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Rechnungsstellung an Unternehmen nach Überschreitung der Lieferschwelle

01.02.2019 13:42 |
Preis: 63,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Wehle


Wir betreiben einen Online-Shop (Verkauf von physischen Waren) und sind aufgrund der Überschreitung der Lieferschwelle bereits in Österreich und Frankreich steuerlich registriert.

Die Frage ist wenn nun ein Geschäftskunde aus Österreich bei mir bestellt (Rechnungsanschrift = AT, UStID = AT, Lieferadresse = AT) muss ich dann mit 0% besteuern wg. innergemeinschaftlichem Handel oder mit den österreichischen 20% und entsprechend meiner AT Steuernummer auf der Rechnung?

Sehr geehrter Ratsuchende,

gern beantworte ich Ihre Frage aufgrund der von Ihnen getätigten Angaben wie folgt.

Ihre Fragestellung deutet an, dass Sie hier einem Fehler bei der Verwendung der Lieferschwellen nachhängen.

Im B2B Geschäft finden die Lieferschwellen keine Anwendung. Ihre Rechnungsstellung erfolgt gegenüber gewerblichen Kunden im EU-Ausland mit dem Hinweis auf das Umsatzsteuerreverse-Verfahren ohne Ausweis einer Umsatzsteuer, im Drittland, dass es sich nicht um einen steuerbaren Umsatz nach § 1 UStG handelt und im Inland mit der 19%-igen Umsatzsteuer.

Die Umsatzsteuer-Lieferschwellen, finden nur Anwendung im B2C Umsatz (§ 3c Abs. 3 UStG ). Nach dem Erreichen der Lieferschwelle des jeweiligen Landes, verlagert sich der Ort der Leistung auf den Sitz des Leistungsempfängers, so dass Sie Ihre Rechnung mit der dortigen jeweiligen Umsatzsteuer versehen müssen und die Steuer über Ihre steuerlichen Anmeldung in dem jeweiligen Land deklarieren und abführen müssen.

Aus Ihrer Lieferschwellenermittlung sind insoweit auch alle B2B (!beachte aber!! § 3c Abs. 2 S 1 UStG Letztverbraucher sind u.U. auch B) Umsätze herauszurechnen.

Ich hoffe Ihre Fragen beantwortet zu haben und verbleibe mit

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen



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