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Rechnungen und Mahnungen troz nicht erbrachte Leistung

19.08.2019 21:27 |
Preis: 48,00 € |

Transportrecht, Speditionsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


ich habe ein Transportunternehmen Telefonisch beauftragt einen Umzug durchzuführen. Zuvor habe ich eine detailierte Liste von dem Umzugsgut per E-Mail gesendet. Am Umzugstag ist ein viel zu kleines Fahrzeug eines Subunternehmers angekommen. Die Umzugsgutliste welche der Subunternehmer von dem Transportunternehmen bekommen hat war um die hälfte gekürzt. Nach mehreren Telefonaten musste ich den Umzug abbrechen bzw. stornieren weil mir ein "halber Umzug" nichts nützt.

Das Transportunternehmen hat mir alle Details per E-Mail gesendet. Bloss, ich hatte von der Auftragsvergabe bis zum Umzugstag keine Möglichkeit E-Mails abzurufen und hatte von der veränderten Umzugsliste keine Kenntniss. Zuvor wurde mir telefonisch zugesichert das mein Umzug zum vereinbarten Preis am vereinbarten Tag stattfinden wird. Ich habe dem durch den Transportunternehmen ohne mein Wissen veränderten Vertrag bzw. Umzugsliste weder per Klick auf einer Website noch per E-Mail oder telefonisch zugestimmt. Nun beruft sich das Transportunternehmen auf die AGB und sendet Mahnungen für Storniergebühren. Ich musste weil das Unternehmen ohne mein Wissen die Umzugsliste verändert hat selber einen Transporter mieten und Umzugshelfer organisieren. Das hat mich Zeit, Geld und Nerven gekostet, eigentlich sollte ich von dem Transportunternehmen Schadenersatz verlangen.

Mein E-Mail in welchem ich mit meiner Umzugsliste um ein Angebot gebeten habe ist gespeichert und steht als Beweis zur Verfügung. Alles andere wurde telefonisch abgewickelt, das Umzugsgut wurde nie zur Sprache gebracht, für mich war meine Angebotsanfrage mit der pdf-Umzugsliste gültig.

Ich habe der Rechnung per E-Mail und zusätzlich per eingeschriebenem Brief widersprochen.

Die Antwort des Unternehmens:
"Am 14.07. forderten wir Sie auf, die Daten noch einmal zu überprüfen, ob alles richtig angegeben wurde, hierbei haben wir leider nie eine Rückmeldung von Ihnen erhalten"

"Wir bestehen daher weiterhin auf die Stornierungsgebühren und bitten alle offenen Forderung zu begleichen, um weitere Kosten für Sie zu vermeiden"

Die Bestätigung das sie von mir keine Rückmeldung zu der veränderten Umzugsliste erhalten haben besagt das ich diesem Umzug mit veränderten Daten nicht zugestimmt habe, ich hatte davon schliesslich keine Ahnung.

Wie soll ich mich verhalten, ignorieren und auf ein Prozess ankommen lassen, oder haben die mit Tricks trotzdem die Möglichkeit mich abzuzocken?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Das Hauptproblem ist der von Ihnen veranlaßte Abbruch des Umzuges. Dadurch kann die Gegenseite zu Recht geltend machen, dass Sie den Umzug storniert haben und eine entsprechende Entschädigung fordern. Es wäre besser gewesen, auf dem vollen Umzug zu bestehen und eventuelle Schadensersatzansprüche dann geltend zu machen.

Daher braucht die Gegenseite keine Tricks aufzubieten. Die müssen nur nachweisen, dass sie bereit standen und Sie dann storniert haben. Sie müssen hingegen nachweisen, dass Ihre Stornierung gerechtfertigt war und größeren Schaden verhindert hat.

Ich empfehle daher dringend, einen örtlichen Anwalt einzuschalten, um teure Fehler/Mißverständnisse zu vermeiden.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 20.08.2019 | 13:58

Besten Dank für die ausführliche, schnelle Antwort.

Meine Frage:
Wie sieht es aus wenn nicht ich sondern der Auftragsnehmer storniert hat?

Ich hatte am Umzugstag telefonisch darauf bestanden dass das Umzugsgut welche ich bei der Anfrage angegeben hatte zu dem vereinbarten Preis durch zweimaliges Fahren transportiert wird.

Das Subunternehmen war jedoch nicht bereit für den gleichen Preis ein zweites mal zu fahren und das Transportunternehmen war nicht bereit den Schaden (die differenz durch die zweite Fahrt) zu übernehmen.

Das Unternehmen schrieb mir:
"heute haben Sie unserem Partner den Zutritt zu Ihren Räumlichkeiten verwehrt und so die ordnungsgemäße Durchführung Ihres Umzugs durch Movinga verhindert.
Daher sehen wir uns gezwungen, Ihren Umzug mit der Movinga ID EAQYUQX zu Ihren Lasten zu stornieren.

