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Rechnungstellung an den Auftraggeber

30.09.2019 07:13 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin seit 8 Jahren selbständig und weiß wie man eine korrekte Rechnung schreiben muß. Nun kam ein neuer Auftraggeber und ich führte den Auftrag aus. Ich bin tätig im Messebau und da ist es oft notwendig sich seine Stunden nach getaner Arbeit quittieren zu lassen. Ich wollte mir meine Stunden auf meinem vorgefertigten Stundenzettel unterschreiben lassen, das wollte der Bauleiter aber nicht. Statt dessen bekam ich dann einen Tag später von seinem Büro eine vorgefertigte Abrechnung, wie ich meine Rechnung zu schreiben hätte. Und ich müsse diese Abrechnung unterschreiben und an meine Rechnung anhängen. Ich möchte das nicht, da ich großen Wert darauf lege, nicht scheinselbständig zu wirken und dann schreibt mir der Kunde vor, wie ich meine Rechnung zu schreiben habe. Zumal ich generell Pauschalrechnungen schreibe, ohne auflistung der Stunden und der Stundensätze. In dieser Abrechnung ist alles einzeln aufgelistet und das werde ich nicht unterschreiben. Istndas denn rechtens, das der Kunde mir als Handwerker meine Rechnung schreibt.

Gruß
30.09.2019 | 09:12

Antwort

von


(1940)
Brandsweg 20
26131 Oldenburg
Tel: 0441-7779786
Web: http://www.jan-wilking.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn es hierzu keine vertragliche Regelung gibt, kann der Auftraggeber seinen Anspruch auf eine Rechnung nur aus § 14 UStG herleiten. Gemäß § 14 Absatz 4 UStG muss die von Ihnen ausgestellte Rechnung folgende Angaben enthalten:

1. den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers,

2. die dem leistenden Unternehmer vom Finanzamt erteilte Steuernummer oder die ihm vom Bundeszentralamt für Steuern erteilte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer,

3. das Ausstellungsdatum,

4. eine fortlaufende Nummer mit einer oder mehreren Zahlenreihen, die zur Identifizierung der Rechnung vom Rechnungsaussteller einmalig vergeben wird (Rechnungsnummer),

5. die Menge und die Art (handelsübliche Bezeichnung) der gelieferten Gegenstände oder den Umfang und die Art der sonstigen Leistung,

6. den Zeitpunkt der Lieferung oder sonstigen Leistung; in den Fällen des Absatzes 5 Satz 1 den Zeitpunkt der Vereinnahmung des Entgelts oder eines Teils des Entgelts, sofern der Zeitpunkt der Vereinnahmung feststeht und nicht mit dem Ausstellungsdatum der Rechnung übereinstimmt,

7. das nach Steuersätzen und einzelnen Steuerbefreiungen aufgeschlüsselte Entgelt für die Lieferung oder sonstige Leistung (§ 10) sowie jede im Voraus vereinbarte Minderung des Entgelts, sofern sie nicht bereits im Entgelt berücksichtigt ist,

8. den anzuwendenden Steuersatz sowie den auf das Entgelt entfallenden Steuerbetrag oder im Fall einer Steuerbefreiung einen Hinweis darauf, dass für die Lieferung oder sonstige Leistung eine Steuerbefreiung gilt,

9. in den Fällen des § 14b Abs. 1 Satz 5 einen Hinweis auf die Aufbewahrungspflicht des Leistungsempfängers und

10. in den Fällen der Ausstellung der Rechnung durch den Leistungsempfänger oder durch einen von ihm beauftragten Dritten gemäß Absatz 2 Satz 2 die Angabe „Gutschrift".


Weitere Angaben kann der Auftraggeber dem Gesetz nach nicht verlangen und Ihnen auch keine andere Abrechnungsform einseitig vorschreiben.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

ANTWORT VON

(1940)

Brandsweg 20
26131 Oldenburg
Tel: 0441-7779786
Web: http://www.jan-wilking.de
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