung. Nun ist in meinem vermieteten Haus, in dem ich nicht selbst wohne, eine Wohnung frei geworden. Sie hätte also weiterhin eine eigene Wohnung. Das Haus ist in unmittelbarer Nähe zu ihrem Vater und von meinem Wohnort etwa 6km entfernt.
Da wir der Meinung sind, dass sie nicht genug zur Bewältigung ihrer Krankheit unternimmt hätten wir sie gerne näher bei uns, um sie besser unterstützen zu können. Eine Betreuung durch Caritas wäre auch bei uns in der Gegend möglich. Sind wir wirklich noch zu Unterhalt verpflichtet? Allerdings möchte mein Ex-Mann seine Einkünfte nicht offenlegen. Wenn wir noch zu Unterhalt verpflichtet sind, ist es dann möglich der Tochter den Wohnort zubestimmen.
Ich meine können wir dann sagen sie muss in die freigewordene Wohnung ziehen, damit sie in unserer Nähe ist. Die distanz zu ihr macht es uns beinahe Unmöglich zu überwachen, was sie tut.
Da wir beide arbeiten können wir nur selten an Gesprächen mit Therapeuten und Betreuern teilnehmen.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es ist durchaus möglich, das Sie und Ihr Ex-Mann Ihrer Tochter gegenüber noch zum Unterhalt verpflichtet sind. Wenn Ihre Tochter aufgrund ihrer Krankheit nicht in der Lage ist sich selbst zu unterhalten und Sie finanziell leistungsfähig sind kann dieser Unterhaltsanspruch bestehen. Ihre Sachverhaltsschilderung läßt das vermuten. Sicher läßt sich dies nur aufgrund einer detailierte Prüfung sagen, welche anhand der gegebenen Inforationen abschließend nicht möglich ist.

Grundsätzlich können Sie einem erwachsenen KInd seinen Wohnort nicht vorschreiben. Eine Verweisung auf Sachunterhalt dürfte nur möglich sein, wenn dies Ihrer Tochter zumutbar ist. Auch dies wäre im Einzelfall zu prüfen. Ich halte es aber für schwierig Ihrer Tochter gegen ihren Willen den Wohnungswechsel aufzuzwingen. Einerseits würde sich für Sie keine erkennbare wirtschaftliche Entlastung ergeben, da Ihre Wohung erneut vermietet werden könnte. Andererseits dürfte Ihr Wunsch nach Kontrolle, wenn dies von Ihrer Tochter nicht gewünscht wird, eher dagegen sprechen.

Sollte sich für Sie ein Umzug Ihrer Tochter entgegen meiner Annahme erheblich wirtschaftlich auswirken, so wäre u.U. eine andere Bewertung vorzunehmen. Sollte es zum Streit kommen, wäre ein Offenlegung der Einkünfte eventuell erforderlich. Sollten Sie sich dafür entscheiden, Ihrer Tochter den Umzug in die freie Wohnung zu ermöglichen und die Unerstützung in der alten Wohnung einzustellen, könnte Ihre Tochter sich an den Sozialleistungsträger wenden. Dieser würde dann die Auseinandersetzung mit Ihnen führen.

Nach meiner Ansicht wäre zunächst eine sorgfältige Prüfung unter Einbeziehung sämtlicher Gesichtspunkte (Krankheitsbild, gesundheitliche Prognose, soziales Umfeld der Tochter, etc.) erforderlich. Erstrebenswert wäre natürlich eine einvernehmliche Lösung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Bewertung des Fragestellers 04.01.2017 | 07:49


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