Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Rechnungsstellung für Mehrkilometer durch ehemaligen Arbeitgeber


11.12.2006 18:43 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Mein Verlobter war im August für eine österreichische Spedition
mit Niederlassung in unserem Wohngebiet als Fernfahrer tätig. Er hatte einen deutschen Arbeitsvertrag und übernahm das Fahrzeug bei der deutschen Niederlassung. Er bekam von der Disposition in Österreich seine neuen Lade- bzw. Abladestellen
mitgeteilt. Es ist bekannt das Fahrer ihre Lenkzeiten einhalten müssen. Nach 5 Tagen Fahrzeit und deutlicher Fahrzeitüberschreitung (es war durch die Strecken der Touren sowie die gesetzten Termine unmöglich die Zeiten einzuhalten)hat er seine Wochenruhezeit zuhause verbracht, zumal unser Wohnort direkt an der A3 liegt. Nachdem er erneut nach deutlicher Fahrzeitüberschreitung abgelehnt hat, weiter zu fahren, hat es großen Ärger mit der Disposition gegeben, die ihn dennoch weiter schicken wollte. Auch die ihm erneut zugeteilte Tour war nicht annähernd im Rahmen der vorgeschriebenen Lenkzeiten zu schaffen. Er ist dann mit dem LKW von Wien zurückgefahren und hat ihn an der Stelle abgestellt, wo er ihn übernommen hat und hat fristlos gekündigt. Für die Leerfahrt wurden ihm knapp € 300,-- seines Lohns einbehalten. Nach nun 3 Monaten erhalten wir eine Rechnung über 2779,71 € für angeblich gefahrene Mehrkilometer. Dabei wurden aufgeführt die Leerkilometer sowie die Kilometer an denen er das Wochenende zuhause verbracht hat (die Fahrt ging von Berlin nach Wien).
Unsere Fragestellung ist nun ob diese Rechnung rechtens ist und was wir bzw. ob wir was dagegen machen können.
Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Anfrage beantworte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt:

Grundsätzlich sind die Lenkzeitvorschriften einzuhalten. Dies bedeutet mindestens 45 Stunden Wochenruhezeit (einschließlich einer Tagesruhezeit). Eine Verkürzung auf 36 Stunden ist am Stand- oder Heimatort möglich, gemäß Art. 8 der VO (EWG) Nr. 3820/85 DES RATES über die Harmonisierung bestimmter Sozialvorschriften im Straßenverkehr

Insoweit ist es möglich die Wochenruhepause am Wohnort zu verbringen. Allerdings sind hierbei die arbeitsvertraglichen Regelungen maßgebend, inwieweit eine solche Verbringung der Wochenarbeitszeit am Standort zugemutet werden kann, bzw. eine Verbringung zu Hause toleriert oder gestattet wurde.

Hinsichtlich des weiteren Vorgehen empfehle ich die Beauftragung eines Kollegen vor Ort, um den geltend gemachten Anspruch abzuwehren. Möglicherweise lässt sich alleine durch die Beauftragung eines Anwaltes der Anspruch abwehren.

Zunächst gilt es zu prüfen, ob die Rechnung überhaupt schlüssig ist, d.h. die Spedition muß zum einen die Mehrkilometer nachweisen, zum anderen, dass die Fahrten nach Hause unzulässig waren und eine Verbringung beispielsweise am Standort der Spedition zugemutet werden konnte.

Hinsichtlich der dargestellten Fahrzeitüberschreitungen als Grund für die Verbringung der Ruhezeit zu Hause, sollten Sie bzw. Ihr Verlobter versuchen entsprechende Nachweise hierfür zusammenzutragen oder entsprechende Gedächtnisprotokolle erstellen.

Weiterhin kann einer Geltendmachung der besagten Rechung und dem Lohnabzug mit einer möglichen Anzeige an das BAG entgegengewirkt werden. Hierzu wäre dann allerdings ein entsprechender Nachweis durch Ihren Verlobten erforderlich, dass die Routen zu einen nicht im Rahmen der gesetzlich vorgegeben Lenkzeiten zu schaffen waren und es konkret Lenkzeitüberschreitungen gegeben hat.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben und stehe Ihnen für eine weitergehende Beratung gerne zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

RA Schröter

Nachfrage vom Fragesteller 11.12.2006 | 20:47

Vielen Dank für Ihre Antwort. Wie könnte eine weitergehende Beratung durch Sie aussehen und mit welchen Kosten müssen wir
rechnen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.12.2006 | 10:01

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für die Nachricht.

Ich melde mich per Email bei Ihnen.

Mit besten Grüßen

RA Schröter

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER