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Recht auf Nacherfüllung - wie durchsetzen?

03.03.2008 18:08 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Hallo,

ich habe kürzlich wegen der Problematik meiner Bewerbungsfotos angefragt, die einige Mängel aufwiesen.

Widerwillig gab die Fotografin einige Schäden an den Fotos zu, diese behielt sie ein, andere, die ebenfalls Kratzer aufwiesen, wies sie zurück mit dem Argument, das wäre halt so bei Glanzfotos. Die offensichtlich beschädigtem würde sie neu ausdrucken.

Nun fordert sie aber eine erneute Bezahlung für die Bilder, wo der erwähnte Eckzahn noch gelb ist, obwohl ja vereinbart war, sogar schriftlich, dass dieser genauso weiß wie die Frontzähne werden soll.

Ich habe bei dem Termin damals gleich alles mit EC-Karte bezahlt, wer konnte denn ahnen, dass dieses renommierte Studio solche Patzer macht...

Wie komme ich jetzt zu meinem Recht, wenn sie , wenn die Fotos fertig sind, nun wieder Geld dafür verlangt, das Ganze also als Nachbestellung behandelt?

In ihren AGB steht nichts von Nachbesserung, d.h. es steht da was von erneuten Kosten, wenn die Fotos nicht gefallen...aber das ist ja etwas anderes.

Sie hat auch zugegeben, dass der Zahn noch gelb sei, meinte aber, nicht mehr so gelb wie vorher - DAS haben wir aber nicht vereinbart.

Also, was mache ich, wenn ich die Fotos dann nicht bekomme, wenn ich nicht zahlen will? ich will sie ja haben, da es sehr gute Aufnahmen sind, nur die Kratzer usw kamen ja leider dazu...

DANKE!

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Vorab möchte ich Sie darauf hinweisen, dass durch das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes anders ausfallen kann. Im Rahmen dieses Forums kann stets nur eine erste Einschätzung des Sachverhaltes erfolgen.

Unter Zugrundelegung der von Ihnen gemachten Angaben möchte ich Ihre Fragen nunmehr wie folgt beantworten:

Aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung gehe ich davon aus, dass zwischen Ihnen die unmißverständliche und schriftliche Vereinbarung getroffen wurde, dass auf dem Foto der Eckzahn den übrigen Frontzähnen hinsichtlich der Farbe angepasst werden soll. Dementsprechend dürfte es sich um eine Beschaffenheitsvereinbarung handeln. Da die Fotos nicht die vereinbarte Beschaffenheit aufwiesen, war das Werk auch mangelhaft und Sie hatten Ihrerseits wiederum das Recht auf Nacherfüllung.

Von einer Nachbestellung kann meines Erachtens in diesem Fall keine Rede sein, da es nicht um die Vervielfältigung eines Fotos ging, sondern es sich um eine Mangelbeseitigung handelt.

Ein etwaiger Nacherfüllungsanspruch muss nicht in den AGBs der Fotografin geregelt sein, da es sich hierbei um einen Anspruch aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch handelt. Die von Ihnen erwähnte Klausel „erneute Kosten, wenn die Fotos nicht gefallen“ behandelt auch nach meiner Einschätzung einen anderen Fall. Dies kann jedoch abschließend nur bei Kenntnis des genauen Wortlauts der Klausel beurteilt werden.

Eine erneute Bezahlung der Fotos ist nach meiner Auffassung nicht erforderlich, da es sich um eine Mangelbeseitigung gehandelt hat. Da Sie die Erstellung der Fotos auch bereits vollständig gezahlt haben, wären diese Ihnen auch auszuhändigen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung geben konnte. Bitte beachten Sie, dass im Rahmen dieses Forums nur eine erste Einschätzung des Sachverhalts erfolgen kann. Im Falle von Unklarheiten machen Sie bitte von der kostenlosen Nachfragefunktion Gebrauch.


Mit freundlichen Grüßen

Miriam Helmerich
Rechtsanwältin





Rückfrage vom Fragesteller 03.03.2008 | 19:32

..aber was mache ich konkret, wenn sie nicht auf die kostenlosen Herausgabe der Fotos eingeht - muss ich mir dann einen Anwalt für so eine "Lappalie" nehmen...?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.03.2008 | 21:01

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage.

Unter Umständen bleibt Ihnen gar nichts anderes übrig. Der einfachste Weg, jeder Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen, wäre, etwaige Forderungen der Gegenseite zu erfüllen.

Eine weitere Möglichkeit wäre, je nach Gesprächsverlauf, unter Hinweis auf die rechtliche Situation einen "Vergleich" mit der Gegenseite auszuhandeln und einen Teilbetrag der Forderung Zug um Zug gegen Herausgabe der Fotos zu erfüllen.

Die diesbezügliche Entscheidung kann Ihnen bedauerlicherweise niemand abnehmen.Des Weiteren ist dies sicherlich auch vom Gesprächsverlauf sowie dem Auftreten der Gegenseite abhängig.

Gerne können Sie zu einem späteren Zeitpunkt, auch außerhalb dieses Forums, auf mich zukommen.

Mit freundlichen Grüßen

Miriam Helmerich
Rechtsanwältin

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