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Rechnung vom Tierarzt


12.07.2007 12:50 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Guten Tag!

Am einen Samstag Vormittag brachte ich meine Katze zur Untersuchung in eine Tierarztpraxis. Es sollte eine Blutuntersuchung erfolgen um der Ursache der Fressverweigerung auf die Spur zu kommen. Die Ärztin wollte im Laufe des Samstages anrufen, um mich über die Ergebnisse der Blutuntersuchung zu informieren. Dieser Anruf erfolgte leider nicht, auch liegen mir bis heute keine Ergebnisse der Blutuntersuchung vor. Samstag Nachmittags versuchte ich Sie erfolglos in Ihrer Praxis zu erreichen, leider erreichte ich nur Ihren Anrufbeantworter. So blieb mir nichts anderes übrig, ohne weitere Informationen, bis Montag zu warten. Zu meiner großen Überraschung wurde von der Ärztin am Montag eine weitere, vorher nicht mit mir abgesprochene und damit nicht beauftragte Blutuntersuchung vorgenommen und letztendlich in Rechnung gestellt. Damit wurde ich bei der Abholung meiner Katze ohne weitere Erklärungen konfrontiert. Hinzu kamen natürlich noch die Gebühren der "unfreiwilligen" stationären Aufnahme, Futter, Infusionen, etc. Hiermit kann ich, ohne vorher Informiert worden zu sein, verständlicherweise nicht einverstanden sein. Bei Abholung erhielt ich zwei Rechnungen, eine über 361,24 Euro (Futter, Infusionen, Blutentnahmen etc) und eine über 16,73 Euro - Futter zum mitnehmen. Ich war, nach einem ersten Schock, bereit eine anteilsmäßigen Betrag in der Höhe von 200,- Euro zu zahlen, was auch von mir erfolgte, von einer Mitarbeiterin akzeptiert und mit einer Quittung bestätigt wurde. Einige Zeit später (ca. 1 Monat) rief mich die Tierärztin an um sich nach der Restzahlung zu erkundigen. Hierzu musste ich die Rechnungen raussuchen um mich wieder auf den Stand der Dinge zu bringen, rief umgehend zurück, konnte dann allerdings nur mit Ihrer Assistentin sprechen und schilderte Ihr die Angelegenheit die Sie nocheinmal der Tierärztin weitereichen wollte. Ein zugesagter Rückruf erfolgte wieder nicht, somit war die Angelegenheit für mich erledigt.

Es kann doch nicht sein das ich für Dienstleistungen bezahlen soll die ich nicht beauftragt habe. Ich wurde nicht informiert, nicht zurückgerufen und habe bis heute keine Ergebnisse der Blutuntersuchungen gesehen. Eine anteilmäßige Zahlung wurde akzeptiert (mit Quittung) und vier Monate später wird nun mit einem Mahnverfahren gedroht. Ich war ja gerne bereit, des lieben Frieden wegens, die Kosten der Übernachtung und für das Futter zu tragen, aber alle weiteren Untersuchungen, Blutentnahmen, Blutuntersuchungen und Infusionen sehe ich nicht ein. Mit den 200,- Euro die ich gezahlt habe, sollte Sie doch zurfrieden sein.

Auf Ihre werte Meinung und Ratschlag zum weiteren Vorgehen bin ich sehr gespannt!

Vielen Dank im voraus!

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Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich - die Richtigkeit Ihrer Angaben vorausgesetzt - anhand der von Ihnen gemachten Angaben gerne wie folgt summarisch beantworten möchte:


Ihre Sachverhaltsschilderung entnehme ich, dass Ihre Katze aufgrund akuter Essstörungen einer ärztlichen Behandlung unterzogen werden musste (Blutentnahme mit anschließender Diagnose).

Bei dem vorliegenden Vertrag handelt es sich dann um einen sog. Mischvertrag, bestehend aus werkvertraglichen und dienstvertraglichen Elementen.

Hiernach schulden Sie die Vergütung für die tatsächlich vereinbarte Leistung. Im Falle eines Rechtsstreites müsste die Tierärztin dann den Nachweis erbringen, dass neben der vereinbarten ersten Blutuntersuchung, zusätzlich eine Unterbringung für das Wochenende, eine weitere Blutuntersuchung sowie eine Infusionslegung, Inhalt der Vereinbarung waren.

Sollten Sie tatsächlich nur eine Blutuntersuchung mit anschließender Diagnose vereinbart haben, so wären Sie auch grundsätzlich nur verpflichtet, diese Kosten zu tragen.

Etwas anderes gilt nur dann, wenn die weiteren Maßnahmen aus medizinischen Gründen dringend erforderlich waren. In diesem Fall wären Sie nach den Grundsätzen der Geschäftsführung ohne Auftrag gemäß den §§ 677 ff. BGB verpflichtet, die zusätzlich entstandenen Kosten zu tragen. Voraussetzung ist jedoch, dass die Geschäftsführung Ihrem mutmaßlichen oder wirklichen Willen entspricht.


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine erste rechtliche Orientierung vermittelt zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Sofern Sie eine abschließende Beurteilung Ihres Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem konkret zu erörtern. Gerne bin ich bereit, diese Aufgabe für Sie zu übernehmen. Hierfür bin ich jederzeit für Sie telefonisch und per E-Mail erreichbar.

Mit freundlichen Grüßen



Philipp Achilles
Rechtsanwalt
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Gisselberger Straße 31
35037 Marburg

Telefon: 06421 - 167129
Fax: 06421 - 167132

achilles@haftungsrecht.com
www.haftungsrecht.com




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