Für diese Stornierung fällt entsprechend unserer AGB eine Stornierungsgebühr in Höhe von 462,18 Euro an. Sie erhalten in den nächsten Tagen eine separate Storno-Rechnung über diesen Betrag."

Ich Antwortete per E-Mail und per eingeschriebenem Brief:
DER ORDNUNGSGEMÄSSE UMZUG KONNTE NICHT DADURCH DURCHGEFÜHRT WERDEN WEIL ICH DEN ZUTRITT ZU DEN RÄUMLICHKEITEN VERWEHRT HABE.

DER UMZUG WURDE STORNIERT WEIL XXXXXXX DIE VERTRAGLICHEN BEDINGUNGEN NICH ERFÜLLEN WOLLTE ODER KONNTE.
DIE UMZUGSLISTE WURDE OHNE MEIN WISSEN GEÄNDERT BZW. VERMINDERT, DAS BEREITSTEHENDE FAHRZEUG WAR FÜR DEN UMZUGSGUT ZU KLEIN!

ICH HABE DIE SOGENANTE "AKTUALISIERTE" UMZUGSLISTE ERST AM UMZUGSTAG 26.07.2019 ZU SEHEN BEKOMMEN UND EUER EMAIL VOM 12.JULI ERST AM 27.07.2019 GELESEN. WARUM SOLLTE ICH EMAILS ABRUFEN & LESEN WENN ICH BEREITS EINE AUFTRAGSNUMMER, PREIS- UND TERMIN-BESTÄTIGUNG BEKOMMEN HABE?

ICH HABE DIESER DURCH XXXXXXXX "AKTUALISIERTE" BZW. OHNE MEINE ZUSTIMMUNG GEMINDERTE LISTE NIE ZUGESTIMMT.

DER AUFTRAG AN MOVINGA IST AUSSCHLIESSLICH DURCH DEN KONTAKT MIT EUREM HERRN LINDNER PER EMAIL UND TELEFON ERTEILT WORDEN.
DIE AUFTRAGSBESTÄTIGUNG ERFOLGTE TELEFONISCH. BEI DEN TELEFONATEN WURDE NICHT DARAUF AUFMEKSAM GEMACHT WORDEN DAS DIE UMZUGSLISTE DURCH XXXXXXXXX GEÄNDERT WURDE.

ANLAGE: MEINE EMAIL-ANFRAGE VOM 12.07.2019/07:15 UHR INKLUSIVE UMZUGSLISTE IN PDF-FORMAT.

ALLES WEITERE WURDE TELEFONISCH ABGEWICKELT.

WENN EIN UMZUG STATTFINDEN SOLL IST DIE UMZUGSLISTE DES AUFTRAGGEBERS MASSGEBLICH.
WENN DER POTENZIELLE AUFTRAGGEBER NACH EINEM GÜNSTIGEREN PREIS NACHFRAGT BETRIFFT DIESE NACHFRAGE NATURGEMÄSS DAS GANZE UMZUGSGUT UND NICHT NUR TEILE DAVON.

XXXXXXXX HAT DIE GRÖSSTEN UND SCHWERSTEN TEILE EIGENWILLIG VON DER LISTE ENTFERNT.
ICH HABE DEM ANGEBOT VON XXXXXXXXX FÜR DAS GESAMTE UMZUGSGUT FÜR 550 EURO ZUGESTIMMT.
XXXXXXXXXX HAT SEINEM SUBUNTERNEHMER EINEN ANDEREN, VERMINDERTEN AUFTRAG ERTEILT.

HIERMIT WIDERSPRECHE ICH DER XXXXXXXX-FORDERUNG (STORNOGEBÜHR) UND FALLS EURE FORDERUNG PER POST EINTRIFFEN SOLLTE WERDEN SIE MEINEN WIDERSPRUCH UMGEHEND PER POST ERHALTEN.

DURCH DIE NICHTEINHALTUNG DES VERTRAGS DURCH XXXXXXXX HABE ICH ZEIT VERLOREN UND ES SIND DADURCH KOSTEN ENTSTANDEN.
ICH BEHALTE MIR VOR DIESE VON MOVINGA EINZUFORDERN.

MIT FREUNDLICHEN GRÜSSEN

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.08.2019 | 14:19

Sehr geehrter Ratsuchender,

da kommt es dann auf die Beweislage an. Wenn die Gegenseite beweisen kann, dass Sie den Zutritt verweigert haben, wäre die Stornierung der Gegenseite berechtigt und Sie ersatzpflichtig. Wenn aber die Gegenseite das nicht beweisen kann oder Sie nachweisen können, dass die Gegenseite ungerechtfertigt storniert hat, sind Sie nicht schadensersatzpflichtig.

Mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt

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