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Rechnungen von 2011 korrigieren, Umsatzsteuer nachberechnen. Fristen und Rechte.

| 08.02.2013 10:55 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim


Sehr geehrter Anwalt,

folgende Situation:
Ich arbeite als freiberuflicher Dolmetscher fast ausschließlich für Ämter und Behörden. Weil mein Umsatz im Jahr 2010 unter 17.500 Euro lag, habe ich im Jahr 2011 Rechnungen ohne ausgewiesene Umsatzsteuer ausgestellt. Das Finanzamt hat von mir trotzdem die 19% abkassiert, weil ich irgendwann innerhalb der vier Jahre zuvor auch die Möglichkeit hatte als Kleinunternehmer zu arbeiten, dies aber nicht beansprucht habe. Es gibt dann angeblich die regeln, dass man dann die vier oder fünf Jahre auf jeden Fall Umsatzsteuer ausweisen muss - was ich nicht gewusst habe.

Problem:
Das Finanzamt hat die 19% von mir abkassiert. Wie kriege ich diese aber von meinen Kunden wieder? Habe ich das Recht und Anspruch darauf die Rechnungen zu korrigieren (Frist???) und das Geld einzufordern? Gerade weil ich ja mit Behörden zusammenarbeite, rechne ich mit Widerstand. Worauf kann und darf ich mich berufen? Oder ist das Geld endgültig pfutsch?

Danke für die Antwort!

Sehr geehrter Fragesteller,

Herzlichen Dank für ihre Frage und das damit entgegengebrachte Vertrauen.
Die Frage, ob eine nachträgliche Korrektur der Rechnung möglich ist, dürfte sich zunächst nicht ggü. der Finanzverwaltung stellen, sondern gegenüber Ihren Kunden, da das Finanzamt ja die Ust. Bereits gefordert hat.
Für eine Vermeidung der Ust. hätte es im Vorhinein bereits einer Erklärung zur Kleinunternehmerregelung bedurft.
In Bezug auf ihre Kunden können und dürfen Sie nur das in Rechnung stellen, was letztlich auch vereinbart gewesen ist. Hier sind die entsprechenden vertraglichen Grundlagen zurate zu ziehen. Ist die Gesamtsumme netto vereinbart worden und sind sie fälschlicherweise davon ausgegangen, dass eine Umsatzsteuerpflicht nicht besteht, so können Sie grundsätzlich die Umsatzsteuer noch in Rechnung stellen und ist die Summe jedoch brutto vereinbart worden, also dass eine mögliche Umsatzsteuer bereits darin enthalten gewesen ist, dürfte eine Umsatzsteuer allein aus vertraglichen Gründen wohl nicht mehr geltend gemacht werden können.
Diesbezüglich weise ich auf die Verjährung von 3 Jahren nach § 195 BGB hin.
Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung und hoffe, Ihnen zunächst hilfreich geantwortet zu haben.

Nachfrage vom Fragesteller 08.02.2013 | 15:28

Es geht mir natürlich nicht darum Forderungen an das Finanzamt zu richten, sondern bei meinen Kunden nachträglich die USt. abzurechnen. Verstehe ich Sie richtig? Ich kann die Rechnungen von 2011 insofern korrigieren, in dem ich zum alten Rechnungsbetrag die 19% USt. hinzufüge und dann mit Berufung auf §195 BGB an Gerichte, Ämter und Behörden schicke mit freundlichem Bitte die USt nachträglich und explizit mit Vermerk "USt aus korr. Rechnung Nr. XY" auszuzahlen? Gibt es etwas zu beachten, damit das Finanzamt nicht sagt, dass dies nun neue Einkünfte sind?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.02.2013 | 11:16

Vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Richtig, Sie müssten sodann eine neue Rechnung unter Berücksichtigung der Zahlung und des neuen Betrags fertigen und übersenden, wobei die Einnahmen natürlich auch wieder Einkommen darstellen, wobei hier zu prüfen wäre, in welchem Umfang dieses bereits durch das FA berücksichtigt worden ist, wenn nicht separat die USt. an das FA abgeführt worden ist. Ist die USt. separat bezahlt worden, dann handelt es sich sodann nur um die Vereinnahmung der USt. beim Kunden.

Gerne können Sie sich weiter an mich wenden.

Viele Grüße

Bewertung des Fragestellers 13.02.2013 | 22:53

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FRAGESTELLER 13.02.2013 4/5,0