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Rechnunghöhe nach Mandatsentzug


28.02.2005 18:43 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Vier Mandanten haben gemeinsam in derselben Sache einen Rechtsanwalt beauftragt zwecks Klageerhebung. Aufgrund Vertrauensverlust wurde das Mandat entzogen, ohne daß es bereits zu einer Klageerhebung oder einem vorherigen Anschreiben an die Gegenseite gekommen ist. Welche Gebühren hat der RA zu beanspruchen?
Wenn es sich hier um die Gebühr 3100 mit 0,8 handelt, können für die weiteren Mandanten zusätzliche Gebühren gefordert werden?
Guten Abend,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Mit der Beauftragung des Rechtsanwaltes für eine Klageerhebung fällt grundsätzlich eine Geschäftsgebühr gem. Nr. 2400 VV RVG an. Diese kann zwischen 0,5 und 2,5 betragen und berechnet sich nach dem Streitwert.

Da der Anwalt keine Tätigkeit vor Gericht entfaltet hat, fällt eine Verfahrensgebühr gem. Nr. 3100 VV RVG nicht an.

Wegen mehrerer Auftraggeber erhöht sich diese Gebühr gem. Nr. 1008 VV RVG um 0,3 .

Setzt man in Ihrem Fall nun die Minimalgebühr nach Nr. 2400 VV RVG an und addiert dazu die Erhöhungsgebühr nach Nr. 1008 VV RVG (0,3) beträgt die Gesamtgebühr 0,8.

Dies sollte hier ausreichen, soweit der Anwalt keine weitere Tätigkeit entfaltet hat.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de

Nachfrage vom Fragesteller 01.03.2005 | 07:56

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Was ist unter "soweit der Anwalt keine weitere Tätigkeit entfaltet hat" zu verstehen.

Im vorliegenden Fall hat der RA eine Ortsbesichtigung (max. 20 km einfache Fahrt innerhalb Großstadt) vorgenommen und an die Mandanten sogenannte Lösungsvorschläge versandt, die aufzeigten, daß der RA den zugrundeliegenden Sachverhalt gar nicht richtig erfaßt hat und offensichtlich noch nicht einmal den ihm bei Mandatserteilung übergebenen Schriftwechsel kannte bzw. umsetzen konnte. Des weiteren sind Fehler im den Mandanten übermittelten Schreiben unterlaufen. Deshalb der Mandatsentzug.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.03.2005 | 14:30

Innerhalb des Gebührenrahmens hat der Anwalt die Wahl zwischen Mindest- und Höchstgebühr. Grundsätzlich wird dabei eine Mittelgebühr anzusetzen sein.

Die Ortsbesichtigung ist eine Tätigkeit des Anwaltes, welche er bei der Bestimmung des Gebührenrahmens berücksichtigen kann.

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