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Recht auf Einsicht einer Versteigerungsakte?

| 29.09.2016 11:05 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


14:00

Zusammenfassung:

In einer Zwangsversteigerung kann jeder ohne nähere Begründung Einsicht in bestimmte Unterlagen der Akte nehmen.

Hat man als Kaufinteresent bei einer Zwangsversteigerung ein Recht auf vorherige Einsicht der Versteigerungsakte (inkl. Grundbuchauszug, Baulastverzeichnis, Forderungsanmeldungen)?

Bei einem Amtsgericht in Niedersachsen wurde mir diese Einsicht verweigert. Lediglich das Sachverständigen-Gutachten durfte ich einsehen.

Vielen Dank für Ihre Antwort.

29.09.2016 | 11:47

Antwort

von


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Die Frage der Akteneinsicht ist in § 42 ZVG Zwangsversteigerungsgesetz (ZVG) geregelt. Nach dessen Abs. 1 ergibt sich, dass die Einsicht in bestimmte Auskünfte jedem gestattet ist. Man muss also kein besonderes Interesse darlegen, reine Neugierde ist ausreichend. Gegenstand der Einsicht sind Mitteilungen des Grundbuchamtes, Anmeldungen der Gläubiger, Mieter und sonstigen Beteiligten sowie die das Grundstück betreffenden Nachweise also z.B. Gutachten, Brandversicherungsurkunde und ähnliches.

Keine Einsicht gibt es aber in andere Unterlagen wie z.B. Vollstreckungstitel, Vollmachten, Erbscheine, Abtretungsurkunden oder Ähnliches.

Es gibt keinen Anspruch auf Übersendung der Akte, sondern nur auf Einsicht auf der Geschäftsstelle des Gerichts. Die Einsicht ist nur möglich bis zum Schluss der Versteigerung. Wer Einsicht nimmt, kann z.B. mit einem Mobiltelefon die Unterlagen abfotografieren. Wird die Einsicht verweigert, muss eine so genannte Erinnerung eingelegt werden.


Rechtsanwalt Jörg Klepsch
Fachanwalt für Arbeitsrecht, Fachanwalt für Familienrecht

Rückfrage vom Fragesteller 29.09.2016 | 13:41

Überall liest man von den sogenannten "Mitteilungen des Grundbuchamtes", u.a. auch in Ihrer Antwort. Gibt es da einen feinen juristischen Unterschied zwischen "Einsicht ins Grundbuch" und "Einsicht in die Mitteilungen des Grundbuchamtes"? Oder sind dies nur zwei unterschiedliche Formulierungen für ein und dieselbe Sache, nämlich Einsicht ins Grundbuch?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 29.09.2016 | 14:00

"Mitteilungen" beschreibt nur den Informationsvorgang des Versteigerungsgerichts durch das Grundbuchamt. Letzteres informiert das Versteigerungsgericht nach § 19 ZVG . Das Ergebnis ist aber gleich, die Informationen die durch eine Einsicht ins Grundbuch gewonnen werden könnten sind in den Mitteilungen enthalten.

Bewertung des Fragestellers 29.09.2016 | 13:11

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