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Rechnungsstellung in die Schweiz

08.09.2018 18:22 |
Preis: 83,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Der Fragesteller betreibt Fernunterricht an einen ausländischen Nicht-Unternehmer und fragt, ob Umsatzsteuer ausgewiesen werden muss.

Guten Tag,
ich biete eine Fortbildung an, die nach §4 Nr.21a von der Umsatzsteuer befreit ist. Es handelt sich um eine online-Fortbildung mit Prüfung und Zertifikat. Diese richtet sich an Privatpersonen und ist individuell buchbar. Der aktuelle Kunde wohnt in der Schweiz. Er erhält seine Unterrichtsmaterial per e-mail von mir (aus Deutschland) und sendet seine Lösungen per e-mail an mich zurück. Ich korrigiere diese Aufgaben (in Deutschland). Zusätzlich kann ein Telefonat mit dem Kunden erfolgen.

Frage: Wie sieht die Rechnung an den schweizer Kunden in umsatzsteuerlicher Hinsicht aus? Rechnung mit Hinweis auf Umsatzsteuerbefreiung nach $4 Nr.21a? - Wo ist der Leistungsort? - In welcher besonderen Steuererklärung ist dieser Umsatz gegebenenfalls zu erfassen (ausländische Einkünfte? )

Vielen Dank!

Einsatz editiert am 08.09.2018 22:20:56
09.09.2018 | 09:50

Antwort

von


(11)
Augustusberg 11
01816 Bad Gottleuba
Tel: 035023 549994
Web: https://meschke.pro
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eingangs möchte ich darauf hinweisen, dass eine Steuerbefreiung nach § 4 Nr. 21 Buchst. a) Doppelbuchst. bb) UStG materiell-rechtlich eine Bescheinigung der zuständigen Landesbehörde voraussetzt, welche bestätigt, dass Ihre Bildungseinrichtung auf einen Beruf oder eine vor einer juristischen Person des öffentlichen Rechts abzulegende Prüfung ordnungsgemäß vorbereitet. Die Befreiungsvorschriften des § 4 UStG beziehen sich auf alle Umsätze i.S.v § 1 Abs. 1 Nr. 1, 4 und 5 UStG, deren Leistungsort im Inland liegt.

Ich gehe davon aus, dass der Leistungsort im Inland liegt.

Dienstleistungen an Nicht-Unternehmer gelten grundsätzlich als an dem Ort ausgeführt, von dem aus der leistende Unternehmer sein Unternehmen betreibt, § 3a Abs. 1 S. 1 UStG.

Bei unterrichtenden Tätigkeiten ist der Leistungsort gemäß § 3a Abs. 3 Nr. 3 Buchst. a) UStG danach zu bestimmen, wo die Tätigkeit tatsächlich erbracht wird. Nach Ihren Sachverhaltsangaben gehe ich davon aus, dass der Schwerpunkt Ihrer Tätigkeit an Ihrem Unternehmenssitz liegt. Dort korrigieren Sie die die Lösungen und erbringen telefonische Beratungen.

Bei der von Ihnen beschriebenen Tätigkeit handelt es sich nicht um eine elektronisch erbrachte Dienstleistung, bei der die Leistung am Ort des Leistungsempfängers ausgeführt wird, wenn der Empfänger der Leistung ein Nichtunternehmer i.S.d § 3a Abs. 5 S. 1 UStG ist. Sie erbringen Ihre Leistung nicht insgesamt elektronisch mit minimaler menschlicher Beteiligung, da die Korrektur der Lösungen bei Ihnen vor Ort persönlich erfolgt und auch eine persönliche telefonische Beratung angeboten wird.

Sind die vorgenannten Voraussetzungen erfüllt, genügt der Angabe der Steuerbefreiung nach § 4 Nr. 21 Buchst. a) Doppelbuchst. bb) UStG auf Ihren Rechnungen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Franz Meschke

Nachfrage vom Fragesteller 09.09.2018 | 10:17

Vielen Dank.
Habe ich Sie korrekt verstanden, dass es bei der angegebenen Konstellation (die Sie richtig wiedergegeben haben)
- berücksichtigt ist, dass der Käufer meiner Dienstleistung seinen Wohnsitz in der Schweiz hat und
- dass insofern es sich nicht um ausländische Einkünfte handelt und
- dass ich auch keine schweizer Umsatzsteuerregelungen berücksichtigen muss?

Danke.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.09.2018 | 13:39

Sehr geehrter Fragesteller,

unter der Voraussetzung, dass Ihre Tätigkeit tatsächlich im Inland erbracht wird, greift § 3a Abs. 3 Nr. 3 Buchst. a) UStG. Die Leistung ist dann im Drittland der Umsatzsteuer nicht zu unterwerfen. Dass im Inland eine Steuerbefreiung zur Anwendung kommt, hängt von den dargestellten Bedingungen (in meiner o.g. Antwort) ab.

Meine Antwort bezieht sich auf den beschriebenen Fall, dass von Ihrem Unternehmen im Inland eine Dienstleistung an einen im Drittland ansässigen Privatkunden erbracht wird (B2C).

Ich hoffe, damit Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Bei Rückfragen stehe ich Ihnen jederzeit für eine weitere Erläuterung gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Franz Meschke

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