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Rechnungskürzung wegen Mängel


07.04.2006 17:30 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz



Sehr geehrte Anwältin, sehr geehrter Anwalt,

als Kleingewerbetreibender werde ich von meinen Kunden manchmal sehr unter Druck gesetzt, so auch in diesem Fall:

Der Kunde kürzte meine Rechnung um 80 €, weil ich angeblich mangelhaft gearbeitet habe und er diesen Mangel durch eigenes Personal beheben ließ.Diesen Schaden müsse ich nun ersetzen. Schriftlich wies ich ihn daraufhin, das dieses Verfahren unzulässig sei. Nach BGB hätte er mir die Mängel anzeigen und unter Fristsetzung die Beseitigung durch mich fordern können. Einfach selbst reparieren (überigens eine Sache von 5 Minuten) und dann Schadensersatz verlangen wäre nicht möglich.

Seine Antwort war kurz und knapp: Per Fax teilte er mir mit, das ich sehr wohl auf die Mängel hingewiesen wurde. Zwei namentlich genannte Mitarbeiter würden jederzeit bestätigen, das sie mich mehrfach telefonisch zur Mängelbeseitigung aufgefordert hätten.

Das ich niemals mit diesen Herren gesprochen habe,versteht sich von selbst. Meine Frage: 80 € Verlust bedeutet bei meiner knappen Kalkulation, dass ich einen Tag umsonst gearbeitet habe. Dies möchte ich mir natürlich nicht gefallen lassen, aber hat ein Rechtsstreit hier einen Sinn? Zählt vor Gericht vielleicht, das die Mitarbeiter ja von ihrem Chef wirtschaftlich abhängig sind und deshalb auch bereit sind, die Unwarheit zu sagen? Gibt es vielleicht sogar eine vorgeschrieben Schriftform für Mängelrügen? Oder sollte ich auf das Geld verzichten, weil ich sowieso keine Chance habe?

Mit freundlichem Gruß

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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Frage beantworte ich unter Zugrundelegung Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes summarisch wie folgt:

Ihre Angaben lassen keine abschließende rechtliche Einordnung des Vertragstyps zu. Ich gehe davon aus, dass es sich entweder um einen Kaufvertrag, einen Werklieferungs- oder einen Werkvertrag handelt.

Weiter gehe ich mangels klarer Angaben Ihrerseits davon aus, dass die Sache oder das Werk selbst mangelhaft war und es um die Behebung dieses Mangels geht.

Wegen des Mangels hätte Ihnen eine Frist zur Beseitigung gesetzt werden müssen. Wenn Sie es nicht anderweitig vertraglich vereinbart haben, muss diese Fristsetzung nicht schriftlich erfolgen.

Beweispflichtig für die Tatsache der Fristsetzung ist Ihr Kunde. Wenn die Mitarbeiter als Zeugen benannt werden wird es darauf ankommen, ob ihnen der Richter glaubt. Es wird auf das Bild ankommen, dass sich der Richter von den Zeugen bei deren Vernehmung macht. Eine allgemeine Regel, dass diese Zeugen unglaubwürdig sind, weil sie von ihrem Chef wirtschaftlich abhängig sind, gibt es nicht.

Die Entscheidung, ob Sie Ihr Geld einklagen sollen, kann ich Ihnen nicht abnehmen. Sie sollten aber dabei mit einfließen lassen, dass Sie zur Führung des Rechtsstreits weitere Zeit und –unabhängig, ob Sie letztendlich obsiegen- zunächst weitere Geldmittel investieren müssen.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen.

Ergänzend weise ich auf folgendes hin:
Die Auskunft im Rahmen dieses Forums kann nur die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind, umfassen. Daneben können weiterere Tatsachen von Bedeutung sein, die im Einzelfall auch zu einem völlig anderen Ergebnis führen können Verbindliche Empfehlungen darüber, ob und gegebenenfalls wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, sind nur im Rahmen der Erteilung eines Mandats möglich.

Für eine weitere Vertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Iris Lemmer-Krueger
-Rechtsanwältin-


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