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Rechnungsstellung ohne Gewerbeanmeldung


28.01.2005 19:15 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Hallo,

als Gewerbetreibender in der Veranstaltungstechnik beschäftigt ich des öfteren Veranstaltungstechniker und Helfer, die mir
dann wiederum das Honorar für Ihre Leistungen in Rechnung stellen.

Unklar ist mir die gängige Praxis, dass offenbar jede Privatperson vom Finanzamt eine zweite Steuernummer zugeteilt bekommen kann über die diese dann Rechnungen (mir wurde gesagt bis zu einem Jahresbetrag von ca. 17.000,00€) schreiben kann.
Diese Einnahmen müssen dann in der Einkommenssteuererklärung dargestellt werden.

Meine Frage ist:
Ist dies allgemein zulässig oder nur bestimmten Berufsgruppen (Rechtsanwälte, Steuerberater etc.) vorbehalten?
Dies ist mir hinsichtlich evtl. Forderungen seitens des Finanzamts (sollte die Vorgehensweise unzulässige sein) wichtig.

Über ein Antwort würde ich mich sehr freuen.
Guten Abend,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Bei der von Ihnen erwähnten Grenze i.H.v. 17.000,- Euro handelt es sich um eine Regelung für sog. Kleinunternhemer. Wenn der Jahresumsatz des Unternehmens 17.000,- Euro nicht übersteigt, muss der Kleinunternehmer seinen Kunden die Mehrwertsteuer nicht berechnen, darf allerdings auch keine Vorsteuer vom Finanzamt ziehen.

Bei der erwähnten zweiten Steuernummer handelt es sich wohl um die Umsatzsteurenummer bzw. eine Umsatzsteuer-ID.

Diese ist auf jeder Rechnung anzugeben.

Die Regelung betrifft alle Berufsgruppen und Gewerbetreibenden.

Nur über diese Umsatzsteuernummer kann das Finanzamt letztlich prüfen, ob der Unternehmer sämtliche Umsatzsteuer auch wirklich abgeführt hat.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de

Nachfrage vom Fragesteller 28.01.2005 | 19:45

Hallo Herr Kah,

erstmal vielen Dank für Ihre Antwort.
Der Kern der Sache um die es mir geht ist, ob dieser
Rechnungssteller (der im Grunde ja eine Privatperson ohne Gewerbeanmeldung ist) nun eine Gewerbeanmeldung zur Rechnungsstellung benötigt um Rechnungen zu stellen
oder ob die Steuernummer ausreichend ist - meines Wissen handelt es sich
hier nicht um die UST-ID sonder um eine zweite Steuernummer
mit der er Rechnungen stellen darf, deren Beträge er selbst versteuert.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.01.2005 | 19:59

Der Pflicht zur Gewerbeanmeldung unterliegen nach der Gewerbeordnung nur die Gewerbetreibenden. Dabei ist als "Gewerbe" jede selbständige, planmäßige, auf Dauer und Gewinnerzielung angelegte Tätigkeit definiert. Die Gewerbeanmeldung erfolgt i. d. R. bei dem Gewerbeamt der Stadt/Gemeinde, an dem der Betriebsstandort errichtet wird. Ausgenommen hiervon sind freiberufliche Tätigkeiten und die Urproduktion. Diese werden nicht beim Gewerbeamt angemeldet. Sie fallen nicht unter die Gewerbeordnung und unterliegen somit auch nicht der Gewerbesteuer. Keinen gewerblichen Charakter hat auch die ausschließliche Verwaltung eigenen Vermögens.

Im Falle Ihrer Techniker und Helfer dürfte eine Gewerbeanmeldung erforderlich sein.
Haben diese jedoch bereits eine Steuernummer durch das Finanzamt zugeteilt bekommen, muss die Gewerbeanmeldung bereits erfolgt sein, denn man erhält die Steuernummer immer erst nach Anmeldung des Gewerbes.
Als Freiberufler dürften Ihre Techniker und Helfer wohl nicht zählen.
Zur Rechnungslegung reicht für Sie jedoch die Angabe der Steuernummer durch den Rechnungsleger aus. Mehr haben Sie als Auftraggeber nicht zu prüfen.

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