Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Rechnungsprüfung


| 14.01.2007 20:59 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ernst G. Mohr



Guten Tag!
Im Sommer 2006 habe ich mich von meinem Ehemann getrennt. Bevor ich aus dem gemeinsamen Haus auszog, wurde die Vereinbarung mit dem Freund meines Mannes getroffen, dass dieser im Haus für mich wohnt und die Miete zahlt. Das Geld soll mein Mann erhalten und an die Bank überweisen, um die Hypothek-Schulden zu tilgen.
Wegen der Beratung in Sache Trennungsfolgen hat ein Anwalt von mir das Mandat bekommen.
Im September wurde die Tilgungsrate nicht in voller Höhe überwiesen. (Ich habe zu dem Zeitpunkt in einer von mir gemieteten Wohnung gewohnt). Als eine Mahnung von der Bank kam, bat ich den Anwalt, diesen Freund wegen nicht gehaltener Vereinbarung anzuschreiben. Das hat er getan und bekam als Antwort, dass mein Ehemann die Miete bekommt und die Forderung nicht nachzuvollziehen sei. Von meinem Anwalt bekam ich eine Rechnung für die extra angelegte Sache (Forderungen gegen den Freund meines Mannes).

Folgendes möchte ich erfahren:
Ist es richtig, dass der Anwalt ein separates Verfahren eröffnet hat, ohne mich vorher darüber aufzuklären? Liegt hier vielleicht ein Beratungsfehler vor? Ich kann mir vorstellen, dass der Anwalt mir sagen sollte, dass es vernünftiger wäre, meinen Mann anzuschreiben (er bekommt schließlich die Miete vom Freund), um das zweite Verfahren zu vermeiden? Wenn die Eröffnung der zweiten Sache rechtens ist, wie wird dabei der Gegenstandswert angesetzt? Der Anwalt geht in seiner Rechnung von 1000,--€ aus. Das kann ich nicht nachvollziehen: Der Freund hat drei Monate im Haus gewohnt. Vereinbarte Mietzahlung war 400,-€, ich musste an die Bank nach der Mahnung 453,22€ bezahlen. Das ist alles.

Für Ihre Hilfe bedanke ich mich im Voraus und hoffe bei Ihnen wertvolle Tipps zu bekommen.
Mit freundlichen Grüßen

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Ratsuchende,

entscheidend ist zunächst, wer überhaupt die Vereinbarung hinsichtlich der Zahlung der Miete/Nutzungsentschädigung durch den Freund Ihres Mannes geschlossen hat. In Betracht käme ein gemeinsamer Abschluss der Vereinbarung zwischen Ihnen und Ihrem Mann auf der einen Seite und dem Freund Ihres Mannes auf der anderen Seite. Dies bedarf noch weiterer Abklärung. Aufgrund der Sachverhaltsschilderung (diese ist aber hierzu nicht ganz eindeuig) gehe ich davon aus, dass diese Vereinbarung der Zahlung nur zwischen Ihnen und dem Freund Ihres Mannes geschlossen wurde. Die Vereinbarung lautete hier auf Zahlung einer Miete/Nutzungsentschädigung zur direkten Zahlung an Ihren Mann. Der Freund Ihres Mannes sollte statt Ihnen im Hauses wohnen. Soweit die Vereinbarung zwischen Ihnen und dem Freund Ihres Mannes geschlossen wurde, sind grundsätzlich Sie Forderungsinhaberin betreffend die Miete/Nutzungsentschädigung. Insofern erscheint es mir richtig, dass Ihr Anwalt in Ihrem Namen den Freund zur Zahlung aufgefordert hat, sollte insoweit keine Zahlung erfolgt sein. Es könnte dann noch überlegt werden, ob der Freund Ihres Mannes die Anwaltskosten als Verzugsschaden zu tragen hat. Dies würde eine den Verzug begründende vorausgegangene Mahnung voraussetzen oder die Vereinbarung einer genauen Zahlungsfrist (z.B. Zahlung jeden 1. eines Monats, o.ä.). Der Gegenstandswert berechnet sich aus dem Forderungsbetrag.

Hinsichtlich des Gegenstandswertes bitten Sie Ihren Anwalt doch um Erläuterung. Fragen Sie bitte auch nach der Höhe der geltend gemachten Forderung. Hinsichtlich der Frage, ob die Geltendmachung der Forderung eine gesonderte Angelegenheit darstellt und hierdurch weitere Gebühren entstehen hängt u.a. davon ab, welchen Umfang das ursprüngliche Mandat "Trennungsfolgen" hatte. Die Frage kann insoweit nicht abschließend beantwortet werden.

Ich hoffe, Ihnen mit diesem Überblick geholfen zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Ernst G. Mohr

Nachfrage vom Fragesteller 14.01.2007 | 23:44

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Bei der Fragestellung habe ich leider nicht gewusst, welche Einzelheiten in dieser Situation wichtig sind. Die Vereinbarung wurde leider nur mündlich (mein Mann meinte, hier braucht man keinen Mietvertrag) in einem Dreiergespräch getroffen. Der Freund sollte direkt an meinen Mann zahlen. Er hat das auch getan. Mein Mann hat aber nicht vereinbarungsgemäß an die Bank das Geld weitergeleitet! Ich sehe hier nun den Anspruch gegen meinen Mann.
Was ist der Verzugsschaden in dieser Situation? Statt der Mahnung forderte ich den Auszug aus dem Haus. Das haben die beiden auch gemacht.
Der Umfang des Mandates „Trennungsfolgen“ wurde nicht genau besprochen. Dieses Mandat habe ich übrigens aus Vertrauensmangel bereits gekündigt. Ich habe in der ersten Sache einen Vorschuss von knapp 600,-€ geleistet und dachte, dass das Schreiben an den Freund wäre damit auch abgedeckt.
Um die Erläuterungen bezüglich des angesetzten Gegenstandwertes habe ich meinen RA bereits gebeten. Die Antwort war, er könne noch einen höheren Streitwert nehmen, nämlich den Betrag 12x 400,-€. Ich bin sprachlos. Die Höhe der geltend gemachten Forderung (laut dem Schreiben an den Freund) ist 980,-€. Den Betrag kann ich auch nicht nachvollziehen. Unter welcher Begründung könnte ich die Rechnung ablehnen?
Ich danke vielmals.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.01.2007 | 08:07

Wenn der Freund Ihres Mannes die Zahlung geleistet hat bestehen nur Ansprüche Ihrerseits gegen Ihren Mann. Verzugsschaden wäre - wenn Verzug gegeben ist, dies wäre zu prüfen - im wesentlichen ein etwaiger Zinsschaden und Anwaltskosten.

Ging es bei dem Schreiben Ihres Anwalts nur um die Forderung in Höhe von EUR 980,00, so ist dies der Gegenstandswert. Die Gebühren aus einem Gegenstandswert in Höhe von EUR 980,00 und EUR 1.000,00 sind im übrigen gleich. Ging es aber um Kündigung, Räumung/Herausgabe der Räume so ist Gegenstandswert der 12-fache Kaltmietzins, also EUR 4.800,00.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Ernst G. Mohr

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Danke. Sie haben in diese verwirrte Sache etwas Klarheit für mich gebracht. "
FRAGESTELLER 4/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER