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Rechnungen ohne Ende von der Creditreform


21.05.2005 20:13 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Ich war in einem Fitnessclub Mitglied. Dann konnte ich mir den Beitrag nicht mehr leisten und es kam zu Beitragsrückständen.
Der Club kündigte mir und hat seine Forderungen über die Creditreform eingefordert. Diese habe ich dann in innerhalb von 2 Jahren ( Ratenzahlung) bezahlt, da ich arbeitslos war. 2Wochen nachdem alles getilgt war bekam ich wieder Post von der Creditreform weil das Center jetzt noch die für 1,5 Monate Mitgliedsbeiträge fordere. Die erste Rechnung von credireform ist von November 2003. Das Center hatte ja vom seinem ausserordenlichem Kündigungsrecht gebrauchgemacht und mir gekündigt nun will sie von mir doch noch den vollen Jahresbetrag haben. Hätten sie das nicht schon in der ersten Zahlungsaufforderung machen müssen und kann Sie jetzt nach 2 Jahren noch solche Forderungen stellen?

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Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst vielen Dank für Ihre Frage.

Leider kann ich Ihnen keine großen Hoffnungen machen. Der Fitnessclub hat offensichtlich zunächt nur die bis zu seiner außerordentlichen Kündigung fälligen Monatsbeträge geltend gemacht. Da Zahlungen Ihrerseits wohl ausblieben, hat er dann das von Ihnen genannte Inkassounternehmen mit dem Einzug dieser Beträge beauftragt.

Die außerordentliche Kündigung hat Sie nicht von der Zahlung der Beiträge "befreit", die Sie bis zum nächsten ordentlichen Kündigungstermin hätten zahlen müssen. Insoweit kann der Fitnissclub gegen Sie aufgrund vertragswidrigen Verhaltens (Nichtzahlen der laufenden Beiträge) einen Anspruch auf Schadensersatz geltend machen. Dieser Schadensersatzanspruch, der im übrigen regelmäßig in den allgemeinen Geschäftsbedingungen der Clubs geregelt ist, umfasst die Beiträge, welche im Falle einer ordentlichen Kündigung der Clubmitgliedschaft bis zu deren Ende angefallen wären.

Der Schadensersatzanspruch ist, wenn die Kündigung erst vor zwei Jahren ausgesprochen wurde, auch noch nicht verjährt.

Meines Erachtens können Sie sich ferner nicht darauf berufen, der Anspruch des Fitnissclubs sei nach den Grundsätzen von Treu und Glauben verwirkt, auch wenn er über einen längeren Zeitraum nicht geltend gemacht wurde. Denn hier konnte der Fitnissclub davon ausgehen, dass bis zum Auslaufen der Ratenzahlungen entsprechend der von Ihnen vorgetragenen Vereinbarung keine weiteren Beträge gezahlt werden können.

Etwas anderes könnte sich höchstens aus der Ratenzahlungsvereinbarung ergeben, wenn mit ihr die gegenseitigen Ansprüche abschließend geregelt werden sollten.

Fraglich ist allerdings, ob der Fitnissclub wegen der noch offenen Beträge schon ein Inkassounternehmen hätte beauftragen müssen. Hier denke ich, wäre er zunächst gehalten gewesen, diese Beträge bei Ihnen unmittelbar anzufordern. Erst wenn Sie nicht gezahlt hätten, wäre er nochmals zum Einschalten des Inkassounternemens berechtigt gewesen. Für insoweit anfallende Kosten müssten Sie daher aus meiner Sicht nicht aufkommen.

Ich hoffe, die Ausführungen konnten Ihnen ein wenig weiterhelfen und wunsche Ihnen trotz allem einen schönen Abend.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Kruppa
Rechtsanwalt
www.kruppa-ruprecht.de
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