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Recht an Kind in Deutschland, Vater Mutter Kind ausländische Staatsbürger

07.06.2014 10:56 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung: Biologische Väter habe ein Auskunfts- und Umgangsrecht.

Sehr geehrte Rechtsanwälte,

Meine Ehefrau und ihr fünfjähriger Sohn leben zusammen mit mir (deutscher Staatsbürger) in Deutschland. Meine Ehefrau und ihr Sohn besitzen die kasachische Staatsbürgerschaft und haben eine gültige Aufenthaltserlaubnis für Deutschland. Der rechtliche Vater lebt weiterhin in Kasachstan und hat kein Problem mit unserer Ehe und auch nicht damit, dass das Kind nun In Deutschland lebt.

Nun meldet sich seit einiger Zeit der biologische Vater (mexikanischer Staatsbürger und leider durchaus wohlhabend) bei meiner Frau und "droht" ihr damit, dass er in Deutschland Rechte an dem Kind einklagen will.

Meine Fragen sind:
Kann der biologische Vater Rechte in Bezug auf das Kind in Deutschland einfordern?

Welche Rechte könnten das sein?

Und wie stehen die Chancen, dass der biologische Vater diese Rechte auch erhält?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der biologische Vater hat ein Auskunfts- und Umgangsrecht.

Für das Umgangsrecht des leiblichen Vaters kommt es nicht mehr darauf an, ob schon jetzt eine enge Beziehung zum Kind besteht.

Entscheidend soll vielmehr sein, ob der leibliche Vater durch sein Verhalten gezeigt hat, dass er tatsächlich Verantwortung für sein Kind übernehmen will und ob der Umgang mit dem leiblichen Vater dem Kindeswohl dient.

Bei bestehender rechtlicher Vaterschaft eines anderen Mannes regelt § 1686a BGB, dass dem biologischen Vater ein Recht auf Umgang mit dem Kind zusteht, wenn dies dem Kindeswohl dient. Auskunft über die persönlichen Verhältnisse des Kindes kann der biologische Vater in solchen Fällen dann verlangen, wenn dies dem Wohl des Kindes nicht widerspricht (Scholz/Kleffmann/Motzer, Praxishandbuch Familienrecht
26. EL 2014, Rn. 156).



Für beide Bereiche sind drei Voraussetzungen erforderlich:

(1) Eine Regelung erfolgt nur für Fälle, in denen das Kind bereits einen rechtlichen Vater hat (§ 1592 Nr. 1 oder Nr. 2 BGB oder § 1593 BGB).

(2) Der Anspruchsteller muss der biologische Vater sein.

(3) Der Anspruchsteller muss durch sein Verhalten gezeigt haben, „dass er für das Kind tatsächlich Verantwortung tragen will". (BT-Drs. 17/12163/63 S. 12)

Danach hat der Vater gute Chancen seine Rechte durchzusetzen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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