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Recht auf Austragung auch ohne Gläubiger ?

| 03.05.2015 11:52 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Zusammenfassung: Löschung von falschen Schufa Einträgen.

Sehr geehrte Anwälte,

in einer längst vergessenen Sache, die mir nun in Erinnerung kam , habe ich durch eine Schufa Selbstauskunft nun einen fehlerhaften Eintrag-weil nicht meine Schuld- entdeckt

Zuerst einmal nahm ich grundsätzlich an, dass solche Sachen drei Jahre nach Erledigubgsvermerk gelöscht werden.
Bei mir ist das offenbar nicht geschehen.

Die Vorgeschichte war wohl die, dass mein alter Anwalt mir nichts weitergeleitet hat von der HDI die offenbar irgendwas an Geld wollte.
Leider fehlen mir einige Unterlagen, ich habe aber zB den Kontoauszug das ich den offenen Betrag dem Gerichtsvollzieher bezahlt habe.
Der Anwalt hat es also autonom auf einen Prozess ankommen lassen (meiner) ohne! mir was zu sagen was mir von der Kanzlei A..L.. und weitere in Dortmund sogar vorliegt !!
Ich hatte damals bereits meinen neuen Anwalt gebeten meine Schufa zu überprüfen was er offenbar nicht getan hat, der Anwalt hat nur den alten Anwalt angeschrieben der sich wie folgt äußerte
Schreiben vom 11.032011


Sehr geehrte Kollegen,
wir haben zwischenzeitlich den abgelegten Vorgang hier wieder hervorgeholt. Hier ist offensichtlich ein Fehler unterlaufen. Wir haben nach Eingang des Kostenfestsetzungsbeschluss ihren Mandanten über seine Ausgleichspflicht informieren müssen.
Dies ist irrtümlich unterblieben.
Wir werden die Forderung ausgleichen.
Leider war ihrem Schreiben die Mitteilung des Gerichtsvollziehers nicht beigefügt.
Bitte reichen Sie diese nach und informieren den Gerichtsvollzieher über unseren kurzfristigen Zahlungsausgleich.
"

Überraschenderweise hat dann mein neuer Anwalt dies auch nicht getan so das ich mich genötigt sah den Gerichtsvollzieher selber zu bezahlen, damit hier nicht gepfändet wird...

Außerdem bekam ich dann schreiben des ogv vom 30.03.2011
"In der Zwangsvollstreckungssache HDI Rechtsschutz vertreten durch Ra S. Hohenzollernstr AZ 416... gegen sie erhalten Sie in der Anlage den vollstreckbaren Schuldtitel nach Zahlung der Gesamtflrderung
Die Sache ist damit erledigt."

Als Anlage war dann die vollstreckbare Ausfertigung dabei vom Amtsgericht Dortmund
" Kostenfestsetzungsbeschluss

In dem Rechtsstreit des...


Prozessbevollmächtigte..
Gegen


Die HDI Rechrsschutz Versicherung
Als Beklagte


..


sind aufgrund des Beschlusses des Amtsgericht Dortmund vom 6.10.2009 von dem Kläger ... Nebst Zinsen.. Über dem Basiszinssatz nach § 247 BGB seit dem 14.10.2009 an die Beklagte zu erstatten.
Der dieser Kostenfestsetzung zugrunde liegende Titel ist vorläufig vollstreckbar.

Die Zwangsvollstreckung darf frühestens zwei Wochen ..



Fragen: Kann ich mit dem mir zugesendeten Kostenfestsetzungsbeschluss mit original Stempel sowie den Schreiben etc. sowie Kontoauszug die Schufa bitten den Eintrag nun löschen zu lassen ?
Falls ich zudem noch Unterlagen benötige, kann ich die evtl bei Gericht beantragen, also wie lange hebt das Gericht diese Fälle auf ?
Ich gehe ja wohl recht in der Annahme das die HDI Gläubiger ist, diese könnte ich daher notfalls ebenso Anschreiben mit der Bitte um Erledigung

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ja, Sie benötigen nicht in jedem Fall die Mitwirkung des Gläubigers. Die Schufa ist nach §§ 33ff. BDSG verpflichtet falsche Daten zu löschen bzw. die Erledigung einer Forderung zu berücksichtigen.
Der Entwertete Titel reicht als Beleg. Beim Amtsgericht werden die Akten mehrere Jahre aufbewahrt, hier gibt es landesrechtlich unterschiedliche Regelungen wobei die Fristen mindestens 5 oder 10 Jahre sind. Ich gehe davon aus, dass das Gericht die Akte noch aufbewahrt. Ob ein Kostenfestsetzungsbeschluss bezahlt ist, wird beim Gericht nicht registriert, weil die Zahlung direkt an den Gläubiger zu leisten ist.

Ja, der HDI ist Gläubiger, Sie können diese oder die Anwälte anschreiben und sich die Erledigung bestätigen lassen. Sie haben allerdings schon das Schreiben des OGV der Ihnen den Titel nach Zahlung geschickt hat und die Zahlung bestätigt. Das reicht als Nachweis eigentlich aus.

Sie sollten die Schufa anschreiben und zur Löschung auffordern.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 03.05.2015 | 13:32

Vielen Dank
Sie schreiben das ich nicht in jedem Fall die Mitwirkung des Gläubigers brauche.
Wie läuft das genau ab, ist es zB so, dass eine Kopie des Kostenfestsetzungsbeschlusses reicht( möchte nicht so gerne originale versenden )
Gibt es zudem ein Musterschreiben oder reicht es ggfs aus der Schufa unter Fristsetzung nach § 33 zur Löschung aufzufordern ?
Muss ich da an der Form meines Schreibens was beachten bzw was muss ich als Anlage an die Schufa senden ? Einschreiben oder Fax?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.05.2015 | 13:37

Sehr geehrter Fragesteller,

es gibt keine vorgeschriebene Form. Eine Kopie des Kostenfestsetzungsbeschlusses reicht, Sie sollten aber auch eine Kopie des Schreibens des OGV beifügen. Sie sollten kurz mitteilen, dass die Forderung bezahlt ist und sollten mit Verweis auf §§ 33 ff. BDSG die Löschung des Eintrags fordern. Es reicht ein normales Schreiben, Sie sollten die Schufa aber auffordern den Eingang zu bestätigen. Beim Fax haben Sie die größte Sicherheit, weil Sie den Zugang nachweisen können. Dann müssen Sie aber die Anlagen mitfaxen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 03.05.2015 | 13:43

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"Mal eine gute Antwort, wobei man fast schon den Glauben an einige Anwälte verloren hat, wenn man bedenkt das der das bis zum Gericht getrieben hat, ohne mich auch nur einmal zu informieren und dann wurde die Gegenseite auch noch hingehalten immer.."