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Recht auf Teilzeit in der Ausbildung als Beamtenanwärter bzw. Teilzeit in Elternzeit?


19.01.2005 16:40 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Guten Tag,


Ich habe folgende Frage:

Ich wurde während meiner Ausbildung (als Beamtenanwärterin) schwanger. Gegenwärtig bin ich bis 30.04.05 in Elternzeit. Mein Kind kam am Im Juni 2004 auf die Welt.

Bei der Ausbildung handelt es sich um die Vorbereitungszeit zum gehobenen Dienst in der Steuerverwaltung. Es gibt Praxis- und Theorieblöcke, die sich alle paar Monate abwechseln.

Ursprünglich dachte ich, einfach ein Jahr nachdem ich in Mutterschutz gegangen bin, wieder in die Ausbildung einzusteigen. Das will ich auch immer noch, allerdings: Ich möchte meinen AG um eine Teilzeitbeschäftigung 25-30h pro Woche während der Praxisphasen bitten. Anderenfalls sehe ich den Abschluss in Gefahr!

Beim Vorstellungsgespräch galt noch die 38,5h-Woche, bei der Ernennung die 41-stunden-Woche. In der StBAPO kann ich nicht entdecken, dass die 15 Praxismonate mit einer Gesamtzahl von Stunden geregelt sind?


In den Theoriephasen an der FH sehe ich dafür organisatorisch keine Möglichkeit, der Vorlesungsplan steht fest.

Ich habe gelesen, das das Teilzeitgesetz für mich als Beamtenanwärterin nicht greifen soll, stimmt das?

Kann ich meine Elternzeit entgegen der ursprünglichen Vereinbarung bis zum Ende der drei Jahre verlängern und währenddessen die Ausbildung in Teilzeit fortsetzen?

Mein AG wies mich darauf hin, dass ich die Elternzeit in max. 4 Abschnitte unterteilen kann - Könnte also der 2. Abschnitt (mit 30h- Teilzeitbeschäftigung) direkt an den ersten anschließen?
Ist eine "geteilte" Vereinbarung möglich (Theoriephasen regulär, Praxis Teilzeit)?

! Eine nochmalige Verlängerung der Ausbildung/ Vorbereitungszeit möchte ich natürlich vermeiden! Müsste ich ggf. die "Differenzstunden" nacharbeiten und ein paar Monate anhängen oder gar ein ganzes Jahr?

Wie sehen meine Chancen aus? Wie sollte ich am besten vorgehen?

*grübel*

Vielen Dank!

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Guten Morgen,

ich gehe davon aus, daß Sie als Anwärterin in der Steuerverwaltung Bundesbeamtin sind und damit auch Bundesrecht anwendbar ist. Dies ist letztlich nicht entscheidend, da in den einzelnen Bundesländern die für die Bundesbeamten geltenden Normen als identisches Landesrecht anwendbar sind.

Für Sie gilt dann während der Elternzeit die Verordnung über Elternzeit für Bundesbeamte und Richter im Bundesdienst. Sie finden diese Verordnung z.B. unter
http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C1173962_L20.pdf

Danach kann die Elternzeit entgegen der ursprünglichen Vereinbarung verlängert werden, wenn der Dienstvorgesetzte zustimmt. Bei der von Ihnen dargelegten Konstellation haben Sie einen Anspruch auf Zustimmung, da die gesetzlich vorgesehene Dauer der Elternzeit noch nicht erreicht ist.

Da die Elternzeit nach der Elternzeitverordnung in maximal vier Abschnitten genommen werden kann, ist es wahrscheinlich zur Erreichung auch des Ausbildungszieles sinnvoll, wenn Sie wie angedacht diese auf die Praxisblöcke verteilen. Sie haben während der Elternzeit einen Anspruch auf eine Teilzeitbeschäftigung von maximal 30 Stunden wöchentlich. Eine Ausnahme besteht nur, wenn zwingende dienstliche Gründe entgegenstehen. Dies vermag ich mir nach Ihrer Schilderung nicht vorzustellen.

Sie sollten mit Ihrem Dienstvorgesetzten, der ja auch den Antrag auf Teilzeit bescheiden muß, sprechen, um eine praxisnahe Gestaltung der weiteren Beschäftigung zu erreichen. Die Elternzeitverordnung ist hier eigentlich flexibel genug. Inwieweit eine Verlängerung der Ausbildung mit einer derartigen Regelung vermieden werden kann, kann ich ohne nähere Kenntnis der Ausbildungsinhalte und der zeitlichen Dauer der jeweiligen Inhaltsvermittlung nicht beurteilen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
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