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Recht Wohnung/Immobilie

11.01.2021 10:31 |
Preis: 63,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


16:16
Hallo,

folgende Fragen habe ich:

Variante a
- 1) Meine Eltern würden mir Ihre Wohnung verkaufen - Haltedauer länger 10 Jahre 2) ich würde im Gegenzug meinen Eltern meine kleinere Wohnung verkaufen - Haltedauer länger 10 Jahre. Fällt in einem der Fälle Grunderwerbssteuer an? Fällt Gewinnsteuer an? Sonst irgendeine Steuer?
- Kann ich denn Kauf und Verkaufspreis direkt gegeneinander verrechnen. Also wenn ich für 300 kaufe und für 200 verkaufe, dass ich dann nur 100 überweise oder muss in beide Richtungen die volle Summe gehen? Wenn meine Eltern ein Darlehen vergeben, muss dieses notariell bekundet werden
- Beim Verkauf/Kauf der Wohnung, kann ich im Vertrag den Kaufpreis für Grundstück und Gebäude jeweils separat ausweisen? und was muss ich dabei beachten, z.B. bei der Höhe?

Variante b
- Meine Eltern würden mir Ihre Wohnung verkaufen - Haltedauer länger 10 Jahre und gleichzeitig von mir ein Wohnrecht zugesichert kriegen bei dem sie keine Miete zahlen würden. Dadurch würde sich entsprechend der Kaufpreis mindern, z.B. von 300 auf 180. Muss ich steuerlich hier etwas beachten und kann ich auf den gezahlten Kaufpreis ganz normal abschreiben, obwohl ich keine Einnahme habe?
11.01.2021 | 11:12

Antwort

von


(180)
Niedergründauer Straße 32
63505 Langenselbold
Tel: 01702047283
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne möchte ich Ihre Frage auf der Grundlage Ihrer Angaben im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

Variante 1

Ertragssteuern

Wenn sich die betreffenden Grundstücke allesamt im steuerlichen Privatvermögen befinden, sind die Veräußerungsvorgänge außerhalb des von Ihnen angesprochenen 10-Jahres-Zeitraums steuerfrei.

Grunderwerbessteuer

Grundsätzlich unterliegt der Erwerb eines Grundstücks der Grunderwerbssteuer. § 3 Nr 6 Satz 1 1. Alternative befreit den Erwerb eines Grundstücks von Personen, die mit dem Veräußerer in gerader Linie verwandt sind. In gerader Linie miteinander verwandt sind Personen, von denen eine von der anderen abstammt (§ 1589 Satz 1 BGB ), also in absteigender Linie die Kinder und Enkel usw sowie in aufsteigender Linie die Eltern, Großeltern und entferntere Voreltern. Eltern sind mit den Kindern im 1. Grad, Enkel mit den Großeltern im 2. Grad in gerader Linie verwandt.

Variante 2

Gleiches gilt im Grunde auch bei Variante 2. Zu beachten ist aber, dass das Wohnrecht (wahlweise auch Nießbrauchrecht) zum Zeitpunkt der Übertragung bereits bestehen muss. Nur dann mindert es den Wert des Grundstücks. Wenn allerdings keine Gewinnerzieltungsabsicht besteht, weil es an einer Miete fehlt, kann keine AfA geltend gemacht werden.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen sehr gerne zur Verfügung.

Herzliche Grüße
Michael Krämer
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 11.01.2021 | 14:42

Hallo Herr Krämer,

danke für die Antwort.

1) Das heißt , wenn die Wohnung nach 10 Jahren im Privatvermögen an meine Eltern verkauft wird oder von meinen Eltern an mich, fällt weder eine Ertrags- noch eine Grunderwerbssteuer an? Muss ich für die Vermeidung der Grunderwerbssteuer irgendetwas beim Notar berücksichtigen, wie z.B. im Vertrag festhalten, dass es sich um meine Eltern handelt?

2) Meine Frage zum Ausweis des Grundstücks/GEbäudewertes im Vertrag blieb unbeantwortet: Beim Verkauf/Kauf der Wohnung, kann ich im Vertrag den Kaufpreis für Grundstück und Gebäude jeweils separat ausweisen? und was muss ich dabei beachten, z.B. bei der Höhe?

3) FAllen bei einem Nießbrauchsrecht steuern an?

Freundliche GRüße,

Leonid Karlinski

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 11.01.2021 | 16:16

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne möchte ich Ihre Nachfrage wie folgt beantworten:

zu 1)

Der Notar kann dies in den Vertrag aufnehmen, um es klarzustellen. Erforderlich ist es aber nicht.

zu 2)

Bitte entschuldigen Sie, dass ich den Teil der Frage übersehen habe. Sie können den vereinbarten Kaufpreis aufteilen. Für die Finanzverwaltung ist dies jedoch lediglich ein Indiz und Sie können sich nicht darauf verlassen, dass die Aufteilung von der
Finanzverwaltung akzeptiert wird. Gerne bin ich Ihnen unverbindlich bei der Aufteilung behilflich.

Für weitere Rückfragen stehe ich Ihnen auch gern per e-Mail (m.kraemer@mbk-office.de) zur Verfügung.

Herzliche Grüße
Michael Krämer
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

(180)

Niedergründauer Straße 32
63505 Langenselbold
Tel: 01702047283
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