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Rechnungen per email

10.11.2006 09:38 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Ich besitze mehrere Domains bei verschiedenen Providern. Für zwei dieser Domains waren im Juli die Gebühren fällig je Domain 11,88 €. Diese wurden von mir nicht beglichen, da ich keine Rechnung und somit Kenntnis über offene Forderungen hatte. Vor drei Tagen erhielt ich ein Schreiben datiert mit dem 29.10. vom Anwalt, mit einer Forderung von 50,15 € je Domain inkl. Mahngebühren, Zinsen, Anwaltskosten etc. In diesem Schreiben stand, dass ich mehrere emails bzw. eine weitere Zahlungsaufforderung per Post erhalten haben soll. Diese haben mich allerdings nicht erreicht. Dazu möchte ich sagen, dass ich unter der von mir angegebenen Adresse nicht mehr wohne, allerdings wird sämtliche Post an meine Postfachadresse weitergeleitet und dass Schreiben des Anwalts habe ich ja auch erhalten, nur eben keine Zahlungsauffoderung. Ich habe nun dem Anwalt geschrieben, dass ich die Forderung nicht bezahlen möchte, da ich meine das diese unberechtigt ist. Die Forderung von jeweils 11,88 € habe ich natürlich gleich auf das Konto des Providers überwiesen.

Sehr geehrter Ratsuchender,


sofern die Rechnungen, die mittels email verschickt worden sind, keine digitale Signatur hatten, haben Sie richtig gehandelt.

Denn solche Rechnungen werden von den meisten Finanzämtern eben mit Hinweis auf 14 II UStG nicht akzeptiert.

Dann jedoch haben Sie sich auch nicht im sogeannnten Schuldnerverzug befunden und müssen die Rechtsanwaltskosten nicht tragen.


Hatten die Rechnungen hingegen die geforderte digitale Signatur, wäre Verzug eingetreten und Sie sollten dann auch schnellstens die RA-Rechnungen begleichen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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